MG Telfs mit positiver Jahresbilanz 2022
Bemerkenswert: Im Vorjahr mussten keine Darlehen aufgenommen und keine Rücklagen angetastet werden
4. April 2023 | von
Gebi G. Schnöll
Der Telfer Gemeinderat segnete bei der jüngsten Sitzung den Rechnungsabschluss 2022 ab, der äußerst positiv ausgefallen ist. Foto: MGTelfs/Pichler
Von Gebi G. Schnöll
Nach den herausfordernden Corona-Jahren verzeichnete die Marktgemeinde im vergangenen Jahr 2022 einen Wirtschaftsaufschwung bei den Abgaben-Ertragsanteilen in Höhe von 19,3 Millionen Euro (2021: 16,6 Mio.) und bei den Kommunalsteuern in Höhe von mehr als 5,8 Millionen Euro um 600.000 Euro mehr als 2021. Diese Mehreinnahmen ermöglichten es, auf die steigenden Preisentwicklungen vorausschauend zu agieren, Darlehen in Höhe von 2,3 Millionen Euro zu tilgen sowie wichtige Projekte vorzuziehen. Durch die Eigenmittel konnten zudem Projekte im Investitionshaushalt abgedeckt werden – wie Planungsarbeiten rund um das Einberger Schulzentrum, Hochwasserschutzbau etc. Haushaltsrücklagen in Höhe von mehr als 200.000 Euro landeten auf einem für den Ausbau der Altenpflege zweckgewidmeten Sparbuch. Die zusätzlichen Einnahmen hat man wiederum in Vermögen investiert, indem beispielsweise Grund-, Haus-, bzw. Geschäftsablösen zur Gänze mit Eigenmitteln getätigt wurden. Ohne Darlehensaufnahme und ohne Rücklagenentnahme konnten somit unter anderem Straßenbauprojekte vorgezogen und die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED vorangetrieben werden. Das Gesamtvermögen der Gemeinde beläuft sich auf 165,6 Mio. Euro.
VERSCHULDUNG WEITER GESUNKEN. In puncto Finanzierungshaushalt hat die Gemeinde Einzahlungen in der Höhe von 45,1 Millionen Euro erhalten und 44,4 Millionen Euro an Auszahlungen getätigt. Daraus ergibt sich ein Überschuss von 166.884,14 Euro. Zudem schließt der Ergebnishaushalt mit einem Plus von 3,1 Millionen Euro ab. Der Nettoüberschuss, sprich: die frei verfügbaren Mittel, belaufen sich auf 5,8 Millionen Euro. Seit Jahren sinkt die Verschuldung der Marktgemeinde kontinuierlich. Auch gegenüber dem Vorjahr hat sich die finanzielle Lage der Kommune aufgrund der prognostizierten Mehreinahmen weiter verbessert. 2021 betrug der Verschuldungsgrad 39,61 Prozent. Dieser ist im Jahresverlauf auf 29,51 Prozent bzw. 25 Millionen gesunken, wodurch sich Telfs seit Jahrzehnten erstmals unter 30 Prozent und weiterhin lediglich im mittleren Verschuldungsbereich befindet. Auch der Gesamtschuldenstand konnte stark reduziert werden und beläuft sich auf 43,45 Millionen. Im Vorjahr waren es noch 47,16 Millionen. „Der Rechnungsabschluss bildet die politischen Beschlüsse des Vorjahres ab. Betrachtet man das Gesamtwerk, so kann man mit gutem Gewissen sagen, dass sich die Marktgemeinde Telfs weiterhin in einer finanziell sehr stabilen Lage befindet. Im Vergleich mit anderen Gemeinden ähnlicher Größe stehen wir ausgezeichnet da“, verdeutlicht Härting abschließend.
marktgemeinde ist bedeutender arbeitgeber. Erfreulicherweise hat auch der Großteil der gemeindeeigenen Betriebe das Rechnungsjahr 2021 positiv abgeschlossen, zum Teil konnten sie sogar das Eigenkapital erhöhen. Mit Stand vom 31. Dezember des Rechnungsjahres 2022 beschäftigt die Marktgemeinde 334 Personen bzw. 196,39 vollzeitäquivalente Dienstposten. Die effektiven Personalkosten betragen 7,5 Millionen Euro. Der Rechnungsabschluss wurde von den Mandataren aller Fraktionen einhellig gelobt.
