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Keine umbauten Hüllen

Kematen präsentiert Abschlussarbeiten zum Bildungscampus

Im Rahmen ihrer Bachelorarbeiten haben sich 14 Studierende der Architektur ein Jahr lang Gedanken zum Umbau des Kemater Bildungscampus gemacht und Projekte zur Neugestaltung des Komplexes entwickelt. Die Arbeiten wurden nun im Kornkasten präsentiert und sind noch bis Ende März jeden Freitag von 10 bis 13 Uhr und 16 bis 19 Uhr zu sehen.
3. März 2026 | von Agnes Dorn
Keine umbauten Hüllen
Die Architekturstudenten konnten sich zwei Semester lang mit der Weiterentwicklung des Bildungscampus Kematen befassen. Foto: Dorn
Dass am Bildungscampus Kematen akute Platznot besteht, ist bekannt: So sind bereits zwei Klassen der Mittelschule in Containern, eine weitere in der Volksschule ausgelagert. Die Frage stellt sich daher, wie man zukünftig den gesamten Komplex inklusive Polytechnischer Schule, Volksschule, Musikschule, Mittelschule, Hort, Kindergarten, Kinderkrippe und dem Leerstand der ehemaligen HBLFA adaptieren könnte, um mehr Platz zu schaffen. „Bildungsräume sind keine umbauten Hüllen. Räume, die bilden, tragen eine besondere Verantwortung. Diese Bildungsräume sind ein Teil des Herzens von uns in Kematen und von uns in der Region“, sieht sich Bürgermeister Klaus Gritsch bei der Planung besonderes gefordert. Um Möglichkeiten der baulichen Entwicklung auf den Tisch zu bekommen, wurde schließlich die Universität Innsbruck und mit ihr 14 Studierende der Architektur ins Boot geholt, die sich im Rahmen ihrer Bachelorarbeit mit der zukünftigen Entwicklung des Campus beziehungsweise von einzelnen seiner Teile befassten. „Der Entwurfsprozess war dabei von einem intensiven Austausch geprägt: Gespräche mit VertreterInnen der Gemeinde und der Bildungseinrichtungen, mehrere Besuche vor Ort, Nachfragen, Nachmessen und kontinuierliches Weiterdenken. Schritt für Schritt entstanden eigenständige Konzepte, die sich mit dem Ort, seinen NutzerInnen und möglichen zukünftigen Entwicklungen auseinandersetzen und neue Perspektiven für den Bildungscampus und die Gemeinde eröffnen“, skizzierte Judith Prossliner vom Institut für Raumgestaltung die Arbeit der Studierenden, die sie gemeinsam mit ihrem Kollegen Felix Perasso betreute.

BUNTES PORTFOLIO. Herausgekommen sind 14 Projekte, die ganz unterschiedliche Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen: vom Neubau der Mittelschule, der Adaptierung des bestehenden Gebäudes bis zu Teilabrissen, von der Möglichkeit einer Nachnutzung des HBLFA-Leerstands bis zur Adaptierung der Musikschule und des Kindergartens reichen dabei die Konzepte, die den Studierenden zum erfolgreichen Abschluss ihres Bachelorstudiums verhalfen. Teil der Projekte war es auch, der Frage nachzugehen, wie sich der Verkehr rund um den Bildungsstandort lösen ließe oder wie man innerhalb des Campus Begegnungsorte schaffen könnte. „Es war klar, dass die Wiese im Zentrum bleiben muss. Sie ist das Bindeglied der Institutionen“, betont dabei Prossliner. Die nun der Öffentlichkeit präsentierten Entwürfe seien keine fertigen Antworten, sondern „couragierte Fragen“, wie der Bildungsstandort sich zukünftig weiterentwickeln könnte, erklärt der Bürgermeister. Im Rahmen der Ausstellungseröffnung präsentieren die Schüler der 3d-Klasse der Mittelschule mit Schwerpunkt auf die Mint-Fächer außerdem ein Spiel, das sie im Rahmen einer Juniorcompany entwickelten und das sie am 21. März in der Cyta zum Verkauf anbieten werden.
Keine umbauten Hüllen
Die Abschlussarbeiten der Studierenden können im März noch an jedem Freitag von 10 bis 13 Uhr und von 16 bis 19 Uhr besichtigt werden. Foto: Dorn
Keine umbauten Hüllen
Direktor Alexander Krickl von der Mittelschule Kematen zeigte sich stolz auf das Projekt der Drittklässler Anna, Tibor, Benjamin und Jakob. Foto: Dorn
Keine umbauten Hüllen
Bürgermeister Klaus Gritsch freute sich über die gelungenen Projekte. Foto: Dorn

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