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Diskussionen um Radunterführung in Völs

Gemeinderat muss entscheiden, ob beim Bahnhofumbau ein 4,5 Millionen Euro teurer Radweg errichtet wird

In rund zwei Jahren soll planmäßig der Startschuss für den Umbau des ÖBB-Bahnhofs Völs fallen. Die Bahnstation soll damit zu einer modernen Mobilitätsdrehscheibe werden. Die Frage ist derzeit, ob unter dem neuen Bahnhof auch ein Radweg durchführen wird oder nicht? Dieses Bauwerk würde nämlich laut Bürgermeister Peter Lobenwein rund 4,5 Millionen Euro kosten. Davon müsste die Marktgemeinde Völs ca. eine Million Euro tragen, der Großteil würde mit Bundes- und Landesförderungen finanziert. Der Gemeinderat muss demnächst über pro oder kontra Radwegunterführung entscheiden.
18. April 2023 | von Gebi G. Schnöll
Diskussionen um Radunterführung in Völs<br />
Der ÖBB-Bahnhof Völs wird 2025 zu einer modernen, barrierefreien Bahnstation umgebaut. Ob eine Radunterführung errichtet wird, steht derzeit noch nicht fest. RS-Foto: Schnöll
Von Gebi G. Schnöll

Die Umbaupläne für den Bahnhof Völs sehen barrierefreie  Lifte zu den Bahnsteigen und einen Fußgängerdurchgang von der Ortsseite zu den Geschäften im Gewerbegebiet sowie eine „Park & Ride“-Anlage vor. Auch eine WC-Anlage ist geplant, für deren Instandhaltung die Marktgemeinde Völs zuständig sein soll. Derzeit steht allerdings auch eine Radunterführung zur Diskussion, die rund 4,5 Millionen Euro kosten würde. Durch die für die Durchfahrt unter den Geleisen notwendige Radwegschleife würden allerdings von der „Park & Ride“-Anlage einige Autostellplätze wegfallen. Der Gemeinderat wird demnächst entscheiden müssen, ob man sich die Radwegunterführung leisten will oder nicht. Es geht immerhin um rund eine Millionen Euro, die am Völser Gemeindesäckel haften bleiben würde.   „Derzeit befasst sich ein Verkehrsplaner mit der Sinnhaftigkeit einer Radwegunterführung, in etwa drei Wochen könnte ein Ergebnis vorliegen. Die Radwegangelegenheit muss jetzt entschieden werden, danach geht nichts mehr“, meint Bürgermeister Peter Lobenwein. Ungefähr 400 Meter weiter östlich der geplanten Radunterführung besteht am Ende des „Kranebitterweges“ bereits eine Bahnunterführung, die im Zuge des Bahnhofumbaues ausgeweitet und mit einem erhöhten Geh- und Radweg versehen werden soll.

ZUKUNFTSPROJEKT „REGIONALBAHN 5“. Ein Zukunftsprojekt, das in drei bis vier Jahren in Angriff genommen werden soll, ist die Erweiterung der „Regionalbahn 5“, die derzeit von Rum durch das Innsbrucker Stadtgebiet in die im Westen gelegene Technikerstraße (Lohbachsiedlung) führt. Die Weiterführung der „Regionalbahn 5“ bis zum Bahnhof Völs – geplant ist auch eine Verlängerung der Linie von Rum nach Hall – soll die Marktgemeinde nach derzeitigem Wissensstand keine Mitfinanzierung treffen. Bürgermeister Lobenwein sieht nach dem Ausbau der Linie bis Völs Vorteile für Berufspendler aus dem Oberland, die in den westlichen Teilen der Landeshauptstadt ihren Arbeitsplatz haben. „Diese Pendler könnten mit dem Zug bis Völs fahren und hier auf die Regionalbahn umsteigen. Das brächte mit Sicherheit verkürzte Fahrzeiten zum und vom Arbeitsplatz mit sich“, glaubt der Völser Marktgemeindechef.
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Die Linie der „Regionalbahn 5“, die derzeit von der „Technikerstraße“ bis Rum verkehrt, soll in den nächsten Jahren bis nach Völs bzw. Hall verlängert werden. RS-Foto: Schnöll

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