In Regenbogen-Socken zum großen Finale
Ensemble „Pippi Klangstrumpf“ der LMS Telfs fährt zum Bundeswettbewerb von „prima la musica“
8. April 2026 | von
Friederike Hirsch
Mit Ideen, einer Zeitmaschine und viel Freude an Musik erreichten Klara Schöpf, Leonas Brabetz, Sophia Witting, Anna Thaler und Flora Thaler über 90 Punkte beim Landeswettbewerb von „prima la musica“. Foto: prima la musica
Der größte österreichische Jugendmusikwettbewerb ist „prima la musica“ und will Kinder und Jugendliche, die Freude am Musizieren haben und besondere musikalische Leistungen erbringen möchten, fördern. Seit nunmehr 30 Jahren will dieser Bewerb den Kids eine Bühne geben und dabei möglichst viele musikalische Talente finden. Rund 900 junge Musiker aus Tirol und Südtirol präsentierten heuer ihr Programm vor einer Fachjury und sammelten wertvolle Bühnenerfahrung. Über diese Erfolge freut sich auch Bildungslandesrätin Cornelia Hagele: „Tirol kann stolz auf seine jungen Musiker sein. Wir schicken heuer 253 Musiktalente zum Bundeswettbewerb – das ist ein neuer Rekord. Ich gratuliere all unseren Preisträgern herzlich zu ihren hervorragenden Leistungen.“ Fünf dieser Musiktalente besuchen die LMS Telfs und bilden das Ensemble „Pippi Klangstrumpf“. Unter der Leitung von Christine und Frajo Köhle beeindruckten sie bei der erstmaligen Teilnahme mit über 90 Punkten und haben sich so den Einzug in den Bundeswettbewerb Ende Mai erspielt.
PIPPI KLANGSTRUMPF. „Pippi Klangstrumpf“ – das sind Leonas Brabetz (10) an der Geige, Anna Thaler (13) an der Harfe, Sophia Witting (12) Klarinette, Klara Schöpf (9) Flöte und Flora Thaler (11) mit ihrem Hackbrett. Das Markenzeichen von Leonas, Anna, Sophia, Klara und Flora sind, wie könnte es anders sein, Regenbogen-Socken und Handschuhe. Das Ensemble unter der Leitung der Musikschullehrer Christine und Frajo Köhle besteht erst seit diesem Wintersemester. Zusammengestellt mit der Intention, in der Kategorie „Ensemble Musik kreativ“ bei „prima la musica“ anzutreten. In der Kategorie „Ensemble Musik kreativ“ werden Musiker dazu aufgefordert, zu einem Thema des Jahres ein kreatives Konzertprogramm zu entwickeln und dieses unter möglicher Einbeziehung verschiedener Künste umzusetzen. Eine Herausforderung für das junge Ensemble „Pippi Klangstrumpf“, denn nicht nur musikalische Qualität, sondern auch die Umsetzung des Themas, Inszenierung und dramaturgische Gestaltung fließen in die Jury-Bewertung ein. Dieses Jahr lautete das Thema „Einst und Jetzt“.
ZEITMASCHINE. Nachdem der Name des Ensembles gefunden war, entwickelten die jungen Musiker gemeinsam mit Christine und Frajo Köhle eine bunte Inszenierung des Themas mithilfe einer Zeitmaschine. Die Idee einer Zeitmaschine war schnell geboren, aber eine geeignete Maschine zu finden, gestaltete sich nicht so einfach. „Wir haben alles Mögliche probiert, wie z. B. eine Nudelmaschine“, erinnern sich die Kids. Fündig geworden ist man dann bei Tobias Hafele in Wildermieming. „Die alte ‚Wäschmangel‘ war schließlich genau die richtige Maschine für unser Vorhaben“, so Köhle. Bei jedem Dreh spuckt die Zeitmaschine Musikstücke von der Steinzeit bis zur Neuzeit aus – gezeichnet auf einem Stoffband mit Illustrationen und Partituren. „Die Stücke haben wir uns selbst zusammengesucht und für die Instrumente arrangiert“, so Frajo Köhle. „Da auch neue Spieltechniken vorkommen sollten und es manchmal einfach kein geeignetes Werk gab, haben wir auch selbst etwas Neues komponiert!“
MUSIK UND BEWERB. Mit mehr als 90 Punkten für ihre spannend-kreative Inszenierung haben sie den Einzug in den Bundeswettbewerb von „prima la musica“ geschafft. Für die jungen Musiker, die alle schon Bühnenerfahrung hatten, war es dennoch eine besondere Erfahrung. Alle waren sich einig, dass es eine „coole Erfahrung“ war, auf der großen Bühne im Festspielhaus Erl zu stehen und viel Applaus für die Leistungen zu ernten. Obwohl es auch anstrengend sein kann, sich auf so einen Wettbewerb vorzubereiten und intensiv zu üben und zu proben, steht für die Kids der Spaß immer noch an erster Stelle.

