Ausgleich durch Guthaben
Gemeinde Völs beschließt Budgetvoranschlag von 29,5 Millionen Euro mit drei Gegenstimmen
28. Jänner 2026 | von
Agnes Dorn
Im Zuge des Baus der Regionalbahn ab 2031 plant Völs auch die Errichtung eines Radwegs nach Kranebitten. Der Kreisverkehr müsste dafür versetzt werden. Foto: Dorn
Inklusive der Girostände in der Höhe von rund 2,8 Millionen Euro kann die Gemeinde Völs heuer mit einem Haushaltsplan von 29,5 Millionen Euro arbeiten. Einnahmenseitig wird dabei mit einer ähnlichen Höhe an Kommunalsteuer (3 Millionen Euro) und an Ertragsanteilen des Bundes (8,5 Mio.) gerechnet wie in den vergangenen beiden Jahren. Ausgabenseitig erhöhen sich jedoch Posten wie Transferzahlungen, Sozialleistungen, Krankenhausbeiträge oder Personalkosten. Die Gemeinde Völs hat über 200 Bedienstete unter Vertrag, für die die Kosten jährlich inzwischen zehn Millionen Euro und damit ein Drittel der Gesamtausgaben übersteigen. „Für das Finanzjahr 2026 konnte ein solides, ausgeglichenes Budget unter schwierigen Rahmenbedingungen erstellt werden. Umso erfreulicher ist es, dass wir dennoch wichtige Projekte umsetzen können“, betont Bürgermeister Peter Lobenwein in seiner Budgetrede. Das größte Projekt, das im heurigen Sommer gestartet werden soll, ist der Um- und Neubau des Bildungsstandorts Dorf. Für diesen sind heuer 1,7 Millionen Euro veranschlagt, für die ein Darlehen von 700.000 Euro aufgenommen werden muss. „Durch dieses Vorhaben kann in der Volksschule mehr Platz für den Unterricht, für die schulische Tagesbetreuung geschaffen und die Einrichtung auch zukunftsfitter gestaltet werden. Kindergarten und Kinderkrippe werden neu errichtet, der Turnsaal sowie die Bewegungsräume ebenso“, so Lobenwein. Der Abriss von Turnsaal, alter Feuerwehr und Schwesternhaus soll in den Sommerferien erfolgen. Mit dem Bau der Tiefgarage würde man dann im Oktober oder November starten, wenn alles planmäßig abläuft, skizziert der Dorfchef. Die rechtlich begleitete Ausschreibung für die Suche nach einem Generalunternehmen ist bereits für den Februar geplant.
WEITERE PROJEKTE. Ebenfalls im Sommer starten soll der Um- und Neubau des Bahnhofs Völs, der dadurch barrierefrei werden wird. Inklusive der Ausweitung der Unterführung Kranebitterstraße sind hierfür insgesamt 873.000 Euro, davon heuer 291.000 Euro, im Finanzplan veranschlagt. Die Umbauarbeiten sollen bis Anfang 2029 abgeschlossen sein. Der Tiefbrunnen in der Völser Au, der das Gemeindebudget über drei Jahre mit insgesamt zwei Millionen Euro belastete, wird im April oder Mai fertiggestellt. Auch die gemeinsame Quellfassung auf der Kemater Alm wurde bereits saniert. Nun muss noch die Wasserleitung ins Tal erneuert sowie ein Hochbehälter saniert werden. Die gemeindeeigenen Gebühren werden sich auch weiterhin trotz einer leichten Erhöhung im Vergleich im unteren Bereich bewegen und sind damit zum Beispiel beim Schwimmbad oder Eislaufplatz nicht kostendeckend. Beim Schwimmbad musste die Gemeinde im abgelaufenen Jahr einen Abgang von 240.000 Euro, beim Eislaufplatz von 100.000 Euro in Kauf nehmen.
