Ein heiteres Theaterstück mit Tiefgang
Musikschule Telfs bringt „Pension Schöller“ nach Mieming
Die Theaterklasse der Landesmusikschule Telfs unter Regisseur Hannes Pendl feierte nach der brillanten Aufführung von „Romeo und Julia“ im Juni des vergangenen Jahres einen neuerlichen Erfolg, in diesem Sommer mit der Komödie „Pension Schöller“ von Laufs/Jacoby.
14. Juli 2026
Noch zeigt er sich ja selbstbewusst, der reiche Herr Phillipp, dargestellt von Laurin Gabriel, aber Hochmut währt nicht immer ewig, wie man weiß. Fotos: Bundschuh
Die Kulturorte Mieminger Plateau hatten mit der Aufführung von „Pension Schöller“ als Start in den Sommer eine gute Wahl getroffen und meinen: „Vom Wiener Burgtheater bis zu schauspielerisch engagierten Laienbühnen gilt diese Kultkomödie als legendär. Nachdem es zuletzt ruhiger um das Werk von Laufs/Jacoby geworden war, ist es nun an der Zeit, die Rückkehr dieser temporeichen und sprachlich pointierten Verwechslungskomödie einzuläuten.“
WAS IST NORMAL? Die Frage, was denn normal sei, hat sich wohl allen Kulturen in allen Epochen gestellt. Die Versuche, diese zu beantworten, fallen in unserer Gesellschaft höchst widersprüchlich aus und haben längst das politische Spektrum voll erfasst, mit der Tendenz, dieses auf eine Zerreißprobe zu stellen. Was ist normal – brennt unter den Fingernägeln unserer Zeit und hat sich von einer rein akademischen Fragestellung längst weit entfernt. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Pension Schöller liefern ein paar Antworten. Humorvoll. Spannend und kritisch beleuchtet dieses Stück Ängste und Träume. Die jungen Darsteller der Telfer Schauspielklasse halten ihrem Publikum einen Spiegel vor und beleuchten vieles, das nicht so ist, wie es scheint.
UND SO DIE GESCHICHTE. Phillipp Klaproth, ein reicher, gelangweilter Provinzler, will seine Erlebnisse im Berliner Nachtleben durch den Besuch einer Irrenanstalt toppen, eventuell selbst eine solche errichten, und sein Cousin soll ihm den Besuch eines Narrenhauses ermöglichen. Da Alfred aber derlei Zugänge fehlen, er seinen reichen Verwandten aber zwecks Darlehen für sich gewinnen möchte, führt er ihn zu den harmlosen, aber exzentrischen Bewohnern der titelgebenden Pension. Phillipp hält die Pensionsgäste auch tatsächlich für verrückt. Er amüsiert sich trefflich, doch die ganze Sache kommt erst recht ins Rollen, nachdem der Gutsbesitzer die Pension wieder verlassen hat.
REGIE HANNES PENDL. Hannes Pendl, geboren 1989 in Graz, schloss 2012 sein Schauspielstudium am Max Reinhard Seminar in Wien ab, wo er Rollenunterricht beispielsweise bei Klaus Maria Brandauer erhielt. Pendl unterrichtet die Schauspielklasse der Landesmusikschule Telfs und brachte mit dieser „Pension Schöller“ in Mieming auf die Bühne. Der vielseitig tätige Theatermann im RUNDSCHAU-Interview: „Es ist ein lustiges Stück, aber es stellt auch die Frage: Was ist normal? Es gibt ja Leute verschiedenster Strömungen, die es für sich vereinnahmen, zu wissen, was das Normale ist. Die zentrale Frage nach Normalität liegt wohl im Auge des Betrachters und das bringt dieses Stück sehr gut auf den Punkt. Es eignet sich auch in der Vielfalt der darzustellenden Personen mit ihren Sorgen und Nöten, die auch in der Komödie vorhanden sind, für ein größeres Ensemble wie eben für eine Schauspielklasse.“ Für die Schülerinnen und Schüler gehe es darum, zu lernen, weiterzukommen und sich zu entwickeln. Es war die erste Komödienaufführung dieser Klasse, mit der diesem Genre eigenen Setzung von Pointen und der Interaktion zwischen Bühne und Publikum. Hannes Pendl weiter: „Ich bin mit den Leistungen der Darstellerinnen und Darsteller sehr zufrieden, besonders deshalb, weil die meisten erst zwischen 12 und 16 Jahre alt sind.“ Ein erfolgreiches Ganzes also, Phillipp wurde von Laurin Gabriel dargestellt und Anika Gruber gab die Schauspielerin mit dem „L“-Sprachfehler. Beide streben einen weiteren beruflichen Werdegang am Theater an. Der nächste Publikumsauftritt für die Schauspielklasse soll im Frühsommer 2027 in Polling mit einem klassischen Schauspiel erfolgen, wie Hannes Pendl verriet.
