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Positive Sommerbilanz für Tirols Tourismus

Urlaubsland Tirol bleibt gefragt und der Tourismus blickt zuversichtlich in die Wintersaison

Das Urlaubsland Tirol bleibt gefragt. Nach fünf von sechs Monaten der aktuellen Sommersaison steht bei Übernachtungen und Gästeankünften ein Plus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu Buche. Positiv hat sich auch die Wertschöpfung entwickelt. Die Aussichten für den Winter sind ebenfalls von Optimismus geprägt. Die stabile Entwicklung der Branche sei allerdings keine Selbstverständlichkeit, betonen Touristiker. Beim Pressegespräch in Innsbruck zeigten sich Tourismuslandesrat Mario Gerber, der Marketingleiter und Prokurist der Tirol Werbung, Patricio Hetfleisch, und WirtschaftskammerTirol-Spartenobmann Tourismus & Freizeitwirtschaft, Alois Rainer, zuversichtlich – trotz der zahlreichen Herausforderungen.
29. Oktober 2025 | von Christina Hötzel
Positive Sommerbilanz für Tirols Tourismus<br />
Patricio Hetfleisch, Mario Gerber und Alois Rainer (v. l.) zeigten sich zufrieden mit der Tirol-Tourismus-Bilanz der Sommersaison und blicken zuversichtlich Richtung Winter. RS-Foto: Hötzel
Tirols Tourismus hat in der aktuellen Sommersaison, die am 31. Oktober zu Ende geht, erfolgreich den verschiedenen Herausforderungen getrotzt. Egal, ob schwieriges wirtschaftliches Umfeld oder verregneter Juli: Die Anziehungskraft des Urlaubslandes Tirol ist ungebrochen hoch. Nach fünf von sechs Monaten der aktuellen Sommersaison – Mai bis September repräsentieren rund 90 Prozent der gesamten Sommernächtigungen – weist Tirols Tourismusstatistik 20,8 Millionen Übernachtungen aus. Diese haben damit gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent zugenommen. Ebenfalls positiv hat sich die Gästezahl entwickelt: 5,9 Millionen Ankünfte ergeben ein Plus von 3,7 Prozent. Einen Wermutstropfen stellt die Aufenthaltsdauer dar: Mit durchschnittlich 3,5 Tagen sind die Urlauber in der bisherigen Sommersaison um 0,1 Tage weniger lang geblieben als im Vorjahr. „Die Gäste verreisen öfter und bleiben kürzer“, bringt es Tirols Tourismuslandesrat Mario Gerber auf den Punkt. Er sieht den Ganzjahrestourismus als Schlüssel zum Erfolg, es gebe keine abgehackte Wintersaison. Fleißige Familienbetriebe seien stets um Innovationen bemüht und böten hochwertige Arbeitsplätze ohne hohe Fluktuation. Zufrieden stimmt ihn der Blick auf die wirtschaftliche Bilanz: „Gute Zahlen bei Nächtigungen und Ankünften sind erfreulich, eine positive Entwicklung bei der Wertschöpfung ist hingegen essenziell“, so Gerber. Die hat nach einer ersten Berechnung des MCI Tourismus um 2,63 Milliarden Euro zugenommen. Das entspricht einem inflationsbereinigten Wachstum von zwei Prozent. Dieses Ergebnis deckt sich auch mit dem saisonalen Tourismusbarometer, einer repräsentativen Umfrage unter Tirols Unterkunftsbetrieben. Darin zeigen sich 63 Prozent der befragten Betriebe mit dem wirtschaftlichen Erfolg in der aktuellen Sommersaison zufrieden, 20 Prozent sogar sehr zufrieden. Lediglich zwölf Prozent zeigen sich nicht zufrieden. „Diese Zahlen dürfen allerdings nicht über die verschiedenen Herausforderungen hinwegtäuschen, mit denen die Branche konfrontiert ist, wie die weiterhin steigenden Kosten“, macht Tirols Tourismuslandesrat deutlich.

UNTERM STRICH BLEIBT VIELFACH ZU WENIG ÜBRIG. Unterm Strich bleibt Vielfach zu wenig Übrig. Ambivalent fällt die Analyse von Alois Rainer, Spartenobmann für Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Tirol, zur bisherigen Sommersaison aus: „Die aktuellen Zahlen belegen, wie leistungsfähig unsere Tourismusbetriebe sind und wie attraktiv und konkurrenzfähig unser Angebot am internationalen Markt auftritt. Allerdings kann die Ertragslage damit nicht Schritt halten. Aufgrund der weiterhin wachsenden Kosten bleibt unterm Strich vielfach zu wenig übrig.“ Die aktuelle Tourismusbilanz macht die Bedeutung der Kernmärkte deutlich: Die Nächtigungen aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz liefern zusammen 80 Prozent der gesamten Nächtigungen im bisherigen Sommer. „Besonders freut uns, dass das Interesse der Tirolerinnen und Tiroler an Urlaub im eigenen Land weiterhin steigt“, hält Tirol-Werbung-Marketingleiter Patricio Hetfleisch fest. 400.000 Nächtigungen bedeuten ein leichtes Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit ist Tirol nicht nur die wichtigste Herkunftsregion innerhalb der österreichischen Bundesländer, sondern liegt auch vor Märkten wie Frankreich (350.000 Übernachtungen) oder dem Vereinigten Königreich (330.000 Übernachtungen). „Zudem zeigt die aktuelle Bilanz, dass die in der Tourismusstrategie Tiroler Weg forcierte Entwicklung hin zu einem ausgeglichenen Ganzjahrestourismus Früchte trägt“, analysiert Hetfleisch. Positiv sieht Gerber, dass sich EU-Tourismuskommissar Apostolos Tzitzikostas bei seinem Tirolbesuch für Einheimischentarife in bestimmten EU-Regionen ausgesprochen hat. „Wenn ein Kommissar das in den Mund nimmt, geht da auch einiges weiter. Besonders sind die Tarife für Kinder, die DNA des Skifahrens, wichtig“, betonte er.

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