RADWEG UND LÄRMSCHUTZ. Auf Antrag der Völser Grünen wurde nun ein Grundsatzbeschluss zur Mitfinanzierung eines Geh- und Radwegs entlang der Regionalbahntrasse gefasst, deren Bau in den Jahren 2031/32 starten soll. Man einigte sich dabei auf jene Variante um über eine Million Euro, die ohne beschrankten Bahnübergang, mit einer durchgängigen Breite von 3,5 Metern, einer durchgehenden Beleuchtung und mit nur geringen Steigungen zu verwirklichen wäre. Vom Land Tirol liegt bereits eine Förderzusage von 70 Prozent, vom TVB in der Höhe von 75.000 Euro, vor. Der Rest würde auf die Gemeinden Völs und Innsbruck entfallen, wobei von Seiten der Landeshauptstadt noch die Zustimmung fehlt. Außerdem müssten für den Streifen entlang der Regionalbahn noch Grundstücke mit einer Gesamtgröße von rund 700 Quadratmetern abgelöst werden und der Gesamtbetrag müsste von den beiden Gemeinden Völs und Innsbruck vorfinanziert werden. Im vergangenen Jahr gab es außerdem Gespräche mit der Asfinag bezüglich der Errichtung von Lärmschutzwänden an der Autobahn. Bei der einfachen Variante würden der Gemeinde keine Kosten entstehen, wie der Dorfchef erklärt. Das Projekt soll im April im Gemeinderat vorgestellt werden.
WEITERE PROJEKTE. Ebenfalls im Sommer starten soll der Um- und Neubau des Bahnhofs Völs, der dadurch barrierefrei werden wird. Inklusive der Ausweitung der Unterführung Kranebitterstraße sind hierfür insgesamt 873.000 Euro, davon heuer 291.000 Euro, im Finanzplan veranschlagt. Die Umbauarbeiten sollen bis Anfang 2029 abgeschlossen sein. Der Tiefbrunnen in der Völser Au, der das Gemeindebudget über drei Jahre mit insgesamt zwei Millionen Euro belastete, wird im April oder Mai fertiggestellt. Auch die gemeinsame Quellfassung auf der Kemater Alm wurde bereits saniert. Nun muss noch die Wasserleitung ins Tal erneuert sowie ein Hochbehälter saniert werden. Die gemeindeeigenen Gebühren werden sich auch weiterhin trotz einer leichten Erhöhung im Vergleich im unteren Bereich bewegen und sind damit zum Beispiel beim Schwimmbad oder Eislaufplatz nicht kostendeckend. Beim Schwimmbad musste die Gemeinde im abgelaufenen Jahr einen Abgang von 240.000 Euro, beim Eislaufplatz von 100.000 Euro in Kauf nehmen.
RADWEG UND LÄRMSCHUTZ. Auf Antrag der Völser Grünen wurde nun ein Grundsatzbeschluss zur Mitfinanzierung eines Geh- und Radwegs entlang der Regionalbahntrasse gefasst, deren Bau in den Jahren 2031/32 starten soll. Man einigte sich dabei auf jene Variante um über eine Million Euro, die ohne beschrankten Bahnübergang, mit einer durchgängigen Breite von 3,5 Metern, einer durchgehenden Beleuchtung und mit nur geringen Steigungen zu verwirklichen wäre. Vom Land Tirol liegt bereits eine Förderzusage von 70 Prozent, vom TVB in der Höhe von 75.000 Euro, vor. Der Rest würde auf die Gemeinden Völs und Innsbruck entfallen, wobei von Seiten der Landeshauptstadt noch die Zustimmung fehlt. Außerdem müssten für den Streifen entlang der Regionalbahn noch Grundstücke mit einer Gesamtgröße von rund 700 Quadratmetern abgelöst werden und der Gesamtbetrag müsste von den beiden Gemeinden Völs und Innsbruck vorfinanziert werden. Im vergangenen Jahr gab es außerdem Gespräche mit der Asfinag bezüglich der Errichtung von Lärmschutzwänden an der Autobahn. Bei der einfachen Variante würden der Gemeinde keine Kosten entstehen, wie der Dorfchef erklärt. Das Projekt soll im April im Gemeinderat vorgestellt werden.
