Zehn Jahre Achterbahnfahrt bei Föger
Stefan Föger und Hannes Haffner: Vom Generationswechsel zur Zukunftsgeneration im Einrichtungshaus
Der siebte Föger Sommertalk stand am vergangenen Freitag unter dem Motto „10 Jahre 3. Generation“. Stefan Föger und Hannes Haffner beschrieben ihre Achterbahnfahrt von der Übernahme des Einrichtungshauses als geschäftsführende Gesellschafter über dessen Weiterentwicklung, Corona und Lockdown, explodierende Energiepreise und Inflation, Wohnbaukrise und das Lieferantensterben. Trotz dieser spannenden, schwierigen Zeiten sei Föger aber durchaus erfolgreich gewesen. „Die letzten zehn Jahre haben Föger unternehmerisch erwachsen gemacht: stabiler, bewusster, digitaler, energieorientierter und klarer positioniert“, sind sich die beiden Geschäftsführer einig.
23. Juni 2026
Stefan Föger und Hannes Haffner beim siebten Föger Sommertalk. Foto: Hötzel
„Es waren spannende Zeiten. Wo andere vielleicht einen Weg nach unten eingeschlagen haben, schlagen wir momentan eher den Weg nach oben ein“, freute sich Stefan Föger. 2025 wurde positiv abgeschlossen mit einer Erlössteigerung von plus 8,35 Prozent. Die erfolgreiche Werte-Kampagne aus der Kika-Schließung wurde thematisch erweitert: „Wir haben 314 Sofas“ und „KI kann nicht probesitzen“. Sie würden sich allerdings gewiss nicht darüber freuen, wenn wieder ein Betrieb, vor allem ein familiengeführter, weniger wäre. Ein Unternehmen zu führen, sei kein konstanter Weg, weil es nicht ständig linear nach oben ginge. Es gäbe halt Ups and Downs, man müsse Entscheidungen treffen und Risiken eingehen und sich dabei oft auf das Bauchgefühl verlassen. „Wir denken viel darüber nach, wo sich die Gesellschaft hin entwickelt, wie tickt der Mensch, wohin geht das ganze digitale/KI-Thema, da haben wir auch eine klare Meinung.“ Das Unternehmen setzt auf eine Kombination aus stationärem Handel und digitalere Präsenzen. Manche Kunden säßen Samstag auf der Couch und würden sich mittels KI und 3D-Simulation ein komplettes Wohnzimmer planen lassen. KI könne stark in der Planung und Visualisierung sein, aber dann käme eben doch der Punkt mit dem Probesitzen. Bei den Auftragseingängen habe man 2025 im Vergleich zum Vorjahr, entgegen der Marktsituation und der Situation bei vielen Mitbewerbern, ein Plus von 17,3 Prozent verzeichnen können. Dabei sieht Föger genug Potenzial in der Region. Zwar kämen auch Online-Anfragen, ein Sofa beispielsweise nach Berlin zu schicken, das hielten sie aber für wenig sinnvoll.
Gutes Arbeitsumfeld. Hier setzt das Einrichtungshaus auf flexible Arbeitszeitmodelle, interne Ausbildung, Teamkultur und Handwerkertag. Im vergangenen Jahr gab es 16 Jubilare mit 435 Jahren Föger-Geschichte. Rund 130 Mitarbeiter und eine Stamm-Mannschaft von 80 Prozent hätte das Unternehmen. Den Blick nach vorne richte man auch mit der PV-Anlage, die das Dach fast vollständig belegt und rund 750.000 Kilowattstunden pro Jahr liefert, und dem Einsatz von E-Mobilität mit acht betrieblichen Ladepunkten und der elektrischen Verkaufsflotte mit acht Fahrzeugen. Kundenladestationen stehen in den Startlöchern.
Gutes Arbeitsumfeld. Hier setzt das Einrichtungshaus auf flexible Arbeitszeitmodelle, interne Ausbildung, Teamkultur und Handwerkertag. Im vergangenen Jahr gab es 16 Jubilare mit 435 Jahren Föger-Geschichte. Rund 130 Mitarbeiter und eine Stamm-Mannschaft von 80 Prozent hätte das Unternehmen. Den Blick nach vorne richte man auch mit der PV-Anlage, die das Dach fast vollständig belegt und rund 750.000 Kilowattstunden pro Jahr liefert, und dem Einsatz von E-Mobilität mit acht betrieblichen Ladepunkten und der elektrischen Verkaufsflotte mit acht Fahrzeugen. Kundenladestationen stehen in den Startlöchern.
Christina Hötzel 




