Seefeld schließt Ende März das Schwimmbad
Gemeinderat begründet Schritt mit einer Million Euro Abgang jährlich und Konsolidierung der Gemeindefinanzen
31. Oktober 2023 | von
Von Bernhard Rangger
Wegen der hohen Abgänge soll das Wasser im Seefelder Schwimmbad Ende März endgültig abgelassen werden. Foto: Archiv
Von Bernhard Rangger
Drehen wir die Zeit noch einmal zurück: Beim Bezirksparteitag der ÖVP in Telfs am 9. Oktober gab es abseits der Tagesordnung nur ein Gesprächsthema: Bürgermeister Markus Markus Wackerle hatte aus persönlichen Gründen seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. Da er am 18. Oktober im Land noch einen wichtigen Termin vereinbart hatte, nannte er diesen Tag als seinen letzten Arbeitstag als Dorfchef. Die lange geplante Info-Sitzung des Gemeinderates wurde zur öffentlichen Gemeinderatssitzung umfunktioniert. Vizebürgermeister Andreas Steiner übernahm den Vorsitz, Sepp Kneisl, der bei der Gemeinderatswahl 2022 eigentlich auf Listenplatz elf kandidiert hatte, rutschte auf Grund von Amtsverzichten von Theres Schmid und Markus Hiltpolt auf den frei werdenden Gemeinderatssitz für die „Seefelder Bürgerliste“ nach.
KEIN BÜRGERMEISTERKANDIDAT. Da in den Tagen zwischen 9. und 18. Oktober kein Gemeinderat eine Andeutung machte, dem scheidenden Ortschef nachfolgen zu wollen, musste über den Tagesordnungspunkt „Beratung und Beschlussfassung über eine mögliche Selbstauflöung des Gemeinderates“ abgestimmt werden. Der amtsführende Vizebürgermeister Steiner machte es nicht lange spannend und stellte die Frage, wer für eine Selbstauflösung stimmen wolle. Da alle Hände unten blieben, war die Debatte auch schon zu Ende. „Man möchte die aktuellen Probleme selbst in die richtigen Bahnen lenken,“ argumentierten die Gemeinderäte unisono. Das bedeutet, dass die Bezirkshauptmannschaft bis Anfang Dezember einen Termin für die Bürgermeisterwahl bekannt geben wird. Bis zu diesem Zeitpunkt kann sich eines der rund 100 Mitglieder der vier Gemeinderatslisten für die Bürgermeisterwahl aufstellen lassen.. Findet sich ein Kandidat aus den hinteren Reihen einer Liste, muss ein aktueller Gemeinderat für ihn sein Mandat räumen. Sollte sich kein Kandidat der Wahl stellen – das hat es in Tirol bisher noch nie gegeben – löst die Behörde den Gemeinderat auf und entsendet einen Amtsverwalter.
FINANZDEBAKEL. Eine Woche nach der Gemeinderatssitzung trafen sich die Gemeinderäte zu einer weiteren Sitzung ohne Öffentlichkeit. Diesmal wurde gemeinsam beschlossen, die Wasserflächen im Olympiabad mit 31. März zu schließen. Da die jährlichen Abgänge vor allem wegen der gestiegenen Energiekosten eine Million Euro betragen und man vom Land aufgefordert worden sei, das Gemeindebudget dringend zu konsolidieren, wurde diese Entscheidung nötig, verlautbart Vizebürgermeister Andreas Steiner. Mit der Schließung des Badebetriebes am Ende der Wintersaison könne man das Minus im Olympiabad um 700.000 Euro reduzieren. Sauna, Kongresszentrum und Restaurant sollen offen bleiben. Für das Schwimmbad suche man einen Investor oder es wird eine Nachnutzung geben. Auch mit den Schwimmbad-Mitarbeitern wurde die schwierige Lage bereits besprochen.
