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Bestehende Infrastruktur erhalten

Hatting probiert, schwere Zeiten zu übertauchen, und setzt auf Einsparungen durch weitsichtige Energiepolitik

Natürlich muss auch die Gemeinde Hatting derzeit die Füße finanziell stillhalten. Momentan gehe es vorrangig darum, die bestehende Infrastruktur zu erhalten, betont Bürgermeister Dietmar Schöpf im Gespräch mit der RUNDSCHAU. „Das dämpft natürlich große Objekte in der Pipeline. Wir schauen, was dringend notwendig wird, und setzen Prioritäten“, erklärt Schöpf. Über 100.000 Euro hat Hatting in die Sanierung von Gemeindewegen und -straßen investiert. Als sehr gut abgewickeltes Projekt sieht der Bürgermeister die Sanierung und den Zubau an der Sprengel-Mittelschule Inzing.
29. Oktober 2025 | von Christina Hötzel
Bestehende Infrastruktur erhalten<br />
Bürgermeister Dietmar Schöpf vor dem Plan des Bauprojektes in der Nähe des Bahnhofs Hatting, mit 28 leistbaren Wohnungen. RS-Foto: Hötzel
Ende November erfolgen die Bauverhandlungen zu einem Wohnprojekt mit der TIGEWOSI in der Nähe des Bahnhofs. Dort sollen 28 leistbare Mietkauf-Wohnungen in drei Wohnobjekten geschaffen werden. Das Projekt ist zu 100 Prozent gefördert. Durch öffentliche Verkehrsmittel wären die Wohnungen gut zu erreichen. „Ich sehe einen großen Bedarf in der Hattinger Bevölkerung, besonders die Jungen haben starkes Interesse an Wohnraum“, meint der Bürgermeister. „Ich finde, das ist ein tolles Projekt und es ist nicht alltäglich, eine zu 100 Prozent geförderte Wohnanlage zu schaffen. Wir sind froh, der Hattinger Bevölkerung das Angebot für leistbaren Wohnraum stellen zu können.“ Die Bevölkerungszahlen der Gemeinde haben sich auf zirka 1.500 Bewohner in den letzten drei Jahren eingependelt. 

REDUZIERUNG DER ENERGIEKOSTEN. Erste positive Ergebnisse gibt es durch verschiedene Maßnahmen zur Energieeinsparung und Nutzung erneuerbarer Energien. Die Installation von Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Schule, des Gemeindesaals und des Sportheims wurde bereits umgesetzt. Diese Anlagen produzieren einen nicht unwesentlichen Teil des benötigten Stroms für die jeweiligen Gebäude und tragen so zur Reduzierung der Energiekosten bei. Im Zuge dessen erfolgte die Gründung der Erneuerbaren Energiegemeinschaft Hatting, kurz EEG, die es der Gemeinde ermöglicht, den produzierten Strom vor der Abgabe in das öffentliche Netz selbst zu nutzen. Bald wird es neue Informationen dazu geben, inwieweit die EEG sich für die Bevölkerung öffnet. Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf moderne LED-Technologie und die EEG bringen eine spürbare Einsparung bei den Energiekosten. „Die Straßenbeleuchtung ist um 2/3 günstiger und der Eigenverbrauch an Energie kann gut abgedeckt werden“, betont Schöpf.  Ein zielführendes, positives Investment.

INVESTITIONEN IN KINDERBETREUUNG ZAHLEN SICH AUS. Für die Kinderbetreuung und die Schulkinder ist ausreichend Platz vorhanden. „Wir haben in den letzten zehn bis 15 Jahren viel investiert. Das kommt uns jetzt zugute“, so der Bürgermeister. „Uns scheint auch wichtig, Gemeindekooperationen auf den Weg zu bringen. Durch das gemeindeübergreifende Arbeiten können wir Projekte umsetzen, die wir alleine nicht schaffen würden. Seit über zehn Jahren gibt es beispielsweise die Kooperation in der Ferien-Kinderbetreuung mit Polling und Pettnau. Ferner sei der Um- beziehungsweise Zubau der Mittelschule Inzing, ebenfalls ein Kooperationsprojekt der Schulsprengelgemeinden, sehr gut verlaufen, vor allem die thermische Sanierung, mit der es massive Einsparungen bei den Energiekosten gäbe. „Wir haben günstiger kalkuliert, als das, was es hinterher gekostet hat, und lagen 160.000 Euro unter dem Kostenvoranschlag. Das Ganze war ein sehr gut abgewickeltes Projekt. Im Hintergrund sind wir bereits jetzt mit dem Budget beschäftigt. Das Jahr 2026 wird sehr herausfordernd werden. Wir wollen aber nicht nur Pessimismus verbreiten, dann können wir auch recht schwere Zeiten gut übertauchen. Wir müssen nur darauf achten, dass kein Investitionsstau entsteht, der uns massiv überfordert.“ 

AKTIVES KULTURLEBEN. Die nächste große Veranstaltung ist das Hattinger Adventssingen im Gemeindesaal. Alle drei Jahre findet dies im großen Stil mit szenischen Darstellungen und verschiedenen Text- und Musikbeiträgen statt.

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