Dornauer hat die SPÖ endgültig verlassen
Nicht ausgeschlossen, dass Ex-Landesparteichef der „Roten“ mit eigener Liste zur Landtagswahl 2027 antritt
28. April 2026 | von
Gebi G. Schnöll
Georg Dornauer musste die SPÖ verlassen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass er bei der Landtagswahl 2027 mit einer eigenen Liste antritt. Foto: Schnöll
„Der SPÖ-Landesparteivorstand ist nicht zuständig, das SPÖ-Landesparteigericht ist nicht unabhängig“, so kommentierte Georg Dornauer seinen Ausschluss aus der Tiroler SPÖ. Auch die Begründung für den Ausschluss sei nicht konkret und nur mangelhaft gewesen. Gegenüber der RUNDSCHAU erklärt Dornauer: „Der dem Ausschluss zugrunde liegende Antrag betreffend eines ausgleichenden Umgangs mit den Übergewinnen der TIWAG kann nicht der Grund sein. Genau diese Debatte hat den allgemein faireren Umgang mit Strompreisen im gesamten Bundesgebiet angestoßen und ist wohl alles andere als ein parteischädigendes Verhalten. Der Antrag, der letztlich vielen Tirolern zu faireren Strompreisen verholfen und eine bundesweite Debatte angestoßen hat, gefährdete keine Sekunde die Koalition in der Landesregierung. Es ging immer nur darum, den unbequemen Dornauer loszuwerden!“
ZWEIERLEI MASS. Den eigentlichen Anlass zu der SPÖ-internen Auseinandersetzung sieht Georg Dornauer in seinem Jagdausflug mit dem Großpleitier René Benko. „Der Jagdausflug war zugegebenermaßen ein Fehler. Ich habe aber weder für Benko interveniert, noch ihn beraten, noch war ich in einem seiner Gremien. Ich habe keinen einzigen Steuercent an ihn verloren. Und ich habe keine millionenschweren Rechnungen an ihn gestellt. Ich habe Benko nur privat getroffen, was sich im Nachhinein als Fehler herausstellte. Trotzdem musste ich alle meine Parteifunktionen und mein Regierungsamt zurücklegen“, so Dornauer, der in diesem Zusammenhang auch die Causa „Alfred Gusenbauer“ ins Spiel bringt. „Der Ex-SPÖ-Bundeskanzler hat René Benko teuer beraten und in den Jahren 2022/23 insgesamt fünf Millionen Euro in Rechnung gestellt. Gegen Gusenbauer wird wegen Untreue und Betrug (Anm.: Es gilt die Unschuldsvermutung!) ermittelt, von einem Ausschluss von Gusenbauer aus der SPÖ ist aber überhaupt keine Rede. In der SPÖ wird mit zweierlei Maß gemessen“, glaubt Dornauer und er ist der festen Überzeugung, dass es nicht mehr die SPÖ eines Bruno Kreiskys, eines Franz Vranitzkys, eines Hannes Androsch oder eines Helmut Zilks ist, die für ihn immer Motivation und Vorbilder waren. „Die Marke SPÖ lebt zwar noch vom Mythos jener großen Sozialdemokraten, sie lebt aber deren Geist und deren Interpretation der sozialdemokratischen Werte nicht mehr. In ihrer derzeitigen Ausrichtung und in ihrer zunehmend linken personellen Besetzung ist sie auf einem konsequenten Weg in die politische Bedeutungslosigkeit. Diesen Weg werde ich nicht mehr mitgehen“, so Dornauer.
TIROL-TOUR. Der Sellrainer ist sich sicher, dass ihn „gewisse SPÖ-Granden“ einfach loswerden wollten: „Das ist denen aber nicht gelungen. Man hat mich mit den Vorgängen um meine Person lediglich vom parteiinternen Kritiker zum politischen Mitbewerber gemacht. Ich werde keine weiteren Schritte mehr unternehmen und der SPÖ mit heutigem Tage endgültig den Rücken kehren. Kein leichter Schritt, wenn man ein halbes Leben lang für eine Gesinnungsgemeinschaft gekämpft und viel gegeben hat – und das auf dem für die Sozialdemokratie kargen Boden in Tirol eigentlich sehr erfolgreich –, wenn man durchaus erfolgreich war, als junger Bürgermeister, als Abgeordneter und auch als Regierungsmitglied. Wenn man dann mit solchen fadenscheinigen Begründungen aus dieser Gesinnungsgemeinschaft gedrängt wird, dann ist das natürlich auch menschlich sehr enttäuschend, auch wenn man sich über die Zeit etwas auseinandergelebt hat!“ Dornauer wird bis zur Landtagswahl 2027 freier Abgeordneter bleiben, das sei er seinen vielen Vorzugsstimmen aus der vergangenen Wahl, aber auch dem durchaus beeindruckenden Zuspruch verpflichtet. „Ich werde mich in naher Zukunft weiter intensiv als oppositioneller Beobachter dieser Landesregierung spürbar machen und mich insbesondere für faire Strompreise und leistbares Wohnen einsetzen. Geplant sind nun landesweit ca. 30 Gesprächsrunden mit dem Motto: ‚Red’ ma über Tirol‘, um meine politische Idee unter die Leute zu bringen und vor allem, um zu hören, wo den Tirolern der Schuh drückt. Anhand der daraus gewonnenen Erkenntnisse werde ich meine politischen Inhalte und auch meine politische Zukunft ausrichten“, so Georg Dornauer abschließend.