GESCHÄFTSFÜHRERSUCHE. Ein weiteres Thema dieser Gemeinderatssitzung war, dass es durch den Rücktritt von Bürgermeister Markus Wackerle derzeit keinen Geschäftsführer für die WM-Sportanlagen gibt: „Wenn wir einen externen Geschäftsführer geholt hätten, müsste dieser das Schwimmbad auf der Stelle zusperren“, so Steiner. „Da wir bei der Sitzung keinen Geschäftsführer aus den eigenen Reihen namhaft machen konnten, kann ich vorerst nur soviel sagen: es wird jemand aus dem Gemeinderat machen, genauso wie ich hoffe, dass ein Gemeinderat sich als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung stellen wird. Da auch dieser sofort eine Entscheidung über das Schwimmbad treffen muss, da wir Gästen eine Alternative anbieten müssen, und es den Mitarbeitern schuldig sind, dass sie ein paar Monate Zeit haben, sich nach neuen Möglichkeiten umzusehen, haben wir die Schließung mit März beschlossen. Im Winter sind nicht nur die Energiekosten fürs Schwimmbad höher, sondern auch die Einnahmen!“
Drehen wir die Zeit noch einmal zurück: Beim Bezirksparteitag der ÖVP in Telfs am 9. Oktober gab es abseits der Tagesordnung nur ein Gesprächsthema: Bürgermeister Markus Markus Wackerle hatte aus persönlichen Gründen seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. Da er am 18. Oktober im Land noch einen wichtigen Termin vereinbart hatte, nannte er diesen Tag als seinen letzten Arbeitstag als Dorfchef. Die lange geplante Info-Sitzung des Gemeinderates wurde zur öffentlichen Gemeinderatssitzung umfunktioniert. Vizebürgermeister Andreas Steiner übernahm den Vorsitz, Sepp Kneisl, der bei der Gemeinderatswahl 2022 eigentlich auf Listenplatz elf kandidiert hatte, rutschte auf Grund von Amtsverzichten von Theres Schmid und Markus Hiltpolt auf den frei werdenden Gemeinderatssitz für die „Seefelder Bürgerliste“ nach.
KEIN BÜRGERMEISTERKANDIDAT. Da in den Tagen zwischen 9. und 18. Oktober kein Gemeinderat eine Andeutung machte, dem scheidenden Ortschef nachfolgen zu wollen, musste über den Tagesordnungspunkt „Beratung und Beschlussfassung über eine mögliche Selbstauflöung des Gemeinderates“ abgestimmt werden. Der amtsführende Vizebürgermeister Steiner machte es nicht lange spannend und stellte die Frage, wer für eine Selbstauflösung stimmen wolle. Da alle Hände unten blieben, war die Debatte auch schon zu Ende. „Man möchte die aktuellen Probleme selbst in die richtigen Bahnen lenken,“ argumentierten die Gemeinderäte unisono. Das bedeutet, dass die Bezirkshauptmannschaft bis Anfang Dezember einen Termin für die Bürgermeisterwahl bekannt geben wird. Bis zu diesem Zeitpunkt kann sich eines der rund 100 Mitglieder der vier Gemeinderatslisten für die Bürgermeisterwahl aufstellen lassen.. Findet sich ein Kandidat aus den hinteren Reihen einer Liste, muss ein aktueller Gemeinderat für ihn sein Mandat räumen. Sollte sich kein Kandidat der Wahl stellen – das hat es in Tirol bisher noch nie gegeben – löst die Behörde den Gemeinderat auf und entsendet einen Amtsverwalter.
FINANZDEBAKEL. Eine Woche nach der Gemeinderatssitzung trafen sich die Gemeinderäte zu einer weiteren Sitzung ohne Öffentlichkeit. Diesmal wurde gemeinsam beschlossen, die Wasserflächen im Olympiabad mit 31. März zu schließen. Da die jährlichen Abgänge vor allem wegen der gestiegenen Energiekosten eine Million Euro betragen und man vom Land aufgefordert worden sei, das Gemeindebudget dringend zu konsolidieren, wurde diese Entscheidung nötig, verlautbart Vizebürgermeister Andreas Steiner. Mit der Schließung des Badebetriebes am Ende der Wintersaison könne man das Minus im Olympiabad um 700.000 Euro reduzieren. Sauna, Kongresszentrum und Restaurant sollen offen bleiben. Für das Schwimmbad suche man einen Investor oder es wird eine Nachnutzung geben. Auch mit den Schwimmbad-Mitarbeitern wurde die schwierige Lage bereits besprochen.
GESCHÄFTSFÜHRERSUCHE. Ein weiteres Thema dieser Gemeinderatssitzung war, dass es durch den Rücktritt von Bürgermeister Markus Wackerle derzeit keinen Geschäftsführer für die WM-Sportanlagen gibt: „Wenn wir einen externen Geschäftsführer geholt hätten, müsste dieser das Schwimmbad auf der Stelle zusperren“, so Steiner. „Da wir bei der Sitzung keinen Geschäftsführer aus den eigenen Reihen namhaft machen konnten, kann ich vorerst nur soviel sagen: es wird jemand aus dem Gemeinderat machen, genauso wie ich hoffe, dass ein Gemeinderat sich als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung stellen wird. Da auch dieser sofort eine Entscheidung über das Schwimmbad treffen muss, da wir Gästen eine Alternative anbieten müssen, und es den Mitarbeitern schuldig sind, dass sie ein paar Monate Zeit haben, sich nach neuen Möglichkeiten umzusehen, haben wir die Schließung mit März beschlossen. Im Winter sind nicht nur die Energiekosten fürs Schwimmbad höher, sondern auch die Einnahmen!“