100 Jahre im Dienste der Bergwelt
Mit einem feierlichen Festakt feierte die Bergrettung Leutasch ihren 100. Geburtstag
19. Mai 2026 | von
Friederike Hirsch
Anlässlich des Festaktes zur 100-Jahr-Feier der Bergrettung Leutasch wurde die neue Fahne feierlich gesegnet. Foto: Hirsch
Das Wetter meinte es nicht allzu gut mit den Bergrettern und so musste die Heilige Messe in die Wettersteinhalle verlegt werden. Vikar Herbert Kolatschek erinnerte daran, wie wichtig die Arbeit der Bergretter für die Sicherheit in den alpinen Regionen ist, und hob das gegenseitige Vertrauen und die Kameradschaft hervor, die die Grundlage der Bergrettung Leutasch bilden. Mit einem Zitat von Bischof Stecher, der selbst begeisterter Alpinist war, wies der Vikar auch auf die symbolische Bedeutung der Berge in der Religion hin: „Viele Wege führen zu Gott. Einer geht über die Berge.“ Stimmungsvoll umrahmt von der Musikkapelle Leutasch unter der Leitung von Bastian Ernst bot die Heilige Messe Raum zum Innehalten und Dankbarsein für ein Jahrhundert ehrenamtlichen Engagements. Anschließend an die Heilige Messe fand die feierliche Weihe der neuen Bergrettungsfahne statt, ein bedeutendes Symbol für Zusammenhalt und Identifikation der Bergrettung Leutasch. Die neue Fahne wird zukünftig bei Einsätzen und offiziellen Veranstaltungen als Zeichen der Stärke und Gemeinschaft getragen werden.
EIN JAHRHUNDERT. Die Gründung der Bergrettung Leutasch vor 100 Jahren stellte einen visionären Schritt dar, getragen vom Mut und der Hilfsbereitschaft engagierter Pioniere. Aus dem Bestandsverzeichnis der Rettungs- und Meldestellen vom 15. Juni 1926 vom Deutschen und Österreichischen Alpenverein geht hervor, dass es zu diesem Zeitpunkt in Leutasch bereits eine Meldestelle für Alpinunfälle gab. Die Ortsstelle Leutasch der Bergrettung Tirol reiht sich damit klar weit vorne in die lange Geschichte der Bergrettungsortsstellen in Tirol ein. Sie wurde schon lange vor der eigentlichen Gründung der Bergrettung Tirol gegründet. Mit einfachsten Mitteln wurden damals die ersten alpinen Rettungen durchgeführt. Kaum vorstellbar, dass die Alarmierung mittels Brieftauben erfolgte, Fackeln zum Ausleuchten verwendet wurden und nur ein Hanfseil für die gesamte Gemeinde zur Verfügung stand. Noch bis zum 7. August ist dazu eine Ausstellung im Kulturhaus Ganghofermuseum zu sehen. Sie erinnert an die Anfänge der Bergrettung, zeigt die Entwicklung ihrer Ausrüstung und erzählt die Geschichten jener Menschen, die bei jedem Wetter bereitstanden, um anderen zu helfen.
BERGRETTUNG HEUTE. Aktuell engagieren sich 38 Mitglieder, davon fünf Kameradinnen, in der Bergrettung Leutasch. Was die Mitgliedschaft von Frauen in der Bergrettung betrifft, war man in der Leutasch schon sehr früh aufgeschlossener als manch andere Orts-
stelle. Hier wirkte Magdalena Wackerle lange als Schriftführerin. Auch Bettina Haslwanter war für einige Zeit in derselben Funktion tätig. Die Ausrüstung, die Ausbildungsmethoden und die technischen Möglichkeiten haben sich seit der Gründung drastisch verändert – vom einfachen Seil zur hochmodernen Helikopterrettung und Drohnentechnologie. Geblieben ist der Kern: helfen, wenn es darauf ankommt.
