Parkplatzschließung sorgt in Zirl für Unmut
Initiative kämpft mit Unterschriftenaktion gegen die Auflassung der Parkflächen in der „Franz-Plattner-Straße“ an
16. Mai 2023 | von
Gebi G. Schnöll
Die ehemalige Vizebürgermeisterin kämpft gemeinsam mit Martin Keuschnigg (l.) um den Erhalt des Parkplatzes in der „Franz-Plattner-Straße“. RS-Foto: Schnöll
Von Gebi G. Schnöll
Der Parkplatz in der „Franz-Plattner-Straße“ soll mit 31. Mai geschlossen werden, ab Herbst fallen wegen eines Wohnbauprojekts Parkflächen beim Schwimmbad weg und auch in der „Kirchstraße“ werden wegen der Neugestaltung der Parkflächen schon bald einige wichtige Parkplätze wegfallen. Zirls SPÖ-Bürgermeister Thomas Öfner befindet sich auf „Radkurs“ und will die Zirler offenbar ebenfalls verstärkt an den Drahtesel bzw. in die Öffis binden. Denn die Parksituation im Dorfzentrum wird sich künftig dramatisch zuspitzen – zum Ärger der Dorfbewohner und der Wirtschaft. Davor haben Vizebürgermeisterin Iris Zangerl-Walser (Zukunft Zirl - ÖVP) und GR Victoria Rausch (Zirl Aktiv) bereits gewarnt. Jetzt ist die Bevölkerung am Zug: Die ehemalige Vizebürgermeisterin Johanna Stieger hat nämlich gemeinsam mit Martin Keuschnigg eine Unterschriftenaktion gestartet, mit der sie sich klar gegen die Auflassung des äußerst wichtigen Parkplatzes in der „Franz-Plattner-Straße“ aussprechen. Die Initiative begründen sie damit, dass es in Zirl nicht nur Auspendler, sondern auch Einpendler gibt, für welche es unbedingt Ganztagesparkplätze braucht. „Dutzende Parkplätze in der ‚FranzPlattner-Straße‘ streichen und ersatzweise 17 Parkplätze in der ‚B4‘-Tiefgarage aufmachen, ist einfach zu wenig. Unter dem Wegfall der Parkplätze werden auch viele Mitarbeiterinnen des LKH Hochzirl vor allem im Winter leiden. Etliche Frauen getrauen sich bei Schneefall nicht zum Krankenhaus zu fahren, sondern stellen ihr Fahrzeug in der ‚Franz-Plattner-Straße“ ab und fah-ren mit dem Werksbus zum Dienst“, schildert Stieger. Martin Keuschnigg weist darauf hin, dass die Parkplätze auch für das Bergfilmfestival, Hochzeiten, Beerdigungen und für noch andere größere Anlässe wichtig sind, es gebe auch immer wieder Touristen, die am Parkplatz ihr Auto abstellen und von dort zu Rad- oder Bergtouren aufbrechen. „Es gibt wochentags auch etliche Berufstätige, die ihr Auto auf dem Großparkplatz in der ‚Franz-Plattner-Straße‘ abstellen und zur Arbeitsstelle Fahrgemeinschaften bilden. Für Berufstätige, die in der Marktgemeinde wohnen und mit dem Firmenauto unterwegs sind, wird der Wegfall der Parkplätze zum besonders großen Problem. Nicht jeder kann einen Firmenwagen vor seinem Wohnhaus oder seiner Wohnung abstellen, wohin damit, wenn die Parkplätze nicht mehr vorhanden sind“, fragt sich Keuschnigg. „Es gibt noch viele andere Nutzer, die auf den Parkplatz angewiesen sind und künftig so wie früher entlang der ‚Franz-Plattner-Straße‘ parken werden. Wir sind dafür, dass auf dem Parkplatz eine Parkplatzbewirtschaftung eingeführt wird, und Autos ohne Kennzeichen gehören dort sowieso nicht hin. Solche Fahrzeuge sollten entfernt und der Besitzer angezeigt werden. Jede andere Gemeinde wäre froh, wenn sie zentrumsnah so viele Parkplätze zur Verfügung hätte. Da kann man dem Telfer Gemeinderat nur gratulieren, der die Parksituation im Ortszentrum elegant gelöst hat und damit für eine Belebung des Ortskerns sorgt. Was in Zirl leider nicht der Fall ist“, so Stieger.
