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Mehr Raum für die Kinder

Quartiersentwicklung in Pfaffenhofen zugunsten der jüngsten Gemeindebürger

Bei der Gemeindeversammlung in der vergangenen Woche wurde in Pfaffenhofen das Siegerprojekt des Architektenwettbewerbs für das Haus der Kinder vorgestellt. Die Planungen des Architekturbüros Bogenfeld sehen einen Erhalt des Bestands mit mehreren Erweiterungen sowie die Adaptierung der Freiflächen, weg von Verkehrs- hin zu Aufenthaltsflächen, vor.

22. September 2026
Mehr Raum für die Kinder
Die Architekten Gerald Zehetner und Birgit Kornmüller präsentierten gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Schmid das Konzept für das Haus der Kinder. Foto: Dorn

Nachdem die Gemeinde Pfaffenhofen sich dazu entschlossen hatte, das Areal rund um Volksschule und Kindergarten weiterzuentwickeln, wurde ein Prozess in Gang gesetzt, der schließlich in einem europaweiten Wettbewerb gipfelte. 42 Architekturbüros lieferten Konzepte ab, die eine große Bandbreite an Ideen für die Zukunft der Bildungsinstitutionen der Gemeinde beinhalteten. Die Aufgabenstellung umriss dabei die Erweiterung der Kinderkrippe, des Kindergartens und der Volksschule, die Unterbringung der Bücherei sowie die Außenraumgestaltung des geplanten Areals. Vom Abriss und Neubau bis zur sanften Adaptierung des Bestandsgebäudes waren dabei die unterschiedlichsten Projekte vertreten, von denen eine Jury schließlich in zwei Stufen im Juli das Siegerprojekt kürte. „Wir leisten uns da keinen Luxus. Wir wollen eine zeitgemäße Schule und einen schönen Dorfplatz“, fasst Bürgermeister Andreas Schmid das 8,1 Millionen Euro teure Projekt zusammen.

SIEGERPROJEKT: BOGENFELD. Als Pluspunkte bei der Bewertung wurden von der Jury beim Siegerprojekt angeführt, dass die einzelnen Nutzungseinheiten jeweils auf einer Ebene untergebracht und die Außenräume qualitätsvoll gestaltet sind sowie dass das Gesamtprojekt in mehrere Bauetappen umgesetzt werden kann. Auch die Funktionalität der Nutzungseinheiten wurde von der Jury hervorgehoben. „Es war eine knifflige Aufgabe, dass alle Einheiten ein bisschen was dazu bekommen sollen. Wir wollten auch nachhaltig mit der bestehenden Substanz umgehen“, erläuterte Architektin Birgit Kornmüller bei der Gemeindeversammlung die Herangehensweise an das Konzept. Dank der unterschiedlichen Erweiterungen der einzelnen, über Jahrzehnte gewachsenen Gebäudeteile werden zukünftig sowohl die Volksschule als auch der Kindergarten sowie die externen Einheiten wie Bücherei oder Musikraum ein eigenes Stockwerk für sich beanspruchen können.

QUARTIERSENTWICKLUNG. Auch im Außenbereich des Areals wird sich einiges ändern: So werden eine der beiden im Westen verlaufenden Straßen sowie der Parkplatz dazwischen zu Aufenthaltsflächen und einem neuen Dorfspielplatz umfunktioniert und der neue Baukörper des Kindergartens wird um einen Dachgarten erweitert. Die Kinderkrippe erhält einen geschützten Garten, der direkt an die Gruppenräume anschließt. Neben einer neugeschaffenen Kiss&Ride-Fläche wird es auch oberhalb des Gebäudekomplexes weiterhin die Möglichkeit zum Parken geben. Derzeit führt die Gemeinde Verhandlungen mit dem Land über die Finanzierung und hofft auf einen Baustart im nächsten Jahr.
Mehr Raum für die Kinder
Die Pläne der beiden Architekten sehen einen großzügigen Einbezug der Umgebung ins Areal vor.
Mehr Raum für die Kinder
Neben den anderen 16 eingereichten Projekten wurde auch das Siegerprojekt der Öffentlichkeit vorgestellt. Foto: Dorn

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