Vize-Bürgermeister und Bildungsreferent Klaus Schuchter (WFT) betrachtet diesen als das Wirtschaftszeugnis der Gemeinde: „Die Marktgemeinde hat das Wirtschaftsjahr mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen. Die umsichtigen Entscheidungen haben uns zukunftsfit gemacht.“ Ähnlich sieht es GR Norbert Tanzer (DEIN Telfs), für ihn sind die Mehrreinnahmen ein handfester Beweis für die Stärke der Telfer Wirtschaft.
WEITERHIN INVESTIEREN. „Für künftige Generationen sollten wir den Schuldengrad weiter senken und trotzdem notwendige Investitionen tätigen. Die Krisenzeiten haben gezeigt – man muss investieren“, betont GR Stefan Stillebacher (NEOS).GV Christoph Walch (GRÜNE): „Dieser Rechnungsabschluss lässt mich mit Stolz auf die Gemeinde blicken. Vor uns liegen große Herausforderungen. Es geht nicht nur darum Schulden zu tilgen, sondern den Herausforderungen im Pflege- und Bildungssektor mit Bedacht zu begegnen und entsprechende Investitionen zu tätigen. Das Wichtigste ist, Telfs klima- und enkelfit zu machen.“
DIE FRIEDENSGLOCKE VERSTUMMT. Die Friedensglocke in der Telfer Fraktion Mösern wird am Ostermontag um 17 Uhr zum vorerst letzten Mal läuten. Das Glockenbauwerk wird bekanntlich rückgebaut und in Mösern an anderer Stelle neu errichtet. Spätestens ab dem Nationalfeiertag (26. Oktober) soll die Friedensglocke wieder täglich für den Frieden auf der Welt erklingen.
Nach den herausfordernden Corona-Jahren verzeichnete die Marktgemeinde im vergangenen Jahr 2022 einen Wirtschaftsaufschwung bei den Abgaben-Ertragsanteilen in Höhe von 19,3 Millionen Euro (2021: 16,6 Mio.) und bei den Kommunalsteuern in Höhe von mehr als 5,8 Millionen Euro um 600.000 Euro mehr als 2021. Diese Mehreinnahmen ermöglichten es, auf die steigenden Preisentwicklungen vorausschauend zu agieren, Darlehen in Höhe von 2,3 Millionen Euro zu tilgen sowie wichtige Projekte vorzuziehen. Durch die Eigenmittel konnten zudem Projekte im Investitionshaushalt abgedeckt werden – wie Planungsarbeiten rund um das Einberger Schulzentrum, Hochwasserschutzbau etc. Haushaltsrücklagen in Höhe von mehr als 200.000 Euro landeten auf einem für den Ausbau der Altenpflege zweckgewidmeten Sparbuch. Die zusätzlichen Einnahmen hat man wiederum in Vermögen investiert, indem beispielsweise Grund-, Haus-, bzw. Geschäftsablösen zur Gänze mit Eigenmitteln getätigt wurden. Ohne Darlehensaufnahme und ohne Rücklagenentnahme konnten somit unter anderem Straßenbauprojekte vorgezogen und die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED vorangetrieben werden. Das Gesamtvermögen der Gemeinde beläuft sich auf 165,6 Mio. Euro.
