Seit 1992 Weinbaupionier in Telfs
In Telfs gibt es einige Kleinweinbauern, Siegfried Kluibenschedl ist einer von ihnen und sprach mit der RUNDSCHAU
Seit dem Jahr 1992 baut Siegfried Kluibenschedl, als Hobby, Wein in Telfs an. Auf dem Weinberg in Kapf (in der Nähe der Wendelinus-Kapelle) hat der Weinpionier 300 Weinstöcke und an der Bahnhofstraße 10 weitere 100 Weinstöcke. Kluibenschedl betreibt den Weinbau zusammen mit seinem Sohn Andreas. In Telfs gibt es auch noch weitere Weinbauern, die hauptsächlichen Sorten sind Zweigelt, Merlot und Blauburgunder, aber auch resistente Sorten wie Regent oder Solaris. Einige Kollegen bauen auch Riesling an.
6. Oktober 2026
Siegfried Kluibenschedl (hier bei der diesjährigen Weinlese) baut seit 1992 hobbymäßig auf einer Fläche von etwa 2.500 Quadratmetern Wein in Telfs an. Foto: Stefan Dietrich
Heuer war ein besonders gutes Jahr. Der Weinbauer erwartet eine Rekordqualität. Die Trauben werden von ihm und seinen Helfern in allen Arbeitsschritten professionell weiterverarbeitet bis zum Endprodukt. Besonders freut Kluibenschedl, dass Telfer Künstler wie Heinrich Tilly oder Sepp Schwarz ihm während der Jahre Etiketten für seinen Wein entworfen haben. Der 2022 verstorbene Tilly habe sogar scherzhaft gesagt: „Jetzt ist es aus mit den Fabriken, jetzt werden wir zu Weinbauern.“
Lange Geschichte des Tiroler Weinbaus. Im Jahr 1998 hat Siegfried Kluibenschedl einen Text über den Weinanbau in Nordtirol verfasst, in dem er auch der Geschichte des Weinbaus in Telfs nachgeht. Der erschien in der Hauszeitschrift „Kontakte“ der Katholischen Hochschule. Der Weinbau in Telfs wurde auch schon 1288 in einer Urkunde erwähnt. Graf Meinhard hatte sich vom tributpflichtigen Telfs Hektoliter Wein liefern lassen, erzählt der ehemalige Lehrer. Nordtirol sei aber noch viel länger Weinbaugebiet gewesen. Eine Urkunde von 965 nenne den Weinbau in Sautens im vorderen Ötztal. Den Ausschank des eigenen Weines nutzte Kluibenschedl früher auch für den guten Zweck. Die Erträge des Pfarrbuschenschanks in Telfs (unter anderem im Kranewitterstadl) flossen in die Unterstützung einer Pfarre und Schule in Nordkamerun. „Das tue ich zwar jetzt nicht mehr, bin aber immer noch mit dem Pfarrer der Gemeinde in Kontakt“, erklärt er.
Lange Geschichte des Tiroler Weinbaus. Im Jahr 1998 hat Siegfried Kluibenschedl einen Text über den Weinanbau in Nordtirol verfasst, in dem er auch der Geschichte des Weinbaus in Telfs nachgeht. Der erschien in der Hauszeitschrift „Kontakte“ der Katholischen Hochschule. Der Weinbau in Telfs wurde auch schon 1288 in einer Urkunde erwähnt. Graf Meinhard hatte sich vom tributpflichtigen Telfs Hektoliter Wein liefern lassen, erzählt der ehemalige Lehrer. Nordtirol sei aber noch viel länger Weinbaugebiet gewesen. Eine Urkunde von 965 nenne den Weinbau in Sautens im vorderen Ötztal. Den Ausschank des eigenen Weines nutzte Kluibenschedl früher auch für den guten Zweck. Die Erträge des Pfarrbuschenschanks in Telfs (unter anderem im Kranewitterstadl) flossen in die Unterstützung einer Pfarre und Schule in Nordkamerun. „Das tue ich zwar jetzt nicht mehr, bin aber immer noch mit dem Pfarrer der Gemeinde in Kontakt“, erklärt er.
Christina Hötzel 






