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Kematen angelt wieder einen Großbetrieb

Firmenzuwachs im „Gewerbepark Tirol Center“ strafft den schon runzlig aussehenden Gemeindesäckel

Kematen ist bei den Einnahmen von Kommunalabgaben zwar bestens aufgestellt, dennoch wird heuer bei den Ausgaben eingespart, wo es geht. Wichtige Investitionen sind im Budgetvoranschlag 2025 aber dennoch vorgesehen. Veranschlagt wurden im Budgetplan 2025 bei den Einnahmen 15.040.200 Euro und Ausgaben in Höhe von 15.055.400 Euro. Und noch eine gute Nachricht: Der Lebensmittel-Großhändler „Transgourmet“ will sich im „Gewerbepark Tirol Center“ ansiedeln, was etliche Arbeitsplätze und dem Gemeindesäckel auch ein erfreuliches Plus an Kommunaleinnahmen bringen soll.

25. Feber 2025
Kematen angelt wieder einen Großbetrieb
Zuwachs im „Gewerbepark Tirol Center“: Die Firma „Transgourmet“ wird sich dort ansiedeln, der Grundankauf von der Familie Marsoner soll laut Bürgermeister Gritsch bereits abgewickelt sein. RS-Foto: Schnöll
„Wir befinden uns seit dem vergangenen September bei den Ausgaben auf Sparkurs. Konsolidierung lautet bei uns das Schlagwort. Wichtige Investitionen werden aber dennoch getätigt“, erläuetert Bürgermeister Klaus Gritsch. Die Gemeinde Kematen ist, was die Wirtschaftsbetriebe betrifft, zwar bestens aufgestellt, die Einnahmen von 3,3 Millionen Euro aus Kommunalabgaben und Einnahmen von 3,7 Millionen Euro aus den Gemeindeertragsanteilen lassen aber dennoch keine Jubelstimmung aufkommen. „Uns geht es wie fast jeder anderen Gemeinde auch. Die Inflation trifft auch uns hart und lässt bei den Ausgaben nur wenig Spielraum offen“, sagt Gritsch.

HOHE AUSGABEN. Im Investitionsplan 2025 sind unter anderem Ausgaben in Höhe von rund 500.000 Euro für die Quellfassung auf der Kemater Alm enthalten, ca. 350.000 Euro sind für die Anschaffung von Gemeindefahrzeugen (Auto, Traktor, Anhänger etc.) vorgesehen, etwa 300.000 Euro fließen in die Infrastruktur (Wasser, Kanal, LWL) und weitere 200.000 Euro in den Straßen- und Radwegbau. Die größten Brocken bei den Ausgaben sind die Transferzahlungen an das Land Tirol und die Gemeindeverbände in Höhe von rund 4,8 Millionen Euro sowie die Personalkosten (Anm.: ohne Beschäftigte vom gemeindeeigenen  E-Werk und den Sozialeinrichtungen) in Höhe von ca. 4,6 Millionen Euro. Die Jugend-, Schul und Kinderbetreuungseinrichtungen unterstützt die Gemeinde mit ca. 1,6 Millionen Euro. „Außer der Photovoltaikförderung wurden im Budgetplan 2025 keine Förderungen gestrichen“, unterstreicht Dorfchef Klaus Gritsch.

SCHULDENTILGUNG. Laut dem Bürgermeister sollen heuer rund 1,2 Millionen Euro Schulden getilgt werden. Der Schuldenstand beträgt derzeit ca. 14,1 Millionen Euro. „Wir haben aber auch Vermögen“, betont der Bürgermeister, der sich über einen Betriebszuwachs im „Gewerbepark Tirol Center“ freut.  Der Lebensmittel-Großhändler  „Transgourmet“ mit Hauptsitz in Traun (OÖ) wird  demnächst einen Standort  errichten, der mehrere Arbeitsplätze bringen soll. Wie viele das sind, will Bürgermeister Klaus Gritsch allerdings noch nicht verraten.
Kematen angelt wieder einen Großbetrieb
Bürgermeister Klaus Gritsch setzt den Sparstift an. RS-Foto: Schnöll

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