Im Herbst nehmen die Wildunfälle rasant zu
Die Wildtiere ziehen sich nun wieder in niedrige Tallagen zurück – auf den Straßen steigt damit die Unfallgefahr
29. Oktober 2025 | von
Gebi G. Schnöll
Im Herbst steigt in den Tallagen die Gefahr von Wildwechsel. Vorsicht ist geboten.
Foto: TJV/Die Naturknipser
Foto: TJV/Die Naturknipser
Besonders häufig von Wildunfällen betroffen sind Rehe. Allein im Jahr 2024 wurden in Tirol 1.418 Unfälle mit Schalenwild gemeldet. Darunter 1.220 Rehe, 182 Stück Rotwild und 16 Stück Gamswild. „Die Dunkelziffer liegt allerdings sicherlich noch deutlich höher, insbesondere weil Füchse, Marder oder Vögel und kleinere Tiere noch nicht in der Statistik enthalten sind. Österreichweit sterben jährlich rund 77.000 Wildtiere im Straßenverkehr – statistisch gesehen alle sieben Minuten ein Tier. Pro Unfall entstehen durchschnittlich Schäden von etwa 2.500 Euro“, weiß man beim Tiroler Jägerverband. Besonders hoch sei das Risiko in der Dämmerung und nachts, wenn die Wildtiere aktiver sind. „Im Herbst fällt diese Aktivitätsphase oft mit den Hauptverkehrszeiten zusammen, weshalb in dieser Zeit besondere Vorsicht geboten ist. Es gibt jedoch keinen Monat ohne Wildunfälle, daher sollte insbesondere neben Feldern, im Wald und in der Nähe von Gärten besonders achtsam gefahren werden!“
UNFÄLLE MIT WILD UNBEDINGT MELDEN. Um Unfälle zu verhindern oder zu vermeiden, sind auf Streckenabschnitten mit erhöhtem Risiko gezielte Präventionsmaßnahmen zum Schutz von Mensch und Tier besonders wichtig. Dazu zählen Wildschutzzäune, Grünbrücken und Wildtiertunnel ebenso wie Wildwarntafeln und spezielle Wildwarngeräte, die Wildtiere durch optische und akustische Signale vor herannahenden Fahrzeugen warnen. Im Rahmen des Projekts „Wildwarner“, das gemeinsam vom Land Tirol und dem Tiroler Jägerverband umgesetzt wird, werden seit 2014 jährlich 4.000 Stück Wildwarner in Tirol montiert. Autofahrer sollten in bekannten Wildwechselbereichen die Geschwindigkeit reduzieren, bremsbereit fahren und den Sicherheitsabstand vergrößern. Taucht Wild auf der Fahrbahn auf, gilt: bremsen, abblenden und mehrmals kräftig hupen. Kommt es dennoch zu einer Kollision, muss die Unfallstelle abgesichert und umgehend die Polizei oder, falls bekannt, der zuständige Jagdaufseher verständigt werden, auch wenn das verletzte Tier weiterläuft. Bei Wildunfällen, bei denen das Tier danach flüchtet, könnte sich das verletzte Tier in einem „Wundbett“ in der Nähe befinden und an seinen Verletzungen elendiglich zugrunde gehen. Meldungen von Wildunfällen sind zudem für die statistische Erfassung der Unfälle wichtig, um herauszufinden, wo typische Wildwechsel- und Unfallstellen sind, um dort gezielt Maßnahmen zu setzen und Wildwarner anzubringen. Auch im Sinne des Tierschutzes sind sofortige Meldungen essenziell, um verletzte Tiere schneller zu bergen und künftig bessere Präventivmaßnahmen setzen zu können.
