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Elternvertreter starten Petition zu Umbau

Eltern von Völser Volksschülern fordern umfassende Sanierung des bestehenden Schulgebäudes

Die Gemeinde Völs plant einen Zubau der Volksschule. Die ursprünglich anvisierte Generalsanierung des Bestandsgebäudes wurde aus Kostengründen gestrichen, was nun die Elternvertreter dazu veranlasst hat, auf mein.aufstehn.at eine Petition zu starten.
25. November 2025 | von Agnes Dorn
Elternvertreter starten Petition zu Umbau<br />
Die Petition zum geplanten Bau des Bildungsstandorts Völs hat innerhalb weniger Tage fast 800 Unterschriften erhalten. Am Montag nach Redaktionsschluss wollten die Elternvertreter die Unterschriften dem Bürgermeister überreichen. Foto: Dorn

Anstelle einer Generalsanierung der bestehenden Volksschule plus Erweiterung soll nur noch die Erweiterung inklusive Errichtung einer Tiefgarage umgesetzt werden. Kostenpunkt: 17 Millionen Euro. Mit 33 Millionen Euro Gesamtkosten sei das Projekt finanziell nicht zu stemmen, zumal das Land bei dieser Höhe einer Förderung bereits die Absage erteilt habe, argumentierte Bürgermeister Peter Lobenwein, warum das Projekt „Bildungsstandort Völs“ nun in einer Light-Version in die Ausschreibung gehen solle.

SICHERHEIT WÄHREND BAUPHASE. Die nun angestrebte Teilsanierung des Bestands – die Sanitäranlagen sollen überholt werden, die Garderoben als eine Zentralgarderobe und andere Räumlichkeiten in den neuen Zubau übersiedeln – ist den Elternvertretern zu wenig, weshalb sie eine Petition gestartet haben, die zu Redaktionsschluss in wenigen Tagen immerhin knapp 800 Unterschriften aufweisen konnte. „Als Eltern wünschen wir uns, dass diese Sanierung so umgesetzt wird, dass Sicherheit, Unterrichtsqualität und ausreichende Kapazitäten für alle Kinder gewährleistet bleiben“, so die Begründung für den Aufruf, der an Bürgermeister, Gemeinde und Land gerichtet ist. Die Elternvertreter ersuchen in ihrer Petition die Gemeinde Völs, eine „umfassendere und sicherheitsorientierte Sanierung der Volksschule“ ins Auge zu fassen sowie ein Konzept mit „sicheren Zugängen und geeigneten Ausweichräumen“ zu erstellen. Während der Bauphase würde der Zugang über die Kranebitterstraße erfolgen, entgegnet Bürgermeister Peter Lobenwein. Das wäre ein sicherer und höchstens 500 Meter längerer Schulweg für ein Jahr.

KRITIK UND ERWIDERUNG. Derzeit müssten die Kinder auf einen Turnsaal während der Bauphase verzichten, so ein weiterer Kritikpunkt. Hier habe er schon eine Lösung gefunden, so der Dorfchef, der nähere Informationen zu einem späteren Zeitpunkt verspricht. Die Elternvertreter kritisieren außerdem, dass späterer zusätzlicher Bedarf an Schulräumen nicht langfristig berücksichtigt werde. Die Erweiterung sei für die nächsten zwei Jahrzehnte ausgelegt und würde leicht reichen, so Lobenwein. Im Bedarfsfall könne man außerdem noch das geplante Gebäude des Kindergartens zu einem späteren Zeitpunkt modular erweitern. Bei den Investitionen solle die Gemeinde „insbesondere im Verhältnis zur Tiefgarage“ mehr Augenmerk auf die kindlichen Bedürfnisse legen. Mit den kalkulierten 1,7 Millionen Euro für die Tiefgarage käme man bei der Sanierung des Altbestands auch nicht weit, sieht Lobenwein die Mehrkosten entspannt. „Die Chance für eine Tiefgarage wollen wir natürlich nutzen und das ist politisch auch so gewollt. Nachher werden wir diese Möglichkeit so leicht nicht mehr haben“, argumentiert er. Die Petition selbst sieht er als gutes Recht der Elternvertreter. Mit dem Zubau würde die Volksschule auf jeden Fall sehr dazugewinnen und ihm sei wichtig, das Projekt so bald als möglich anzugehen: „Was mich mit den Petitionsunterzeichnern verbindet, ist, dass ich auch möchte, dass wir alles neu machen, aber das spielt sich leider nicht. Die nächsten Jahre werden finanziell nicht besser. Mir ist wichtig, dass wir das jetzt in Angriff nehmen und nicht aufschieben, wie es manche fordern.“
Elternvertreter starten Petition zu Umbau<br />
Bürgermeister Peter Lobenwein versucht, die Bedenken zu entkräften. Foto: Dorn

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