HERAUSFORDERUNGEN. Das Einsatzgebiet der Bergrettung Leutasch umfasst im Norden das Wettersteingebirge mit Hochwanner, Teufelsgrat, Oberreintalschrofen, Scharnitzspitze, Schüsselkar, Leutascher Dreitorspitze, Öfelekopf und Wettersteinspitze, weiter das Ahrnmassiv mit Großer-, Mittlerer- und Ahrnplattenspitze. Im Süden grenzt es an das Gemeindegebiet von Seefeld und an die Nordseiten der Mieminger Kette mit Hohe Munde, Hochwand bis zur Igelspitze. „Der Bergsport hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert! Die Berge wurden als Breitensport entdeckt und somit steigen auch unsere Einsatzzahlen kontinuierlich“, so Ortstellenleiter Michael Strigl. „Die Ortsstelle Leutasch hat allein in den letzten zehn Jahren bei rund 300 Einsätzen über 2.100 Einsatzstunden geleistet“, so Ekkehard Wimmer (Landesleiter Bergrettung Tirol). In einer Zeit, in der die Berge immer beliebter werden und die Anforderungen an die Retter stetig steigen, sind Werte wie Zusammenhalt und Verlässlichkeit wichtiger denn je. Die Bergrettung Leutasch hat dies in den letzten 100 Jahren mehr als deutlich gezeigt und wird dies auch in den nächsten 100 Jahren tun. Um es mit Landeshauptmann Anton Mattle zu sagen: „Das besondere Jubiläum der Bergrettung Leutasch steht für ein Jahrhundert gelebter Solidarität, für Mut, Einsatzbereitschaft und vor allem für den selbstlosen Dienst am Nächsten.“
EIN JAHRHUNDERT. Die Gründung der Bergrettung Leutasch vor 100 Jahren stellte einen visionären Schritt dar, getragen vom Mut und der Hilfsbereitschaft engagierter Pioniere. Aus dem Bestandsverzeichnis der Rettungs- und Meldestellen vom 15. Juni 1926 vom Deutschen und Österreichischen Alpenverein geht hervor, dass es zu diesem Zeitpunkt in Leutasch bereits eine Meldestelle für Alpinunfälle gab. Die Ortsstelle Leutasch der Bergrettung Tirol reiht sich damit klar weit vorne in die lange Geschichte der Bergrettungsortsstellen in Tirol ein. Sie wurde schon lange vor der eigentlichen Gründung der Bergrettung Tirol gegründet. Mit einfachsten Mitteln wurden damals die ersten alpinen Rettungen durchgeführt. Kaum vorstellbar, dass die Alarmierung mittels Brieftauben erfolgte, Fackeln zum Ausleuchten verwendet wurden und nur ein Hanfseil für die gesamte Gemeinde zur Verfügung stand. Noch bis zum 7. August ist dazu eine Ausstellung im Kulturhaus Ganghofermuseum zu sehen. Sie erinnert an die Anfänge der Bergrettung, zeigt die Entwicklung ihrer Ausrüstung und erzählt die Geschichten jener Menschen, die bei jedem Wetter bereitstanden, um anderen zu helfen.
BERGRETTUNG HEUTE. Aktuell engagieren sich 38 Mitglieder, davon fünf Kameradinnen, in der Bergrettung Leutasch. Was die Mitgliedschaft von Frauen in der Bergrettung betrifft, war man in der Leutasch schon sehr früh aufgeschlossener als manch andere Orts-
stelle. Hier wirkte Magdalena Wackerle lange als Schriftführerin. Auch Bettina Haslwanter war für einige Zeit in derselben Funktion tätig. Die Ausrüstung, die Ausbildungsmethoden und die technischen Möglichkeiten haben sich seit der Gründung drastisch verändert – vom einfachen Seil zur hochmodernen Helikopterrettung und Drohnentechnologie. Geblieben ist der Kern: helfen, wenn es darauf ankommt.
HERAUSFORDERUNGEN. Das Einsatzgebiet der Bergrettung Leutasch umfasst im Norden das Wettersteingebirge mit Hochwanner, Teufelsgrat, Oberreintalschrofen, Scharnitzspitze, Schüsselkar, Leutascher Dreitorspitze, Öfelekopf und Wettersteinspitze, weiter das Ahrnmassiv mit Großer-, Mittlerer- und Ahrnplattenspitze. Im Süden grenzt es an das Gemeindegebiet von Seefeld und an die Nordseiten der Mieminger Kette mit Hohe Munde, Hochwand bis zur Igelspitze. „Der Bergsport hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert! Die Berge wurden als Breitensport entdeckt und somit steigen auch unsere Einsatzzahlen kontinuierlich“, so Ortstellenleiter Michael Strigl. „Die Ortsstelle Leutasch hat allein in den letzten zehn Jahren bei rund 300 Einsätzen über 2.100 Einsatzstunden geleistet“, so Ekkehard Wimmer (Landesleiter Bergrettung Tirol). In einer Zeit, in der die Berge immer beliebter werden und die Anforderungen an die Retter stetig steigen, sind Werte wie Zusammenhalt und Verlässlichkeit wichtiger denn je. Die Bergrettung Leutasch hat dies in den letzten 100 Jahren mehr als deutlich gezeigt und wird dies auch in den nächsten 100 Jahren tun. Um es mit Landeshauptmann Anton Mattle zu sagen: „Das besondere Jubiläum der Bergrettung Leutasch steht für ein Jahrhundert gelebter Solidarität, für Mut, Einsatzbereitschaft und vor allem für den selbstlosen Dienst am Nächsten.“

