Für den Extremeinsatz bereit
Tiroler RK-Katastrophenhelfer üben den Ernstfall
Georg Newesely
10. September 2026
Einsatzkräfte aus allen Tiroler Bezirken probten gemeinsam die koordinierte Versorgung von Verletzten bei Großunfällen. Foto: Georg Newesely
Am vergangenen Wochenende verwandelte sich der Großraum Hall und Wattens in ein Übungsareal für den Ernstfall. Im Zuge eines Katastropheneinsatz-Lehrgangs führte dort nämlich das Landesrettungskommando des Roten Kreuzes Tirol eine Großübung durch. Unter den hunderten Einsatzkräften probten zahlreiche Teilnehmer aus allen Tiroler Bezirken den koordinierten Katastropheneinsatz. Die rund 350 Einsatzkräfte und 100 Verletztendarsteller standen zwei Tage lang im Dauereinsatz. Und die Einsatzszenarien, darunter ein Murenabgang, schwere Verkehrsunfälle, Evakuierungen, ein Chlorgasaustritt und eine Massenschlägerei, waren durchwegs realistisch. „Die Ausbildung zu Spezialisten für die Katastrophenhilfe des Roten Kreuzes ist aktueller denn je“, meint Landesrettungskommandant Martin Dablander, „Extremwetterbedingungen, Naturereignisse, aber auch Konflikte zwingen uns, vorbereitet zu sein und unsere Mitarbeiter sorgfältig auf diese besonderen Herausforderungen vorzubereiten.“
Bezirksübergreifende Zusammenarbeit. „Extremwetterbedingungen und Naturereignisse zwingen uns, intensiv vorbereitet zu sein“, betont Landesrettungskommandant Martin Dablander die Aktualität der Ausbildung. Dass Teilnehmer aus allen Tiroler Bezirken gemeinsam übten, ist im Ernstfall von unschätzbarem Wert. Bei Großereignissen müssen die Einsatzkräfte tirolweit wie Zahnräder ineinandergreifen. Neben dem Roten Kreuz waren auch die Feuerwehren der Abschnitte Hall und Wattens, die Polizei, die Wasserrettung sowie die Bergrettung in die Großübung eingebunden. Man blickt auf ein forderndes, aber höchst erfolgreiches Wochenende zurück.






