Finanzlage ist erst ab 2030 wieder positiv
Seefeld beschließt negativen Haushalt, setzt aber auf mittelfristige Erholung
23. Dezember 2025 | von
Agnes Dorn
Der Voranschlag für das Budget 2026 sowie die mittelfristigen Finanzpläne wurden von der Seefelder Gemeinde einstimmig abgesegnet. Foto: Dorn
Mit einem Minus von rund einer Million Euro ist der Voranschlag der Gemeinde Seefeld mit etwas Beigeschmack zu genießen. Einer der Gründe dafür ist aber auch der Erhalt des Schwimmbads, das gemeinsam mit den WM-Sportanlagen inklusive beider Abgänge im heurigen Jahr über zwei Millionen Euro an Zuschuss erhalten hat. „Wir brauchen das Schwimmbad nicht zuzusperren, wir können es zahlen“, freut sich Bürgermeisterin Andrea Neuner über die nun gelungene Erhaltung. Zu den Kosten für die Sportanlagen kommen noch Infrastrukturprojekte rund um das Kanalnetz inklusive Kläranlage sowie im Straßenbau, die ebenfalls mit über zwei Millionen Euro an Kosten zu Buche schlagen. Auch die Kosten für die Kinderbetreuung in Kindergarten, Hort und Krippe steigen stetig an. Die Abgänge im Voranschlag sind jedoch dadurch zu rechtfertigen, dass sie mittels positiver Liquidität finanziert werden können, sprich, es ist genug Überschuss vorhanden, um die Differenz im Haushalt zu begleichen.
WEITERE KOSTEN FÜR FRIEDHOF UND PV-ANLAGE. „Wir haben zwar ein Minus, aber im letzten Jahr so brav gewirtschaftet, dass wir durch die Grundverkäufe in den nächsten vier Jahren safe sind. 2030 werden wir wieder gut dastehen“, fasst GR Johannes Norz den Finanzplan zusammen. Für die Abfallbeseitigungsanlage ist schon länger eine Überdachung mittels PV-Anlage geplant, deren Förderung mit 800.000 Euro an Bedarfszuweisung nun doch noch zugesagt wurde. Für die Dachsanierung des Friedhofs sowie die Erweiterung der Urnengräber sind außerdem 300.000 Euro budgetiert. Das örtliche Raumordnungskonzept der Gemeinde Seefeld läuft im Juli nächsten Jahres aus, weshalb man nun um eine Verlängerung von zwei Jahren ansuchen wird. In dieser Zeit soll dann das neue Konzept ausgearbeitet und im Februar 2028 schließlich vorgestellt werden.
GEMEINDEWERKE TELFS ÜBERNEHMEN ARBEIT. Die Instandhaltung des Klärwerks werden vorübergehend die Gemeindewerke Telfs GmbH (GWT) übernehmen, da die Stelle des Klärwärters besetzt werden muss und die neuen Klärwärter sich noch beide in Ausbildung befinden. Die Gemeinde Seefeld darf aber seit 1. Dezember mit Erlaubnis des Landes wieder selbst die Beprobungen durchführen, die sie vorher extern vergeben musste, was der Gemeinde zusätzliche Kosten verursachte. Den GWT wird nun für vier Jahre ab 1. Jänner 2026 die Betriebsführung im Ausmaß von zwei Stunden pro Woche sowie die Betriebsüberwachung im Ausmaß von fünf Stunden pro Woche übertragen. Zudem werden die GWT mit der Instandhaltung der Kläranlage beauftragt. „Laut einer Grobanalyse gibt es viele Dinge, die gemacht werden müssen. Zum Beispiel müssen komplette Bereiche mit Pumpen neu ausgestattet und Wartungen in den Schächten durchgeführt werden“, erläutert dazu die Dorfchefin und ihr Vize Anton Hiltpolt erklärt: „So eine Analyse haben wir vorher nicht gemacht und deshalb haben wir auch so viele Schäden gehabt.“
WEITERE KOSTEN FÜR FRIEDHOF UND PV-ANLAGE. „Wir haben zwar ein Minus, aber im letzten Jahr so brav gewirtschaftet, dass wir durch die Grundverkäufe in den nächsten vier Jahren safe sind. 2030 werden wir wieder gut dastehen“, fasst GR Johannes Norz den Finanzplan zusammen. Für die Abfallbeseitigungsanlage ist schon länger eine Überdachung mittels PV-Anlage geplant, deren Förderung mit 800.000 Euro an Bedarfszuweisung nun doch noch zugesagt wurde. Für die Dachsanierung des Friedhofs sowie die Erweiterung der Urnengräber sind außerdem 300.000 Euro budgetiert. Das örtliche Raumordnungskonzept der Gemeinde Seefeld läuft im Juli nächsten Jahres aus, weshalb man nun um eine Verlängerung von zwei Jahren ansuchen wird. In dieser Zeit soll dann das neue Konzept ausgearbeitet und im Februar 2028 schließlich vorgestellt werden.
GEMEINDEWERKE TELFS ÜBERNEHMEN ARBEIT. Die Instandhaltung des Klärwerks werden vorübergehend die Gemeindewerke Telfs GmbH (GWT) übernehmen, da die Stelle des Klärwärters besetzt werden muss und die neuen Klärwärter sich noch beide in Ausbildung befinden. Die Gemeinde Seefeld darf aber seit 1. Dezember mit Erlaubnis des Landes wieder selbst die Beprobungen durchführen, die sie vorher extern vergeben musste, was der Gemeinde zusätzliche Kosten verursachte. Den GWT wird nun für vier Jahre ab 1. Jänner 2026 die Betriebsführung im Ausmaß von zwei Stunden pro Woche sowie die Betriebsüberwachung im Ausmaß von fünf Stunden pro Woche übertragen. Zudem werden die GWT mit der Instandhaltung der Kläranlage beauftragt. „Laut einer Grobanalyse gibt es viele Dinge, die gemacht werden müssen. Zum Beispiel müssen komplette Bereiche mit Pumpen neu ausgestattet und Wartungen in den Schächten durchgeführt werden“, erläutert dazu die Dorfchefin und ihr Vize Anton Hiltpolt erklärt: „So eine Analyse haben wir vorher nicht gemacht und deshalb haben wir auch so viele Schäden gehabt.“
