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Flammeninferno im Herzen von Seefeld

Brand am Dachstuhl des „Hotel Klosterbräu“ verursachte Millionenschaden – Feuer entstand bei Bauarbeiten

Großalarm gab es am Montag vergangener Woche am Seefelder Plateau. Im Ortszentrum von Seefeld ist kurz nach 19 Uhr am Dachstuhl des bekannten Fünf-Sterne-Hotels „Klosterbräu“ ein Brand ausgebrochen. Die Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren waren innerhalb kürzester Zeit vor Ort und kämpften stundenlang gegen das Flammeninferno an. Ein Übergreifen des Feuers auf die Kirche konnte verhindert werden, am Hotel entstand jedoch Sachschaden in Millionenhöhe. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Feuer bei Bauarbeiten ausgebrochen ist.
21. April 2026 | von Gebi G. Schnöll
Flammeninferno im Herzen von Seefeld<br />
Ein Teil des weithin bekannten „Hotel Klosterbräu“ wurde ein Raub der Flammen. Das Feuer ist vermutlich durch Bauarbeiten ausgelöst worden. Foto: Schnöll
Insgesamt standen in der Nacht zum Dienstag vergangener Woche rund 400 Einsatzkräfte von 32 Feuerwehren im Einsatz. Der Einsatzschwerpunkt lag im Bereich der Dachkonstruktion. Die Brandbekämpfung gestaltete sich aufgrund der Bauweise sowie der eingeschränkten Zugänglichkeit als äußerst herausfordernd. Zusätzlich galt es, die direkt an das Gebäude angebaute Pfarrkirche zu schützen, was den Einsatzkräften durch einen massiven Wassereinsatz auch gelungen ist. Zur Lokalisierung und Bekämpfung von Glutnestern musste die Dachhaut des brennenden Hotels an mehreren Stellen geöffnet werden. Zusätzlich erschwerten am Dach montierte Photovoltaik-Module die Löscharbeiten, da diese teilweise demontiert werden mussten, um einen Löscherfolg zu erzielen. Zeitweise standen vier Hubrettungsfahrzeuge parallel im Einsatz, um eine umfassende Brandbekämpfung von außen sicherzustellen und den Zugang zu schwer erreichbaren Bereichen zu ermöglichen. Während der Löscharbeiten mussten aus zwei nahegelegenen Hotels auch rund 150 Gäste evakuiert und vorübergehend in der WM-Tennishalle versorgt werden.

SCHWIERIGER LÖSCHEINSATZ. „Die Lage war aufgrund der Bauweise und der Brandausbreitung im Dachbereich äußerst anspruchsvoll. Insbesondere die Kombination aus schwer zugänglichen Bereichen und der notwendigen Öffnung der Dachkonstruktion verlangte den Löschkräften alles ab“, schilderte Landesfeuerwehrinspektor René Staudacher kurz nach dem Großeinsatz. Dankesworte an die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettung und Polizei kamen auch von Landesfeuerwehrkommandant Jakob Unterladstätter: „Ein Einsatz dieser Größenordnung zeigte einmal mehr die Schlagkraft und die hervorragende Zusammenarbeit unserer Feuerwehren. Mein Dank gilt allen eingesetzten Kräften, die unter schwierigsten Bedingungen herausragendes geleistet haben!“ Landeshauptmann Anton Mattle stellte in einer Aussendung fest: „Auf unsere Sicherheitsstruktur ist in Tirol Verlass. Die Gemeindeeinsatzleitung und auch das Landes-Warn- und Lagezentrum, die Feuerwehren, die Rettungs- sowie Sicherheitskräfte arbeiten Hand in Hand und sorgen dafür, dass in einer solchen Ausnahmesituation rasch, professionell und wirksam geholfen wird!“ Im Zuge des Großeinsatzes ist von der Seefelder Gemeindeeinsatzleitung auch eine AT-Alerts-Warnung ausgelöst worden. „Dass der AT-Alert in diesem Zusammenhang gut funktioniert hat, ist ein wichtiger Beitrag zur Information und Sicherheit der Bevölkerung“, so Sicherheitslandesrätin Astrid Mair.
   
BRANDURSACHE NOCH UNKLAR.
  Die Erhebungen zur Brandursache wurden vom LKA Tirol in Zusammenarbeit mit Brandermittlern des Bundeskriminalamtes sowie Brandermittlern des Bezirkspolizeikommandos Innsbruck durchgeführt. Brandstiftung wird ausgeschlossen, der Brandausbruchsbereich konnte von den Brandermittlern auf die Decke des zweiten Obergeschosses eingegrenzt werden, an der von mehreren Firmen Abrissarbeiten durchgeführt wurden. Die Höhe des Schadens kann derzeit noch nicht beziffert werden. Die Hoteliersfamilie Seyrling möchte das Hotel jedenfalls so rasch wie möglich wiedereröffnen und sie bedankt sich bei allen Einsatzkräften, bei der Einsatzleitung sowie bei allen anderen freiwilligen Helfern für die großartige Unterstützung.
Flammeninferno im Herzen von Seefeld<br />
Rund 400 Feuerwehreinsatzkräfte kämpften gegen die Flammen an. Foto: Schnöll
Flammeninferno im Herzen von Seefeld<br />
Ein Übergreifen der Flammen auf die Pfarrkirche konnte glücklicherweise verhindert werden. Foto: Schnöll

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