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Escape-Room in Kematen

In Zusammenarbeit mit dem Kulturverein füllten Ehrenamtliche ein Haus mit Rätselspaß

In einem leerstehenden Haus im Zentrum von Kematen gibt es seit letzter Woche einen Escape-Room, der unter der Regie von Marlis Gstrein und mit Hilfe zahlreicher Kemater entwickelt und errichtet wurde. Über die Webseite kematenkenntsich.com können sich Rätselfreunde ab 14 Jahren anmelden und sich bis Ende Juni aus den Fängen des Escape-Rooms in der Bahnhofstraße 8 befreien.
19. Mai 2026 | von Agnes Dorn
Escape-Room in Kematen<br />
Bürgermeister Klaus Gritsch durfte mit seinen Leuten als Erster den Escape-Room ausprobieren. Foto: Dorn
„Wenn du eine Idee hast und du gehst zum Kulturverein, dann sagen sie sofort: ‚Wir unterstützen dich!‘ Und das ist natürlich super“, schwärmt Marlis Gstrein, die schon vor mehreren Jahren die Idee zum Escape-Room hatte und diesen nun in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein, dem sie selbst auch angehört, umgesetzt hat. In diesem Fall war aber nicht nur der Verein „Kematen Kennt Sich“ in das Projekt involviert, sondern zahlreiche andere Bürger der Gemeinde. Die Kommune stellte das leerstehende und vor Kurzem gekaufte Haus in der Bahnhofstraße für den Escape-Room zur Verfügung und so entwickelte sich das Projekt innerhalb einiger Monate zu einer Erfolgsgeschichte, die dank der ehrenamtlichen Arbeit aller Akteure auch noch sehr kostengünstig umgesetzt werden konnte.

EINE STUNDE SPANNUNG. Bei einem Escape-Room geht es darum, innerhalb einer vorgegebenen Geschichte Rätsel zu lösen und sich so Schritt für Schritt dem Ausgang zu nähern. Die Lösungen sind dabei im jeweiligen Raum versteckt. Gegenstände müssen gefunden und neu positioniert, Rechenaufgaben oder Denkrätsel gelöst werden. Dabei macht es besonders Spaß, wenn man den Escape-Room in der Gruppe besucht und gemeinsam die grauen Zellen rauchen lässt. In Kematen waren zwar viele unterschiedliche Personen in die Entwicklung des Escape-Rooms involviert, aber dadurch, dass jeder nur ein Rätsel kennt, bleibt der gesamte Escape-Room eine Herausforderung. Nur Marlis Gstrein und eine Handvoll Leute haben den Gesamtüberblick über die Geschichte, die sie von ihrem Office aus überwachen. Denn wie bei den kommerziellen Escape-Rooms auch gibt es Spielleiter, die über Video das Geschehen in den Räumen mitverfolgen und bei Bedarf Tipps geben. Denn wenn man gar nicht weiterweiß, kann man sich über Walkie-Talkie Hilfe holen. Die Geschichte zum Raum hat die 14-jährige Katharina Klebinder mitentwickelt, wodurch das gesamte Projekt zu einer generationenübergreifenden Initiative wurde. Die Geschichte spielt am Ende des Zweiten Weltkriegs und entsprechend ist auch der Raum ausgestattet, in dem aber viel unsichtbare Technik verbaut ist. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten, sondern allen Rätselfreunden und solchen, die es noch werden wollen, ans Herz gelegt, unbedingt den Kemater Escape-Room auszuprobieren. Einen Termin kann man auf der Seite kematenkenntsich.com buchen, wo auch über die anderen Aktivitäten des Kulturvereins berichtet wird.
Escape-Room in Kematen<br />
Auch beim Kemater Escape-Room geht es darum, den Raum nach Hinweisen abzusuchen und so die Rätsel zu lösen. Foto: Dorn
Escape-Room in Kematen<br />
Katharina Klebinder und Marlis Gstrein haben die Geschichte entwickelt. Foto: Dorn

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