ZWEIERLEI MASS. Den eigentlichen Anlass zu der SPÖ-internen Auseinandersetzung sieht Georg Dornauer in seinem Jagdausflug mit dem Großpleitier René Benko. „Der Jagdausflug war zugegebenermaßen ein Fehler. Ich habe aber weder für Benko interveniert, noch ihn beraten, noch war ich in einem seiner Gremien. Ich habe keinen einzigen Steuercent an ihn verloren. Und ich habe keine millionenschweren Rechnungen an ihn gestellt. Ich habe Benko nur privat getroffen, was sich im Nachhinein als Fehler herausstellte. Trotzdem musste ich alle meine Parteifunktionen und mein Regierungsamt zurücklegen“, so Dornauer, der in diesem Zusammenhang auch die Causa „Alfred Gusenbauer“ ins Spiel bringt. „Der Ex-SPÖ-Bundeskanzler hat René Benko teuer beraten und in den Jahren 2022/23 insgesamt fünf Millionen Euro in Rechnung gestellt. Gegen Gusenbauer wird wegen Untreue und Betrug (Anm.: Es gilt die Unschuldsvermutung!) ermittelt, von einem Ausschluss von Gusenbauer aus der SPÖ ist aber überhaupt keine Rede. In der SPÖ wird mit zweierlei Maß gemessen“, glaubt Dornauer und er ist der festen Überzeugung, dass es nicht mehr die SPÖ eines Bruno Kreiskys, eines Franz Vranitzkys, eines Hannes Androsch oder eines Helmut Zilks ist, die für ihn immer Motivation und Vorbilder waren. „Die Marke SPÖ lebt zwar noch vom Mythos jener großen Sozialdemokraten, sie lebt aber deren Geist und deren Interpretation der sozialdemokratischen Werte nicht mehr. In ihrer derzeitigen Ausrichtung und in ihrer zunehmend linken personellen Besetzung ist sie auf einem konsequenten Weg in die politische Bedeutungslosigkeit. Diesen Weg werde ich nicht mehr mitgehen“, so Dornauer.
TIROL-TOUR. Der Sellrainer ist sich sicher, dass ihn „gewisse SPÖ-Granden“ einfach loswerden wollten: „Das ist denen aber nicht gelungen. Man hat mich mit den Vorgängen um meine Person lediglich vom parteiinternen Kritiker zum politischen Mitbewerber gemacht. Ich werde keine weiteren Schritte mehr unternehmen und der SPÖ mit heutigem Tage endgültig den Rücken kehren. Kein leichter Schritt, wenn man ein halbes Leben lang für eine Gesinnungsgemeinschaft gekämpft und viel gegeben hat – und das auf dem für die Sozialdemokratie kargen Boden in Tirol eigentlich sehr erfolgreich –, wenn man durchaus erfolgreich war, als junger Bürgermeister, als Abgeordneter und auch als Regierungsmitglied. Wenn man dann mit solchen fadenscheinigen Begründungen aus dieser Gesinnungsgemeinschaft gedrängt wird, dann ist das natürlich auch menschlich sehr enttäuschend, auch wenn man sich über die Zeit etwas auseinandergelebt hat!“ Dornauer wird bis zur Landtagswahl 2027 freier Abgeordneter bleiben, das sei er seinen vielen Vorzugsstimmen aus der vergangenen Wahl, aber auch dem durchaus beeindruckenden Zuspruch verpflichtet. „Ich werde mich in naher Zukunft weiter intensiv als oppositioneller Beobachter dieser Landesregierung spürbar machen und mich insbesondere für faire Strompreise und leistbares Wohnen einsetzen. Geplant sind nun landesweit ca. 30 Gesprächsrunden mit dem Motto: ‚Red’ ma über Tirol‘, um meine politische Idee unter die Leute zu bringen und vor allem, um zu hören, wo den Tirolern der Schuh drückt. Anhand der daraus gewonnenen Erkenntnisse werde ich meine politischen Inhalte und auch meine politische Zukunft ausrichten“, so Georg Dornauer abschließend.