WAS IST NORMAL? Die Frage, was denn normal sei, hat sich wohl allen Kulturen in allen Epochen gestellt. Die Versuche, diese zu beantworten, fallen in unserer Gesellschaft höchst widersprüchlich aus und haben längst das politische Spektrum voll erfasst, mit der Tendenz, dieses auf eine Zerreißprobe zu stellen. Was ist normal – brennt unter den Fingernägeln unserer Zeit und hat sich von einer rein akademischen Fragestellung längst weit entfernt. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Pension Schöller liefern ein paar Antworten. Humorvoll. Spannend und kritisch beleuchtet dieses Stück Ängste und Träume. Die jungen Darsteller der Telfer Schauspielklasse halten ihrem Publikum einen Spiegel vor und beleuchten vieles, das nicht so ist, wie es scheint.
UND SO DIE GESCHICHTE. Phillipp Klaproth, ein reicher, gelangweilter Provinzler, will seine Erlebnisse im Berliner Nachtleben durch den Besuch einer Irrenanstalt toppen, eventuell selbst eine solche errichten, und sein Cousin soll ihm den Besuch eines Narrenhauses ermöglichen. Da Alfred aber derlei Zugänge fehlen, er seinen reichen Verwandten aber zwecks Darlehen für sich gewinnen möchte, führt er ihn zu den harmlosen, aber exzentrischen Bewohnern der titelgebenden Pension. Phillipp hält die Pensionsgäste auch tatsächlich für verrückt. Er amüsiert sich trefflich, doch die ganze Sache kommt erst recht ins Rollen, nachdem der Gutsbesitzer die Pension wieder verlassen hat.
REGIE HANNES PENDL. Hannes Pendl, geboren 1989 in Graz, schloss 2012 sein Schauspielstudium am Max Reinhard Seminar in Wien ab, wo er Rollenunterricht beispielsweise bei Klaus Maria Brandauer erhielt. Pendl unterrichtet die Schauspielklasse der Landesmusikschule Telfs und brachte mit dieser „Pension Schöller“ in Mieming auf die Bühne. Der vielseitig tätige Theatermann im RUNDSCHAU-Interview: „Es ist ein lustiges Stück, aber es stellt auch die Frage: Was ist normal? Es gibt ja Leute verschiedenster Strömungen, die es für sich vereinnahmen, zu wissen, was das Normale ist. Die zentrale Frage nach Normalität liegt wohl im Auge des Betrachters und das bringt dieses Stück sehr gut auf den Punkt. Es eignet sich auch in der Vielfalt der darzustellenden Personen mit ihren Sorgen und Nöten, die auch in der Komödie vorhanden sind, für ein größeres Ensemble wie eben für eine Schauspielklasse.“ Für die Schülerinnen und Schüler gehe es darum, zu lernen, weiterzukommen und sich zu entwickeln. Es war die erste Komödienaufführung dieser Klasse, mit der diesem Genre eigenen Setzung von Pointen und der Interaktion zwischen Bühne und Publikum. Hannes Pendl weiter: „Ich bin mit den Leistungen der Darstellerinnen und Darsteller sehr zufrieden, besonders deshalb, weil die meisten erst zwischen 12 und 16 Jahre alt sind.“ Ein erfolgreiches Ganzes also, Phillipp wurde von Laurin Gabriel dargestellt und Anika Gruber gab die Schauspielerin mit dem „L“-Sprachfehler. Beide streben einen weiteren beruflichen Werdegang am Theater an. Der nächste Publikumsauftritt für die Schauspielklasse soll im Frühsommer 2027 in Polling mit einem klassischen Schauspiel erfolgen, wie Hannes Pendl verriet.







