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Leutasch erhöht Steuern

Nach 20 Jahren wurde die Maßnahme notwendig

Obwohl fast die ganze Bevölkerung die steigenden Energiepreise, die allgemeine Teuerung und den Kaufkraftverlust beklagt, musste der Leutascher Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Gemeindeabgaben empfindlich anheben: Seit 2002 waren nämlich fast alle Verordnungen und Gebühren nicht mehr angepasst worden.
28. November 2023 | von Von Bernhard Rangger
Leutasch erhöht Steuern
„Vize“ Stefan Obermeir warb für die Mittenwalder Jägerin. Foto: Archiv
Von Bernhard Rangger

Mit dem Ziel, alle Gemeinderäte in die Steuererhöhungen einzubinden, ließ Bürgermeister Jorgo Chrysochoidis eine mehr als einstündige Debatte zu, die letztlich in einstimmigen Beschlüssen für die Änderungen endete. „Im Vergleich zu den anderen Plateaugemeinden bleiben wir trotz der Erhöhungen am günstigsten“, argumentierte der Ortschef.

Die Kanal- und Wassergebührenordnung wurde einer Indexanpassungsverordnung unterworfen, damit man künftig nicht jedes Jahr eine eigene Debatte über die Abgaben führen muss. Sie richtet sich nach den Mindestvorgaben des Landes Tirol. Bei den Friedhofsgebühren blieben die Tarife gleich, die Kosten gelten jetzt aber nicht mehr für 25 Jahre, sondern für 15 Jahre, in der Folge wird eine Abgabe für  jeweils fünf Jahre fällig. „Für die Müllabfuhr sind die Kosten für die Gemeinde inzwischen auf jährlich mehr als 400.000 Euro gestiegen“, rechnete Dorfchef Chrysochoidis vor. „Obwohl uns der Gesetzgeber  vorschreibt, die Gebühr nach dem Verursacherprinzip anzupassen, nehmen wir nur 310.000 Euro ein.“  Der Biomüll wurde daher von 11 auf 16 Euro, der Restmüll von 48 auf 62,3 Euro erhöht. Auch die Hundesteuer wurde auf 60 Euro für den ersten Hund und 80 für jeden weiteren angehoben. Sogar Preise bis 160 Euro standen im Raum.

Bei den Jagdpachtvergaben gab es nur wenige Debatten. Die bisherigen Pachtverträge der Jagden Bichlbach und Hochmoos wurden verlängert, die Eigenjagd Simlberg wurde an die höchstbietende Mittenwalderin verpachtet, deren Bruder die Nachbarjagd in Unterleutasch betreibt. „Wenn sich die beiden ergänzen, bringt das Vorteile“, meinte etwa Vizebürgermeister Stefan Obermeir. Alle drei Pächter mussten sich dabei neuen Vertragsbedingungen unterwerfen, die den Wildbstand auf ein wildverträgliches Maß reduzieren sollen. Unter anderem zahlt die Gemeinde künftig hohe Prämien, wenn Jagdpächter die von der Behörde vorgegebenen Abschusspläne erfüllen und verlangt Pönalen, wenn es zu Wildschäden oder Verfehlungen bei Maßnahmen gegen Wildschäden kommt.

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