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Verkehrslärm hat merkbar abgenommen

Lärmschutzmaßnahmen an der A 12 bei Zirler Weilern Eigenhofen und Dirschenbach ließen Lärmpegel deutlich sinken

In den Zirler Weilern Eigenhofen und Dirschenbach wurden in den vergangenen Jahren umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und zur Reduktion der Lärmbelastung umgesetzt bzw. sind noch in Planung. Das Maßnahmenpaket ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen der „Dorfgemeinschaft Eigenhofen-Dirschenbach“, der Marktgemeinde Zirl, dem Land Tirol und der ASFINAG. Dienstag vergangener Woche wurde in der „Arena Eigenhofen“ Lärmbilanz gezogen und Ausblick gehalten.
14. April 2026 | von Gebi G. Schnöll
Verkehrslärm hat merkbar abgenommen
Setzten sich für Lärmschutz ein: ASFINAG-Regionalleiter Günter Fritz, Wolfgang Graf, Obmann der DG Eigenhofen-Dirschenbach, Landesrat René Zumtobel, Bgm. Thomas Öfner und Alexander Peer (DG-Gruppe Lärm, v.l.) Foto: Schnöll
Die Dorfgemeinschaft Eigenhofen–Dirschenbach war ein zentraler Impulsgeber für die Umsetzung der Lärmschutzmaßnahmen an der A 12. „Über viele Jahre hinweg haben wir auf die Lärmbelastungen durch den Autobahnverkehr aufmerksam gemacht. Ziel war und ist eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität sowie eine sichere Verkehrssituation für alle Generationen“, schilderte Alexander Peer, der Obmann der „Dorfgemeinschaft Eigenhofen-Dirschenbach“, bei einem Besuch von Verkehrslandesrat René Zumtobel in der „Arena Eigenhofen“.  Mit dabei waren auch der bei der ASFINAG für Lärmschutzprojekte zuständige Regionalleiter Günter Fritz und der Zirler Bürgermeister Thomas Öfner, der um Jahre zurückblickte. „Die Marktgemeinde Zirl hat bereits im Juli 2022 einstimmig beschlossen, die Anliegen der Bewohner der Zirler Weiler Eigenhofen und Dirschenbach betreffend Verkehrslärm und Verkehrssicherheit vollinhaltlich zu unterstützen. Diesen Beschluss hat die Marktgemeinde Zirl an das Land Tirol herangetragen und damit die Aufforderung verbunden, die neue EU-Richtlinie bzgl. Lärmschutz in eine Landesverordnung umzuwandeln, wie dies auch in anderen Bundesländern in Österreich bereits erfolgt ist“, erläuterte der Dorfchef.

KONSTRUKTIVES ZUSAMMENSPIEL. Verkehrslandesrat René Zumtobel übernahm von Landesseite eine zentrale Rolle in der Koordination und Umsetzung der inzwischen erfolgten Maßnahmen. In enger Abstimmung mit allen Beteiligten und Verantwortlichen wurde ein Gesamtpaket geschnürt, das sowohl kurzfristige Verbesserungen als auch mittel- und langfristige Maßnahmen umfasst. Verkehrslandesrat René Zumtobel „Die Maßnahmen zur Verkehrssicherheit und Lärmreduktion in Eigenhofen und Dirschenbach zeigen für mich eines ganz klar: Wenn engagierte Bürger konstruktiv mit den Verantwortlichen auf Landes-, Bezirks- und Gemeindeebene sowie in diesem Fall mit dem Autobahnbetreiber ASFINAG zusammenarbeiten, können zufriedenstellende Lösungen zur Verbesserung der Lebensqualität erreicht werden. Ich freue mich sehr, dass wir hier mit unseren Partnern ein Maßnahmenpaket schnüren und gemeinsam für die Menschen umsetzen konnten.“

LÄRMPEGEL PASST, NUN NOCH MEHR SICHERHEIT AUF DER B 171. Lärmschutz ist für die ASFINAG hinsichtlich der Erhöhung der Lebensqualität für Autobahnanrainer ein wesentliches Thema.  „Wir wissen, dass Tirol eine besondere Topografie aufweist und im Brennerkorridor viel Verkehr hat. Deswegen hat Tirol auch eine Sonderstellung bei der Finanzierung von Lärmschutz. In den kommenden Jahren stellen wir 110 Millionen Euro allein für den Lärmschutz bereit – eine Investition in die Lebensqualität, eine Investition für kommende Generationen. Wir erweitern die Lärmschutzfläche von aktuell 57.000 auf knapp 169.000 Quadratmeter“, schilderte ASFINAG-Regionalleiter Günter Fritz.  Beim Gesamtprojekt Zirl, Inzing, Dirschenbach und Eigenhofen erfolgte die Erhöhung und Verlängerung des Lärmschutzes in einem stets eng abgestimmten Weg mit Gemeinde, Land und der Bürgerinitiative. „Die hier investierten acht Millionen Euro sind für uns gut angelegtes Geld, weil die Bevölkerung dadurch geschützt wird. 12.000 Quadratmeter an Lärmschutzwandfläche bedeuten mehr Lebensqualität für Dirschenbach und Eigenhofen.“ Der Dezibelpegel ist in Eigenhofen und Dirschenbach durch die Lärmschutzmaßnahmen erfreulicherweise gesunken, nun stehen noch Maßnahmen zur Verkehrssicherheit auf der B 171 an.

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