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Beutegreifer sind großes Problem der Jagd

Dutzende Risse im Winter in der Nähe von Wildfutterstellen, vor allem der Luchs bereitet den Jägern Sorgen

Kommendes Wochenende wird von der Jägerschaft mit der Trophäenschau in der WM-Tennishall in Seefeld der „Erntedank“ für das Jagdjahr 2025/26 gefeiert. Mehr als 3.000 Geweihe und Krickeln werden ausgehängt sein, ein eindrucksvoller Beweis für das funktionierende Jagdwesen in den Revieren des Jagdbezirkes Innsbruck-Land. Die Abschusserfüllung ist respektabel, Bezirksjägermeister Thomas Messner berichtet aber auch von Luchs, Goldschakal und Wolf, die in den Jagdrevieren immer mehr zum Problem werden.
24. März 2026 | von Gebi G. Schnöll
Beutegreifer sind großes Problem der Jagd
Mehr als 3.000 Trophäen sind am kommenden Wochenende in Seefeld ausgestellt. Ein Besuch der Trohäenschau lohnt sich. Foto: Schnöll
Bezirksjägermeister Thomas Messner ist voll des Lobes für die Jägerschaft, liegt die Abschusserfüllung beim Rotwild trotz schwieriger Bejagung doch bei 92 Prozent, beim weiblichen Rotwild (Zuwachsträger) ebenfalls bei 92 Prozent, beim Rehwild bei 91 Prozent und beim Gamswild bei 76 Prozent. „Der Klimawandel ist für die Jägerschaft generell eine große Herausforderung. Viele Wildtiere sind von Parasiten befallen, sie leiden unter Stress und das Wild bleibt wegen der milden Temperaturen bis tief in den Winter hinein in hohen Lagen, was die Bejagung erschwert“, erklärt Bezirksjägermeister Messner, der die Jagdpächter auch dazu aufruft, Verdachtsfälle von Parasitenbefall sofort der AGES zu melden. Im vergangenen Jagdjahr wurden bei Verkehrsunfällen insgesamt 199 Wildtiere (Hirsche, Rehe etc.) getötet, und es wurden 475 Stück Fallwild (Lawinen, gerissen von Beutegreifern) registriert. „Ein Dankeschön an die vielen Ehrenamtlichen bei den Nachsuchen und an die Jagdpächter, welche die Entsorgungskosten tragen“, lässt BJM Thomas Messner an dieser Stelle ausrichten.

PROBLEM BEUTEGREIFER. Der Idee, dass in bestimmten Regionen Tirols Windräder zur Stromerzeugung errichtet werden, kann Bezirksjägermeister Thomas Messner überhaupt nichts abgewinnen. „Der Tiroler Jägerverband spricht sich klar gegen solche Windkraftanlagen in bestimmten Gebieten aus“, so Messner. Ein weiteres Problem sieht er in den stark zunehmenden illegalen Drohnenflügen über Wäldern und Wiesen. „Solche Flüge stören das Wild und können bei Murmeltieren, Gämsen und beim Steinwild zum sogenannten Adlersyndrom führen“, weiß der Bezirksjägermeister. Was die großen Beutegreifer betrifft, seien derzeit der Luchs und der Goldschakal das größte Problem.

MEHR RÜCKSICHT GEGENÜBER DEN WILDTIEREN.  Der Massentourismus in den Wäldern und im alpinen Gelände macht dem Wild und der Jägerschaft weiterhin zu schaffen. „Es muss einfach mehr Rücksicht auf das Wild geübt werden, und es braucht Ruhezonen, in denen sich die Wildtiere ungestört aufhalten können“, fordert Messner einmal mehr. Ideal seien die Besucherlenkungen, die sich positiv auf die Wildruhezonen auswirken. Das Problem seien immer noch viele einheimische Tourengeher, die sich um die Ruhe des Wildes überhaupt nicht scheren.

PROGRAMM. Die Trophäenschau ist am Samstag, dem 28. März, ab 11 Uhr zugänglich. Der Festakt mit Festreden der Ehrengäste findet um 13 Uhr statt. Anschließend spielt die „Junge Völser Tanzlmusig“ auf. Am Sonntag, dem 29. März, öffnen sich die Türen um 9 Uhr, von 11 bis 15 Uhr Frühschoppen mit der „Sunnroan Musig“. Eintritt: freiwillige Spenden.
Beutegreifer sind großes Problem der Jagd
BJM Thomas Messner lobt die Jägerschaft. Foto: privat
Beutegreifer sind großes Problem der Jagd
Ein Luchs in der Nähe einer Wildfütterung im Wipptal. Foto: privat

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