VERSCHULDUNG WEITER GESUNKEN. In puncto Finanzierungshaushalt hat die Gemeinde Einzahlungen in der Höhe von 45,1 Millionen Euro erhalten und 44,4 Millionen Euro an Auszahlungen getätigt. Daraus ergibt sich ein Überschuss von 166.884,14 Euro. Zudem schließt der Ergebnishaushalt mit einem Plus von 3,1 Millionen Euro ab. Der Nettoüberschuss, sprich: die frei verfügbaren Mittel, belaufen sich auf 5,8 Millionen Euro. Seit Jahren sinkt die Verschuldung der Marktgemeinde kontinuierlich. Auch gegenüber dem Vorjahr hat sich die finanzielle Lage der Kommune aufgrund der prognostizierten Mehreinahmen weiter verbessert. 2021 betrug der Verschuldungsgrad 39,61 Prozent. Dieser ist im Jahresverlauf auf 29,51 Prozent bzw. 25 Millionen gesunken, wodurch sich Telfs seit Jahrzehnten erstmals unter 30 Prozent und weiterhin lediglich im mittleren Verschuldungsbereich befindet. Auch der Gesamtschuldenstand konnte stark reduziert werden und beläuft sich auf 43,45 Millionen. Im Vorjahr waren es noch 47,16 Millionen. „Der Rechnungsabschluss bildet die politischen Beschlüsse des Vorjahres ab. Betrachtet man das Gesamtwerk, so kann man mit gutem Gewissen sagen, dass sich die Marktgemeinde Telfs weiterhin in einer finanziell sehr stabilen Lage befindet. Im Vergleich mit anderen Gemeinden ähnlicher Größe stehen wir ausgezeichnet da“, verdeutlicht Härting abschließend.
marktgemeinde ist bedeutender arbeitgeber. Erfreulicherweise hat auch der Großteil der gemeindeeigenen Betriebe das Rechnungsjahr 2021 positiv abgeschlossen, zum Teil konnten sie sogar das Eigenkapital erhöhen. Mit Stand vom 31. Dezember des Rechnungsjahres 2022 beschäftigt die Marktgemeinde 334 Personen bzw. 196,39 vollzeitäquivalente Dienstposten. Die effektiven Personalkosten betragen 7,5 Millionen Euro. Der Rechnungsabschluss wurde von den Mandataren aller Fraktionen einhellig gelobt.
Vize-Bürgermeister und Bildungsreferent Klaus Schuchter (WFT) betrachtet diesen als das Wirtschaftszeugnis der Gemeinde: „Die Marktgemeinde hat das Wirtschaftsjahr mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen. Die umsichtigen Entscheidungen haben uns zukunftsfit gemacht.“ Ähnlich sieht es GR Norbert Tanzer (DEIN Telfs), für ihn sind die Mehrreinnahmen ein handfester Beweis für die Stärke der Telfer Wirtschaft.
WEITERHIN INVESTIEREN. „Für künftige Generationen sollten wir den Schuldengrad weiter senken und trotzdem notwendige Investitionen tätigen. Die Krisenzeiten haben gezeigt – man muss investieren“, betont GR Stefan Stillebacher (NEOS).GV Christoph Walch (GRÜNE): „Dieser Rechnungsabschluss lässt mich mit Stolz auf die Gemeinde blicken. Vor uns liegen große Herausforderungen. Es geht nicht nur darum Schulden zu tilgen, sondern den Herausforderungen im Pflege- und Bildungssektor mit Bedacht zu begegnen und entsprechende Investitionen zu tätigen. Das Wichtigste ist, Telfs klima- und enkelfit zu machen.“
DIE FRIEDENSGLOCKE VERSTUMMT. Die Friedensglocke in der Telfer Fraktion Mösern wird am Ostermontag um 17 Uhr zum vorerst letzten Mal läuten. Das Glockenbauwerk wird bekanntlich rückgebaut und in Mösern an anderer Stelle neu errichtet. Spätestens ab dem Nationalfeiertag (26. Oktober) soll die Friedensglocke wieder täglich für den Frieden auf der Welt erklingen.