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Auf den Viehweiden gelten wichtige Regeln

Vorsicht vor Mutterkühen, wenn ein Hund mitgeführt wird – Hirten appellieren: „Weidegatter immer schließen!“

Auf den Talweiden grasen bereits die ersten Rinder und Pferde, demnächst wird auch die Almsaison eröffnet. Die Telfer Gemeindegutagrargemeinschaften haben nun einen Aufruf gestartet, da Wanderer immer wieder die Gatter offen lassen. Und die tragische Kuhattacke unlängst in Osttirol, bei der ein Todesopfer zu beklagen war, hat einmal mehr gezeigt, dass wichtige Regeln unbedingt eingehalten werden sollten, wenn man auf Weiden den Weidetieren begegnet.
26. Mai 2026 | von Gebi G. Schnöll
Auf den Viehweiden gelten wichtige Regeln
Obfrau Barbara Jaud-Dollinger und Hirte Arnold Bacher appellieren an die Vernunft der Wanderer und Radfahrer, Weidegatter immer zu schließen und auf den Weiden stets Rücksicht auf das Weidevieh zu nehmen. Foto: Schnöll
Die Wandersaison ist angelaufen und mit den steigenden Temperaturen geht es nun auch für das Weidevieh auf „Sommerfrische“ in die Berge. Viele Wanderwege führen somit wieder über bewirtschaftete Almweiden – mit Potenzial für heikle Situationen. Was tun, wenn der Wanderweg über eine Almweide führt oder eine Kuhherde den Weiterweg versperrt? Was, wenn die Herde beunruhigt auf den mitgeführten Hund reagiert? Erst am vorletzten Sonntag wurde ein Ehepaar in Osttirol von einer Kuhherde attackiert. Der Österreichische Alpenverein gibt Empfehlungen, wie Wandernde riskante Situationen mit Weidetieren vermeiden und im Ernstfall richtig reagieren können. Wichtig sei es, den Kontakt zum Weidevieh zu vermeiden, die Tiere nicht zu füttern und sicheren Abstand zu halten. Auf jeden Fall sollte man sich ruhig verhalten, um das Weidevieh nicht zu erschrecken. Achtung! Mutterkühe beschützen ihre Kälber. Begegnungen von Mutterkühen und Hunden sollten unbedingt vermieden werden. Hunde sollte man generell immer unter Kontrolle halten und an der kurzen Leine führen. Ist ein Angriff durch ein Weidetier abzusehen: Den Hund sofort ableinen! Schon bei ersten Anzeichen von Unruhe der Tiere die Weidefläche zügig verlassen. Alarmsignale sind ein Senken des Kopfes sowie Scharren oder Brüllen.

WEIDEGATTER SCHLIESSEN. Auf den Weiden sind auch Zäune zu beachten. Falls Weidegatter angebracht sind, diese nutzen, danach wieder gut schließen und die Weide zügig queren. Auch die Hirten der Telfer Gemeindegutsagrargemeinschaften und Barbara Jaud-Dollinger, Obfrau der Gemeindegutsagrargemeinschaft Wildmoos, appellieren an die Wanderer, die Durchgänge zu Weiden stets zu schließen: „In den Bereichen Tannwiese, Wendelinus, Moritzen, Nachberg und Sauweide sowie Kupf, Kochental, Straßberg und Wasserwaal ist derzeit mit freilaufendem Weidevieh zu rechnen. Spaziergänger, Wanderer und Radfahrer werden daher um erhöhte Aufmerksamkeit und rücksichtsvolles Verhalten gebeten. Die Tiere halten sich dort frei auf, bis sie auf die Hochalm gebracht werden. Ein achtsamer Umgang trägt dazu bei, Mensch und Tier gleichermaßen zu schützen!“

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