Wohnraum und barrierefreies Kinderzentrum
Neben Bauarbeiten am Wasserkanal und Verlegung von Glasfaserkabeln gibt es einige Bauprojekte in Oberperfuss
13. Juni 2023 | von
Christina Hötzel
Bald soll es in der Volksschule Oberperfuss-Berg auch einen Kindergarten und eine Kinderkrippe geben. Foto: Armin Neurauter
Von Christina Hötzel
Zukunftsinvestitionen sind wichtig: Eine notwendige Großaufgabe ist dabei die Kanalsanierung. Gestartet wurde die Erneuerung des Hauptstrangs im vorigen Jahr vom „Riedl“ in Richtung „Brandstatt“. Heuer hat der zweite Bauabschnitt Richtung Kammerland begonnen. Die Gemeinde beschränkt sich auf kurze Abschnitte, um die Umfahrung zu erleichtern. Trotzdem ist die Umsetzung verkehrstechnisch herausfordernd. Positiv ist, dass im Zuge der Arbeiten gleich Leerrohre für LWL-Kabel mitverlegt werden, erst einmal bis zum Ortszentrum. „90 Prozent der Haushalte wünschen sich einen Glasfaser-Anschluss. Der Gemeinderat hat dazu alle Haushalte befragt“, erklärt Bürgermeisterin Johanna Obojes-Rubatscher. Bis zu 75 Prozent der Breitbandinfrastruktur würden vom Land Tirol gefördert. Dennoch stellt das Projekt eine große Herausforderung mit hohen Investitionen dar. „Wir fahren bis zu den Häusern, somit erfolgt die Verlegung für den Einzelnen zu einem sehr günstigen Preis“, so Obojes-Rubatscher. Die Gemeinde betreibt die Leitung, deshalb können die Haushalte zwischen verschiedenen Providern auswählen.
AUFWERTUNG DER VOLKSSCHULE OBERPERFUSS-BERG. Die kleine Volksschule wird aufgestockt und umgebaut. 200 Quadratmeter Fläche wurden von der Gemeinde für den Garten beziehungsweise Pausenhof dazu erworben. Bereits vergeben sind dabei die wichtigsten Arbeiten. Das bestehende Gebäude wird erweitert und der Dachboden ausgebaut, somit entsteht Raum für einen Kindergarten und eine Kinderkrippe. Barrierefrei und energietechnisch saniert bleibt die Schule dem Weiler erhalten. „Das Angebot unten, mit der Peter-Anich Volksschule, war bereits komplett ausgeschöpft, dort gab es keinen geeigneten Baugrund für eine Erweiterung“, begründet die Bürgermeisterin die Entscheidung. Für die gelernte Kindergartenpädagogin ist das Thema Kinderbetreuung sehr wichtig. Nach dem Politikwissenschaftsstudium war sie eher zufällig in den Gemeinderat gerutscht. Bis zum Umbaubeschluss mussten die kleinen Kinder bisher mit dem gemeindeeigenen Schulbus ins Dorf fahren. Geplant ist eine Fertigstellung des barrierefreien Kinderzentrums bis Mai 2024. Durch Tiefenbohrung und Photovoltaik wird die Volksschule auch energietechnisch modernisiert.
GLEICH DREI GEFÖRDERTE WOHNRAUM PROJEKTE. Die Gemeinde konnte außerdem drei Grundstücke für neuen Wohnraum an die „Neue Heimat“ verkaufen. Die Vergaberichtlinien sind bereits ausgearbeitet. Es entstehen sechs Reihenhäuser mit Carports in der Wiesgasse, ein Mehrparteienhaus mit 14 Wohnungen am Dr.-Fritz-Prior-Weg sowie ein spektakulärer Terrassenwohnbau am Dörreweg. „Im Mehrparteienhaus ist der Fokus auf Vierzimmerwohnungen gelegt. Dort finden Familien genügend Platz“, betont Obojes-Rubatscher. Von den 14 Wohnungen verfügen neun über vier Zimmer. Der Bedarf an Wohnraum ist vorhanden. „Wir haben einen hohen Zulauf“, freut sich die Bürgermeisterin. Im Herbst 2024 soll die Übergabe der Wohnungen am Dr.-Fritz-Prior-Weg erfolgen. Der Bau der Reihenhäuser beginnt im laufenden Jahr. Leider könnten viele Familien die Preise, trotz Förderung, nicht bezahlen, bedauert Obojes-Rubatscher.
ALS FAMILIENFREUNDLICHE GEMEINDE ZERTIFIZIERT. Das Prädikat wurde Oberperfuss bereits 2021 verliehen. „Wir verfügen über einen sehr gut laufenden Jugendraum mit einem überaus engagierten Gemeinderat als Jugendbetreuer“, so Obojes Rubatscher. Im Zuge der Kirchplatzsanierung wurde das ehemalige Feuerwehrhaus umgebaut und ein kleiner Veranstaltungssaal geschaffen. Die Vereine haben im Dorf sowieso einen sehr hohen Stellenwert. Aktuell feierte der Männergesangsverein Oberperfuss sein 75-Jahr-Jubiläum mit einem Musikalischen Abend im Mehrzwecksaal. „Der Männergesangsverein ist für mich ein schöner Botschafter für den Ort“, findet die Bürgermeisterin. Sehr am Herzen liegt ihr auch das Anich-Hueber-Museum. Über Peter Anich plant die Bühne Oberperfuss, von der Obojes-Rubatscher eine der drei Spielleiter ist, ein eigenes Stück.