DÄMMERUNG, BRUNFT UND FUTTERSUCHE SORGEN FÜR ERHÖHTES UNFALLRISIKO. Im Herbst erhöht sich das Risiko um ein Vielfaches, Wild auf der Straße zu begegnen. Gründe dafür sind die früher einbrechende Dämmerung ebenso wie die höhere Zahl an Wild in tieferen Lagen, die vor dem einbrechenden Winter auf Futtersuche sind. LH-Stv. Josef Geisler und Landesjägermeister Anton Larcher appellieren daher an alle Verkehrsteilnehmer, besonders aufmerksam zu fahren. Laut KFV wurden in Tirol im Jahr 2024 insgesamt 21 Wildunfälle mit Personenschäden dokumentiert – über 1.400 Wildtiere wurden getötet. „Unfälle mit Wild können fatale Folgen haben. Insbesondere im Frühjahr und Herbst steigt die Wahrscheinlichkeit, Wild auf den Straßen zu begegnen. Umso wichtiger ist es, in neuralgischen Bereichen aufmerksam zu bleiben und die Fahrweise anzupassen, um schnell reagieren zu können. Um Mensch und Tier zu schützen, setzen wir zudem in Zusammenarbeit mit dem Jägerverband auf Wildwarnreflektoren und Wildwarngeräte auf den Tiroler Straßen“, so LH-Stv. Geisler.
UNFÄLLE MIT WILD UNBEDINGT MELDEN. Um Unfälle zu verhindern oder zu vermeiden, sind auf Streckenabschnitten mit erhöhtem Risiko gezielte Präventionsmaßnahmen zum Schutz von Mensch und Tier besonders wichtig. Dazu zählen Wildschutzzäune, Grünbrücken und Wildtiertunnel ebenso wie Wildwarntafeln und spezielle Wildwarngeräte, die Wildtiere durch optische und akustische Signale vor herannahenden Fahrzeugen warnen. Im Rahmen des Projekts „Wildwarner“, das gemeinsam vom Land Tirol und dem Tiroler Jägerverband umgesetzt wird, werden seit 2014 jährlich 4.000 Stück Wildwarner in Tirol montiert. Autofahrer sollten in bekannten Wildwechselbereichen die Geschwindigkeit reduzieren, bremsbereit fahren und den Sicherheitsabstand vergrößern. Taucht Wild auf der Fahrbahn auf, gilt: bremsen, abblenden und mehrmals kräftig hupen. Kommt es dennoch zu einer Kollision, muss die Unfallstelle abgesichert und umgehend die Polizei oder, falls bekannt, der zuständige Jagdaufseher verständigt werden, auch wenn das verletzte Tier weiterläuft. Bei Wildunfällen, bei denen das Tier danach flüchtet, könnte sich das verletzte Tier in einem „Wundbett“ in der Nähe befinden und an seinen Verletzungen elendiglich zugrunde gehen. Meldungen von Wildunfällen sind zudem für die statistische Erfassung der Unfälle wichtig, um herauszufinden, wo typische Wildwechsel- und Unfallstellen sind, um dort gezielt Maßnahmen zu setzen und Wildwarner anzubringen. Auch im Sinne des Tierschutzes sind sofortige Meldungen essenziell, um verletzte Tiere schneller zu bergen und künftig bessere Präventivmaßnahmen setzen zu können.
DÄMMERUNG, BRUNFT UND FUTTERSUCHE SORGEN FÜR ERHÖHTES UNFALLRISIKO. Im Herbst erhöht sich das Risiko um ein Vielfaches, Wild auf der Straße zu begegnen. Gründe dafür sind die früher einbrechende Dämmerung ebenso wie die höhere Zahl an Wild in tieferen Lagen, die vor dem einbrechenden Winter auf Futtersuche sind. LH-Stv. Josef Geisler und Landesjägermeister Anton Larcher appellieren daher an alle Verkehrsteilnehmer, besonders aufmerksam zu fahren. Laut KFV wurden in Tirol im Jahr 2024 insgesamt 21 Wildunfälle mit Personenschäden dokumentiert – über 1.400 Wildtiere wurden getötet. „Unfälle mit Wild können fatale Folgen haben. Insbesondere im Frühjahr und Herbst steigt die Wahrscheinlichkeit, Wild auf den Straßen zu begegnen. Umso wichtiger ist es, in neuralgischen Bereichen aufmerksam zu bleiben und die Fahrweise anzupassen, um schnell reagieren zu können. Um Mensch und Tier zu schützen, setzen wir zudem in Zusammenarbeit mit dem Jägerverband auf Wildwarnreflektoren und Wildwarngeräte auf den Tiroler Straßen“, so LH-Stv. Geisler.
