„Uns ist ein Riesenstein vom Herzen gefallen“
Die Aushubdeponie in Flaurling ist endgültig vom Tisch – das Projekt hatte die Gemeinde jahrelang beschäftigt
12. Mai 2026 | von
Christina Hötzel
Das Büro für Geotechnik und Wasserbau aus Innsbruck hatte vor mehr als drei Jahren um die Erlaubnis angesucht, die Bodenaushubdeponie am Flaurlingberg, im Weiler Bärfall, zu errichten. Sie sollte ein Ausmaß von 55.000 Kubikmetern erhalten und hätte auf 100.000 Kubikmeter erweitert werden können. Die 16.000 Quadratmeter große Fläche gehört einer Privatperson aus dem Nachbarort. Der Großteil der Flaurlinger war sofort gegen das Projekt. Neben der Verkehrsbelastung mit täglich maximal 60 LKW-Fahrten durch den Ort, sah die Gemeinde auch die Gefahr für Muren. Das gesamte Gebiet ist geologisch als braune Rutschzone ausgewiesen. Entscheidend war auch ein Gutachten der Wildbach- und Lawinenverbauung, welches einen Ablenkdamm gefordert hatte, den die Firma nicht für erforderlich hielt. Ebenfalls sei das geplante Retentionsbecken viel zu klein gewesen, über welches das Wasser in den Bach abgeleitet worden wäre. Auch ein zweites Gutachten fiel negativ aus.
MIT HÄNDEN UND FÜSSEN GEWEHRT. Die Gemeinde durfte lediglich zum Projekt Stellung nehmen, bei der letzten Verhandlung war Praxmarer sogar persönlich dabei und tat ihre Bedenken kund. Aber auch der Gemeinderat, die Anrainer und der Großteil der Flaurlinger Bürger seien gegen das Projekt gewesen. „Mein Dank gilt den Nachbarn der geplanten Deponie, den Landwirten und allen, die geholfen haben und sich mit Händen und Füßen gewehrt haben“, betont die Bürgermeisterin. Die Bürger hatten auch eine auf der Gemeinde aufliegende Unterschriftenliste unterzeichnet. Die Idylle am Flaurlingberg wäre nachhaltig zerstört worden und es hätte auf dem 2,90 Meter breiten Zufahrtsweg auch keine Ausweichmöglichkeiten für die LKWs gegeben. Ferner hat die Gemeinde schon jetzt ein Problem mit dem Durchgangsverkehr im Dorf. Deponien seien zwar notwendig, aber sowohl in Telfs als auch in Unterperfuss gibt es diese bereits.
MIT HÄNDEN UND FÜSSEN GEWEHRT. Die Gemeinde durfte lediglich zum Projekt Stellung nehmen, bei der letzten Verhandlung war Praxmarer sogar persönlich dabei und tat ihre Bedenken kund. Aber auch der Gemeinderat, die Anrainer und der Großteil der Flaurlinger Bürger seien gegen das Projekt gewesen. „Mein Dank gilt den Nachbarn der geplanten Deponie, den Landwirten und allen, die geholfen haben und sich mit Händen und Füßen gewehrt haben“, betont die Bürgermeisterin. Die Bürger hatten auch eine auf der Gemeinde aufliegende Unterschriftenliste unterzeichnet. Die Idylle am Flaurlingberg wäre nachhaltig zerstört worden und es hätte auf dem 2,90 Meter breiten Zufahrtsweg auch keine Ausweichmöglichkeiten für die LKWs gegeben. Ferner hat die Gemeinde schon jetzt ein Problem mit dem Durchgangsverkehr im Dorf. Deponien seien zwar notwendig, aber sowohl in Telfs als auch in Unterperfuss gibt es diese bereits.