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„Gesundheit. Zukunft. Du.“

Kick-off der Jugendgesundheitskonferenz Innsbruck-Land in Telfs

Kinder und Jugendliche haben das Recht, gesund aufzuwachsen. Zum Auftakt der diesjährigen Jugendgesundheitskonferenz Innsbruck-Land lud das Land Tirol vergangenen Mittwoch in den Rathaussaal Telfs. Diese Konferenzen finden in Tirol zum zweiten Mal statt. Unter dem Motto „Gesundheit. Zukunft. Du.“ werden Projekte zum Themenkreis Jugend und Gesundheit mit maximal 500 Euro unterstützt. Ziel ist es, die Gesundheitskompetenz und Chancengerechtigkeit bei Tiroler Jugendlichen im Alter von zwölf bis 20 Jahren zu fördern und zu stärken.
29. April 2026 | von Christina Hötzel
„Gesundheit. Zukunft. Du.“
Tipps und Tricks zum Gesundbleiben möchte LR Cornelia Hagele Kindern und Jugendlichen mit auf den Weg geben. Foto: Hötzel
„Gerade das nahe Umfeld bietet vielfältige Möglichkeiten, die Gesundheitskompetenz junger Menschen zu fördern. Daher setzen wir mit den Jugendgesundheitskonferenzen direkt in der Lebenswelt der Jugendlichen an – in der Gemeinde, im Bezirk. Es ist unser Ansinnen, jungen Menschen mitzugeben, etwas für ihren Körper zu tun“, erklärte Gesundheits-Landesrätin Cornelia Hagele. Eines der Schwerpunktthemen ist die psychosoziale Gesundheit der Kinder und Jugendlichen. Die Finanzierung erfolgt über Vorsorgemittel des Bundes von 2024 bis 2028. In jedem Tiroler Bezirk wird mindestens eine Konferenz organisiert. In Tirol werden sie von der POJAT in Kooperation mit dem Land Tirol als Projektträger durchgeführt. „Das Thema Gesundheit geht Bund, Länder und Kommunen gleichermaßen an. Gerade die Gemeinden sind aber besonders nahe an den Jugendlichen. Prävention ist das Gebot der Stunde, und diese Projekte liefern dafür wichtigen Input. Bewusstseinsbildung hilft zudem, langfristig Folgekosten im Gesundheitsbereich zu reduzieren. Dass wir als größte Gemeinde im Bezirk Austragungsort der Konferenz sind, freut mich besonders“, meinte Bürgermeister Christian Härting.

Kinder und Jugendliche mit einbinden. Dafür sprach sich Jugendanwalt Lukas Trentini aus.  „Es geht darum, mit Jugendlichen zu sprechen und ihre Meinung zu hören und zu achten. Ihre psychische Gesundheit ist zum Teil schlecht. Hinsichtlich Bildschirmzeit und Social Media wird sich in den nächsten Jahren viel zum Thema Regulation tun.“ Martina Steiner, Geschäftsführerin POJAT, gab Einblick in aktuelle Erkenntnisse zur Lebenssituation der Zwölf- bis 20-Jährigen in Tirol. Rund ein Drittel der Jugendlichen habe mit gesundheitlichen Belastungen zu kämpfen, zudem sei die Beschwerdelast sozial ungleich verteilt. Junge Frauen, diversgeschlechtliche und sozial benachteiligte Jugendliche zeigten die größte Belastung. So seien etwa 36 Prozent schlecht gelaunt oder gereizt. 31 Prozent hätten Einschlafprobleme. Gesundheitskompetenz sei sehr eng mit dem Konzept Empowerment verbunden. Viele junge Menschen hätten Schwierigkeiten, passende Unterstützung zu finden, wenn es ihnen nicht gut gehe. Jugendeinrichtungen – darunter Schulen, Vereine und Einrichtungen der offenen Jugendarbeit – erhalten mithilfe einer Projektunterstützung die Möglichkeit, Aktivitäten und Maßnahmen zur Stärkung der Gesundheitskompetenz Jugendlicher umzusetzen. Die Einreichung von Projektideen ist ab sofort möglich. Alle Informationen finden sich auf jugendgesundheit.tirol
„Gesundheit. Zukunft. Du.“
Jugendanwalt Lukas Trentini möchte Kindern und Jugendlichen auf Augenhöhe begegnen. Foto: Hötzel
„Gesundheit. Zukunft. Du.“
Versammelte Kompetenz: Gut 100 Jugendarbeiter, Lehrkräfte und Personen verschiedener Organisationen kamen in den Rathaussaal. Foto: Hötzel

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