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Die Idee einer PV-Anlage östlich von Telfs

GR Herbert Klieber kann sich vorstellen, dass man bis zu 350 Häuser mit sauberem Strom versorgen könnte

Der Telfer Gemeinderat Herbert Klieber (BLT) stellte kürzlich bei einem RUNDSCHAU-Gespräch seine Vision einer Photovoltaik-Anlage östlich von Telfs vor. Rund 350 Einfamilienhäuser könnten mit dem Strom aus der PV-Anlage versorgt werden. „Das Gelände östlich der Kläranlage und dem Ortsteil Platten, das im Besitz der ASFINAG ist, wäre ein idealer Platz für eine große PV-Anlage, besser könnten die Voraussetzungen nicht sein“, glaubt Klieber, der mit seiner Idee nun das Interesse bei eventuellen Investoren wecken will.
12. Mai 2026 | von Gebi G. Schnöll
Die Idee einer PV-Anlage östlich von Telfs
Herbert Klieber stellt sich eine PV-Anlage östlich von Telfs vor. Die Tiris-Karte rechts zeigt, wie hoch die Sonneneinstrahlung auf dem Areal ist. Foto: Schnöll
Als seinerzeit die A12 in Richtung Oberland gebaut wurde, musste westlich von Telfs, zwischen dem Klärwerk und dem Ortsteil Platten die Bundesstraße B171 ein Stück in Richtung Norden verlegt werden. Dafür wurde teilweise auch ein Hang abgesprengt. Oberhalb der so entstanden steilen Straßenböschung wurde auf einem schmalen Plateau ein Güterweg angelegt, oberhalb der Böschung, die von dem Plateau nach oben führt, wurde parallel ebenfalls ein Güterweg errichtet. Und auf dieser Böschung zwischen den zwei Güterwegen kann sich Herbert Klieber auf einer Fläche von rund 21.000 Quadratmetern eine Photovoltaik-Anlage vorstellen. „Das Grundstück wäre wegen der fast ganztägigen und ganzjährigen Sonneneinstrahlung der Idealfall. Wegen des Böschungswinkels gäbe es auf der gegenüberliegenden Talseite keine Blendungen, auf den PV-Elementen würde durch den Neigungswinkel kein Schnee hängen bleiben, außerdem wäre die Anlage von der A12 aus nicht sichtbar“, listet Herbert Klieber auf. Laut ihm könnten jährlich 1,2 bis 1,5 Gigawatt sauberer Strom erzeugt und damit bis zu 350 Einfamilienhäuser versorgt werden.

KAUM BÄUME, NUR WILDWUCHS.  Einen weiteren Vorteil sieht Herbert Klieber darin, dass es am Ende des Areals beim Telfer Ortsteil Platten bereits ein Umspannwerk der Tiwag gibt, in das der mit der PV-Anlage erzeugte Strom eingespeist werden könnte. Ein weiterer Vorteil ist der, dass es durch die Errichtung der Anlage zu keinem größeren Ein griff in die Natur kommen würde. Das bestätigt auch Ing. Reinhard Weiß, Leiter der Abteilung Forst- und Waldwirtschaft der Marktgemeinde Telfs. „Auf dem Areal gibt es kein verwertbares Holz, sondern lediglich Wildwuchs. Das Gelände würde sich für eine PV-Anlage bestens anbieten“, glaubt auch der Forstsachverständige.

BÜRGERBETEILIGUNG. Ob die ASFINAG das Areal überhaupt verkaufen oder verpachten würde, weiß Herbert Klieber noch nicht. Vorgefühlt hat er bei zuständiger Stelle jedenfalls schon. Was die Finanzierung der PV-Anlage betrifft, kann er sich ein Bürgerbeteiligunsgmodell vorstellen. „Das wäre sicherlich eine gute Sache. Aber auch für Investoren wäre dieses Projekt interessant“, sagt Klieber.
Die Idee einer PV-Anlage östlich von Telfs
Das ASFINAG-Areal, das sich für eine PV-Anlage anbieten würde, befindet sich zwischen den roten Umrandungen. Links davon die B 171, die A 12 und der Inn westlich des Telfer Ortsteils Platten. iris/Repro: Schnöll

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