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Start in eine energietechnische Zukunft

Seefeld will bei Photovoltaik-Energie Vorreiterrolle einnehmen – Sieben Projekte sind in Umsetzung

Die 2006 gegründete „Ortswärme Seefeld GmbH“ versorgt bereits mehr als 350 Gebäude mit ökologischer Energie, neue Projekte sind in Umsetzung. Die Gemeinde Seefeld möchte mit ihren zugehörigen Betrieben die Vorreiterrolle in Sachen Photovoltaik übernehmen, daher werden nun sieben Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden errichtet.
22. August 2023 | von Von Friederike Bundschuh
Start in eine energietechnische Zukunft
Die Gemeinde Seefeld möchte mit ihren zugehörigen Betrieben die Vorreiterrolle in Sachen Photovoltaik übernehmen und errichtet Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden. Vizebürgermeister Andreas Steiner, Bürgermeister Markus Wackerle, Amtsleiter-Stv. Carmen Volgger und GF Andreas Glatzl (v.l.) stellten das Projekt vor. Foto: Bundschuh
Von Friederike Bundschuh

Der Seefelder Bürgermeister Markus Wackerle eröffnete die Informationsveranstaltung und übergab das Wort an DI Andreas Glatzl, Geschäftsführer der „Ortswärme Seefeld GmbH“, der die Entstehungsgeschichte kurz zusammenfasste: Die „Ortswärme Seefeld GmbH“ wurde 2006 gegründet. Hintergrund war die Vision, ökologische Wärmeenergie bereitzustellen und innovative Lösungen gepaart mit Versorgungssicherheit für Seefeld umzusetzen. Mittlerweile wurden 25 Kilometer Fernwärmenetz verlegt, 100.000 Schüttraummeter Hackschnitzel werden verheizt und damit mehr als 350 angeschlossene Gebäude bzw mehr als 9.000 Einwohner mit Ökowärme und Warmwasser rund um die Uhr das ganze Jahr über versorgt. Im Jahr 2016 wurde ein Kleinwasserkraftwerk errichtet und in Betrieb genommen, Ökostrom aus Hackschnitzeln kann seit 2017 erzeugt werden. Für ein optimiertes Energiemanagement wurde ein Puffer mit 180.000 Litern errichtet. Zwischen 2020 und 2022 sind weitere Puffer gebaut worden, so etwa im Bereich des Bahnhofs ein Puffergebäude mit 800.000 Litern. Damit ist der Vollausbau der Netzversorgung möglich. Weiters im Bereich der WM-Sporthalle, um 140 Wohnungen zu versorgen und ökologische Wärme für den Neubau sicherzustellen. Derzeit wird ein Wärmepumpenprojekt umgesetzt, es wird Wärmeenergie aus Abwasser genutzt. „Wir wollen ökologisch und nachhaltig so unabhängig wie möglich von fossilen Energieformen sein und gleichzeitig die Lösungen regional umsetzen“, so Glatzl.

START DER UMSETZUNG FÜR PHOTOVOLTAIKANLAGEN. Nun startete die erste Etappe des „Photovoltaikplans“ der Gemeinde Seefeld, die mit ihren zugehörigen Betrieben die Vorreiterrolle übernehmen möchte. Es werden auf der Volksschule, Musikschule, der Neuen Mittelschule, am Bauhof, am Feuerwehrgebäude, am Ortswärme-Puffergebäude, am Ortswärme-Heizkraftwerk sowie auf den Gebäuden der Bergbahnen und der Strandperle insgesamt sieben Photovoltaikanlagen errichtet und demnächst in Betrieb genommen. Insgesamt sollen dadurch 700.000 KWh Ökostrom pro Jahr erzeugt werden können. Für die zweite Etappe sind Anlagen auf weiteren öffentlichen Gebäuden geplant wie auf der Kläranlage oder der Bergbahnen-Mittelstation.

ZUKUNFTSVISION. Das Ziel der Bemühungen liegt in der Erzeugung von einer Million KWh Sonnenstrom pro Jahr. Dafür müssen weitere ökologische Anlagen errichtet werden. Auch die Gründung der Energiegemeinschaft „Communergie“ steht in den Startlöchern. „Lokale Energie soll lokal verwendet werden“, führt Glatzl aus. Das bedeutet konkret die Erzeugung und der Verbrauch der Energie erfolgen lokal an Ort und Stelle und können auch getauscht werden. Bürgermeister Wackerle schließt: „Aus einer Idee, die 2005 für das Schwimmbad entstand, entwickelte sich etwas Einzigartiges als wichtiger Baustein für Seefeld und die Region.“ Vizedorfchef Andreas Steiner ergänzt: „Auf lange Sicht profitieren alle aus der jetzt entstehenden Communergie. Wir können Strom produzieren und tauschen und damit erzielt jeder Vorteile.“ Ganz nach dem Motto „Mitdenken allein ist zu wenig, Vorausdenken lautet die Devise“.

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