Nach GemNova-Pleite: Härting rechnet ab
Keine Kandidatur zum Gemeindeverbandspräsidenten, Rückzug als Vizepräsident, Schlagabtausch mit Schöpf
5. September 2023 | von
Gebi G. Schnöll
Können nicht mehr miteinander: Gemeindeverbandspräsident Ernst Schöpf (l.) und sein „Vize“ Christian Härting. Fotos: RS-Archiv-MG Telfs/Pichler
Von Gebi G. Schnöll
„Es waren und sind intensive Monate. Schon vor langer Zeit haben meine Kollegen und ich in diversen Gremien des Gemeindeverbandes – also intern – auf die prekäre finanzielle Situation der GemNova hingewiesen. Leider blieben unsere Handlungsappelle immer ungehört, teils wurden sie einfach von der Führung ignoriert“, stellt der Telfer Bürgermeister und Vizepräsident des Tiroler Gemeindeverbandes, Christian Härting, auf seiner Facebookseite klar. Die Lage soll sich bereits vor einem Jahr zugespitzt haben. Da es keinerlei Reaktionen bzw. Veränderungen in der Geschäftsgebarung der Gemeindeverbandstochter „GemNova“ gab, wie das Härting und seine Mitstreiter immer wieder mit Nachdruck forderten, machte der Gemeindeverbands-Vizepräsident öffentlich auf die Misere aufmerksam. „Es musste sich etwas ändern. Die restliche Entwicklung ist bekannt“, begründet Härting sein Vorgehen.
BAUCHFLECK. Er geht auch mit Gemeindeverbandspräsident Ernst Schöpf hart ins Gericht: „Den Überbringer der schlechten Nachricht trifft der Zorn. Das war mir bewusst. Es folgten Klagsandrohungen gegen mich und wüste Beschimpfungen von Seiten des Präsidenten Ernst Schöpf. Trotz all der geschehenen Einschüchterungsversuche und Beleidigungen würde ich diesen Weg der Transparenz und Information wieder wählen. Die diskreditierenden Aussagen von Schöpf meiner Person gegenüber waren wohl seiner fatalen Situation geschuldet. Genauer möchte ich darauf nicht eingehen, denn hoffentlich werden die zuständigen Gerichte über die Verantwortung dieses wirtschaftlichen Bauchflecks entscheiden. Fehler gehören aufgezeigt, damit diese nicht mehr wiederholt werden!“
HÄRTING GEHT. Christian Härting wird sich am 19. September nicht um die Funktion als Gemeindeverbandspräsident bewerben und sich auch als Vizepräsident zurückziehen. „Wenn in Zukunft ein Weg der vollen Aufklärung und Transparenz konsequent verfolgt wird, dann ist der neuen Führung meine Unterstützung im Sinne der Tiroler Gemeinden gewiss“, so Härting.
SCHÖPF KONTERT. Ernst Schöpf setzt sich zur Wehr. Gegenüber der RUNDSCHAU erklärt er, dass er von wüsten Beschimpfungen überhaupt nichts wisse. „Viel mehr wäre zu hinterfragen, warum Härting am 27. Jänner in einer ORF-Sendung als Eigentümervertreter das eigene Unternehmen zur Sau gemacht hat. Als Eigentümervertreter hat Härting gewisse Pflichten und an die sollte er sich strikt halten“, so Schöpf.
„Es waren und sind intensive Monate. Schon vor langer Zeit haben meine Kollegen und ich in diversen Gremien des Gemeindeverbandes – also intern – auf die prekäre finanzielle Situation der GemNova hingewiesen. Leider blieben unsere Handlungsappelle immer ungehört, teils wurden sie einfach von der Führung ignoriert“, stellt der Telfer Bürgermeister und Vizepräsident des Tiroler Gemeindeverbandes, Christian Härting, auf seiner Facebookseite klar. Die Lage soll sich bereits vor einem Jahr zugespitzt haben. Da es keinerlei Reaktionen bzw. Veränderungen in der Geschäftsgebarung der Gemeindeverbandstochter „GemNova“ gab, wie das Härting und seine Mitstreiter immer wieder mit Nachdruck forderten, machte der Gemeindeverbands-Vizepräsident öffentlich auf die Misere aufmerksam. „Es musste sich etwas ändern. Die restliche Entwicklung ist bekannt“, begründet Härting sein Vorgehen.
BAUCHFLECK. Er geht auch mit Gemeindeverbandspräsident Ernst Schöpf hart ins Gericht: „Den Überbringer der schlechten Nachricht trifft der Zorn. Das war mir bewusst. Es folgten Klagsandrohungen gegen mich und wüste Beschimpfungen von Seiten des Präsidenten Ernst Schöpf. Trotz all der geschehenen Einschüchterungsversuche und Beleidigungen würde ich diesen Weg der Transparenz und Information wieder wählen. Die diskreditierenden Aussagen von Schöpf meiner Person gegenüber waren wohl seiner fatalen Situation geschuldet. Genauer möchte ich darauf nicht eingehen, denn hoffentlich werden die zuständigen Gerichte über die Verantwortung dieses wirtschaftlichen Bauchflecks entscheiden. Fehler gehören aufgezeigt, damit diese nicht mehr wiederholt werden!“
HÄRTING GEHT. Christian Härting wird sich am 19. September nicht um die Funktion als Gemeindeverbandspräsident bewerben und sich auch als Vizepräsident zurückziehen. „Wenn in Zukunft ein Weg der vollen Aufklärung und Transparenz konsequent verfolgt wird, dann ist der neuen Führung meine Unterstützung im Sinne der Tiroler Gemeinden gewiss“, so Härting.
SCHÖPF KONTERT. Ernst Schöpf setzt sich zur Wehr. Gegenüber der RUNDSCHAU erklärt er, dass er von wüsten Beschimpfungen überhaupt nichts wisse. „Viel mehr wäre zu hinterfragen, warum Härting am 27. Jänner in einer ORF-Sendung als Eigentümervertreter das eigene Unternehmen zur Sau gemacht hat. Als Eigentümervertreter hat Härting gewisse Pflichten und an die sollte er sich strikt halten“, so Schöpf.