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Pflegetheater und Job-Speeddating prämiert

Gütesiegel „Berufsorientierung Plus“ ging auch an die PTS-Telfs, die zwei Telfer Mittelschulen und die MS Seefeld

Ein Hauskrankenpfleger radelt von Klient zu Klient, kümmert sich bei Bauchschmerzen und verbindet einen Finger – die Hauptdarsteller dieser Show: Handpuppen, geführt von Schülerinnen und Schülern der Polytechnischen Schule (PTS) Telfs. Ein Beispiel dafür, dass Berufsorientierung an Tirols Schulen heute weit über klassischen Unterricht hinaus stattfindet. Wie gut das an verschiedenen Standorten auf vielfältige Art und Weise gelingt, zeichnete das Land Tirol kürzlich im Parissaal des Landhauses aus: 16 Schulen erhielten das Gütesiegel „Berufsorientierung Plus“.

27. Oktober 2026
Pflegetheater und Job-Speeddating prämiert<br />
Bei der Verleihung des Gütesiegels im Landhaus (v. l.): Christian Biendl (Bildungsdirektion für Tirol), LR Cornelia Haazeichneten Schulen. Foto: Land Tirol/Saxl
Seit dem Schuljahr 2025/26 werden mit einem Sonderpreis besonders innovative, neuartige oder auch unkonventionelle Ansätze in der Berufsorientierung ausgezeichnet. Er ist mit 1.000 Euro dotiert und ging heuer erstmals an die PTS Telfs. Das interaktive Puppentheater richtet sich an Volksschulkinder zwischen sechs und acht Jahren. Sie lernen den Pflegeberuf spielerisch kennen und verlieren Berührungsängste. Gespielt
wird es von neun Schülerinnen und Schülern des Gesundheits- und Sozialzweigs der PTS Telfs, die damit ihr eigenes künftiges Berufsfeld an Jüngere weitergeben. Die Idee stammt von der Pflegeexpertin Larissa Pöschl, umgesetzt wurde das Stück gemeinsam mit Lehrer Stefan Wirtenberger. In kurzen Szenen zeigen die Jugendlichen typische Tätigkeiten einer Pflegefachkraft, etwa Körperpflege, Verbandswechsel oder das Überprüfen der Vitalzeichen. „Das Pflegetheater zeigt, wie früh Berufsorientierung beginnen kann: Jugendliche geben ihr Wissen an Kinder weiter und machen Lust auf einen Beruf, der gebraucht wird. Ich gratuliere der PTS Telfs sehr herzlich zum Sonderpreis“, so Bildungslandesrätin Hagele. „Berufsorientierung macht jungen Menschen Mut, ihren eigenen Weg zu gehen. Die ausgezeichneten Schulen vermitteln hier mit großem Einsatz – und manche beschreiten dabei ganz bewusst neue Wege. Dafür danke ich allen Lehrkräften und gratuliere herzlich zum Gütesiegel“, betonte Hagele. Die Schulen dürfen das Gütesiegel „Berufsorientierung Plus“ drei Jahre lang führen und erhalten von der Arbeiterkammer Tirol, der Wirtschaftskammer Tirol, der Landwirtschaftskammer Tirol sowie dem Österreichischen Gewerkschaftsbund und der Industriellenvereinigung Tirol ein Preisgeld von insgesamt 5.000 Euro.

GÜTESIEGEL FÜR TELFS UND SEEFELD. Welche Bandbreite an kreativen Berufsorientierungs-Ideen es gibt, zeigen weitere Projekte: An der Mittelschule Telfs Anton Auer führten Schüler der dritten Klassen beim „Job-Speeddating“ dreiminütige Gespräche mit Vertretern von Betrieben und weiterführenden Schulen. Dafür gestalteten sie vorab Visitenkarten mit ihren Stärken und Interessen. 94 Prozent der Schüler gaben danach an, einen konkreteren Plan für ihre Zukunft zu haben. Auch die Mittelschule Telfs, Dr. Aloys Weissenbach, erhielt ein Gütesiegel. Den Sieg in der Kategorie Mittelschulen holte sich die Mittelschule Seefeld. 
Pflegetheater und Job-Speeddating prämiert<br />
Beim Pflegetheater folgen die Zuseher einem Hauskrankenpfleger bei seiner Arbeit, seine Patienten sind Handpuppen. Foto: Archiv/ Hötzel

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