DORFCHEF ÖFNER VERÄRGERT. Bürgermeister Thomas Öfner ist über die Vorgangsweise der beiden Initiatoren Johanna Stieger und Martin Keuschnigg verärgert. „Beide haben bisher kein Gespräch mit mir gesucht. Fünf Gewerbetreibende haben das in den letzten Tagen sehr wohl getan“, sagt der Marktgemeindechef, der beim RUNDSCHAU-Telefonat das Aus für den Parkplatz in der „Franz-Plattner-Straße“ nochmals damit begründet, dass Pachtzins und Erhaltung die Marktgemeinde Zirl künftig jedes Jahr zwischen 35.000 und 45.000 Euro kosten würden. Dem stünden bei einer Parkraumbewirtschaftung Einnahmen von rund 15.000 Euro gegenüber. In der Regel seien auf dem Parkplatz an die 30 Privat-Pkw, zehn bis 13 Firmenautos und bis zu fünf Fahrzeuge ohne Kennzeichen abgestellt. „Ich weiß, dass auch viele Pendler unter den Dauerparkern sind. Kein Arbeitnehmer muss Angst haben, dass er ab 1. Juni in Zirl keinen Parkplatz mehr findet. Und für die Kunden der Betriebe im Ortszentrum stehen in der Tiefgarage des ‚B4‘ mehr als 70 erschwingliche Abstellplätze zur Verfügung. Zwei Stunden sind gratis, jede weitere Stunde kostet 50 Cent“, listet Öfner auf. Die Unterschriftenlisten, die derzeit auch in einigen Zirler Betrieben aufgelegt sind, sollen in der Mai-Sitzung dem Gemeinderat vorgelegt werden. Gespannt darf man jetzt schon auf die Reaktion sein.
Der Parkplatz in der „Franz-Plattner-Straße“ soll mit 31. Mai geschlossen werden, ab Herbst fallen wegen eines Wohnbauprojekts Parkflächen beim Schwimmbad weg und auch in der „Kirchstraße“ werden wegen der Neugestaltung der Parkflächen schon bald einige wichtige Parkplätze wegfallen. Zirls SPÖ-Bürgermeister Thomas Öfner befindet sich auf „Radkurs“ und will die Zirler offenbar ebenfalls verstärkt an den Drahtesel bzw. in die Öffis binden. Denn die Parksituation im Dorfzentrum wird sich künftig dramatisch zuspitzen – zum Ärger der Dorfbewohner und der Wirtschaft. Davor haben Vizebürgermeisterin Iris Zangerl-Walser (Zukunft Zirl - ÖVP) und GR Victoria Rausch (Zirl Aktiv) bereits gewarnt. Jetzt ist die Bevölkerung am Zug: Die ehemalige Vizebürgermeisterin Johanna Stieger hat nämlich gemeinsam mit Martin Keuschnigg eine Unterschriftenaktion gestartet, mit der sie sich klar gegen die Auflassung des äußerst wichtigen Parkplatzes in der „Franz-Plattner-Straße“ aussprechen. Die Initiative begründen sie damit, dass es in Zirl nicht nur Auspendler, sondern auch Einpendler gibt, für welche es unbedingt Ganztagesparkplätze braucht. „Dutzende Parkplätze in der ‚FranzPlattner-Straße‘ streichen und ersatzweise 17 Parkplätze in der ‚B4‘-Tiefgarage aufmachen, ist einfach zu wenig. Unter dem Wegfall der Parkplätze werden auch viele Mitarbeiterinnen des LKH Hochzirl vor allem im Winter leiden. Etliche Frauen getrauen sich bei Schneefall nicht zum Krankenhaus zu fahren, sondern stellen ihr Fahrzeug in der ‚Franz-Plattner-Straße“ ab und fah-ren mit dem Werksbus zum Dienst“, schildert Stieger. Martin Keuschnigg weist darauf hin, dass die Parkplätze auch für das Bergfilmfestival, Hochzeiten, Beerdigungen und für noch andere größere Anlässe wichtig sind, es gebe auch immer wieder Touristen, die am Parkplatz ihr Auto abstellen und von dort zu Rad- oder Bergtouren aufbrechen. „Es gibt wochentags auch etliche Berufstätige, die ihr Auto auf dem Großparkplatz in der ‚Franz-Plattner-Straße‘ abstellen und zur Arbeitsstelle Fahrgemeinschaften bilden. Für Berufstätige, die in der Marktgemeinde wohnen und mit dem Firmenauto unterwegs sind, wird der Wegfall der Parkplätze zum besonders großen Problem. Nicht jeder kann einen Firmenwagen vor seinem Wohnhaus oder seiner Wohnung abstellen, wohin damit, wenn die Parkplätze nicht mehr vorhanden sind“, fragt sich Keuschnigg. „Es gibt noch viele andere Nutzer, die auf den Parkplatz angewiesen sind und künftig so wie früher entlang der ‚Franz-Plattner-Straße‘ parken werden. Wir sind dafür, dass auf dem Parkplatz eine Parkplatzbewirtschaftung eingeführt wird, und Autos ohne Kennzeichen gehören dort sowieso nicht hin. Solche Fahrzeuge sollten entfernt und der Besitzer angezeigt werden. Jede andere Gemeinde wäre froh, wenn sie zentrumsnah so viele Parkplätze zur Verfügung hätte. Da kann man dem Telfer Gemeinderat nur gratulieren, der die Parksituation im Ortszentrum elegant gelöst hat und damit für eine Belebung des Ortskerns sorgt. Was in Zirl leider nicht der Fall ist“, so Stieger.
DORFCHEF ÖFNER VERÄRGERT. Bürgermeister Thomas Öfner ist über die Vorgangsweise der beiden Initiatoren Johanna Stieger und Martin Keuschnigg verärgert. „Beide haben bisher kein Gespräch mit mir gesucht. Fünf Gewerbetreibende haben das in den letzten Tagen sehr wohl getan“, sagt der Marktgemeindechef, der beim RUNDSCHAU-Telefonat das Aus für den Parkplatz in der „Franz-Plattner-Straße“ nochmals damit begründet, dass Pachtzins und Erhaltung die Marktgemeinde Zirl künftig jedes Jahr zwischen 35.000 und 45.000 Euro kosten würden. Dem stünden bei einer Parkraumbewirtschaftung Einnahmen von rund 15.000 Euro gegenüber. In der Regel seien auf dem Parkplatz an die 30 Privat-Pkw, zehn bis 13 Firmenautos und bis zu fünf Fahrzeuge ohne Kennzeichen abgestellt. „Ich weiß, dass auch viele Pendler unter den Dauerparkern sind. Kein Arbeitnehmer muss Angst haben, dass er ab 1. Juni in Zirl keinen Parkplatz mehr findet. Und für die Kunden der Betriebe im Ortszentrum stehen in der Tiefgarage des ‚B4‘ mehr als 70 erschwingliche Abstellplätze zur Verfügung. Zwei Stunden sind gratis, jede weitere Stunde kostet 50 Cent“, listet Öfner auf. Die Unterschriftenlisten, die derzeit auch in einigen Zirler Betrieben aufgelegt sind, sollen in der Mai-Sitzung dem Gemeinderat vorgelegt werden. Gespannt darf man jetzt schon auf die Reaktion sein.