Zukunftsinvestitionen sind wichtig: Eine notwendige Großaufgabe ist dabei die Kanalsanierung. Gestartet wurde die Erneuerung des Hauptstrangs im vorigen Jahr vom „Riedl“ in Richtung „Brandstatt“. Heuer hat der zweite Bauabschnitt Richtung Kammerland begonnen. Die Gemeinde beschränkt sich auf kurze Abschnitte, um die Umfahrung zu erleichtern. Trotzdem ist die Umsetzung verkehrstechnisch herausfordernd. Positiv ist, dass im Zuge der Arbeiten gleich Leerrohre für LWL-Kabel mitverlegt werden, erst einmal bis zum Ortszentrum. „90 Prozent der Haushalte wünschen sich einen Glasfaser-Anschluss. Der Gemeinderat hat dazu alle Haushalte befragt“, erklärt Bürgermeisterin Johanna Obojes-Rubatscher. Bis zu 75 Prozent der Breitbandinfrastruktur würden vom Land Tirol gefördert. Dennoch stellt das Projekt eine große Herausforderung mit hohen Investitionen dar. „Wir fahren bis zu den Häusern, somit erfolgt die Verlegung für den Einzelnen zu einem sehr günstigen Preis“, so Obojes-Rubatscher. Die Gemeinde betreibt die Leitung, deshalb können die Haushalte zwischen verschiedenen Providern auswählen.
AUFWERTUNG DER VOLKSSCHULE OBERPERFUSS-BERG. Die kleine Volksschule wird aufgestockt und umgebaut. 200 Quadratmeter Fläche wurden von der Gemeinde für den Garten beziehungsweise Pausenhof dazu erworben. Bereits vergeben sind dabei die wichtigsten Arbeiten. Das bestehende Gebäude wird erweitert und der Dachboden ausgebaut, somit entsteht Raum für einen Kindergarten und eine Kinderkrippe. Barrierefrei und energietechnisch saniert bleibt die Schule dem Weiler erhalten. „Das Angebot unten, mit der Peter-Anich Volksschule, war bereits komplett ausgeschöpft, dort gab es keinen geeigneten Baugrund für eine Erweiterung“, begründet die Bürgermeisterin die Entscheidung. Für die gelernte Kindergartenpädagogin ist das Thema Kinderbetreuung sehr wichtig. Nach dem Politikwissenschaftsstudium war sie eher zufällig in den Gemeinderat gerutscht. Bis zum Umbaubeschluss mussten die kleinen Kinder bisher mit dem gemeindeeigenen Schulbus ins Dorf fahren. Geplant ist eine Fertigstellung des barrierefreien Kinderzentrums bis Mai 2024. Durch Tiefenbohrung und Photovoltaik wird die Volksschule auch energietechnisch modernisiert.
GLEICH DREI GEFÖRDERTE WOHNRAUM PROJEKTE. Die Gemeinde konnte außerdem drei Grundstücke für neuen Wohnraum an die „Neue Heimat“ verkaufen. Die Vergaberichtlinien sind bereits ausgearbeitet. Es entstehen sechs Reihenhäuser mit Carports in der Wiesgasse, ein Mehrparteienhaus mit 14 Wohnungen am Dr.-Fritz-Prior-Weg sowie ein spektakulärer Terrassenwohnbau am Dörreweg. „Im Mehrparteienhaus ist der Fokus auf Vierzimmerwohnungen gelegt. Dort finden Familien genügend Platz“, betont Obojes-Rubatscher. Von den 14 Wohnungen verfügen neun über vier Zimmer. Der Bedarf an Wohnraum ist vorhanden. „Wir haben einen hohen Zulauf“, freut sich die Bürgermeisterin. Im Herbst 2024 soll die Übergabe der Wohnungen am Dr.-Fritz-Prior-Weg erfolgen. Der Bau der Reihenhäuser beginnt im laufenden Jahr. Leider könnten viele Familien die Preise, trotz Förderung, nicht bezahlen, bedauert Obojes-Rubatscher.
ALS FAMILIENFREUNDLICHE GEMEINDE ZERTIFIZIERT. Das Prädikat wurde Oberperfuss bereits 2021 verliehen. „Wir verfügen über einen sehr gut laufenden Jugendraum mit einem überaus engagierten Gemeinderat als Jugendbetreuer“, so Obojes Rubatscher. Im Zuge der Kirchplatzsanierung wurde das ehemalige Feuerwehrhaus umgebaut und ein kleiner Veranstaltungssaal geschaffen. Die Vereine haben im Dorf sowieso einen sehr hohen Stellenwert. Aktuell feierte der Männergesangsverein Oberperfuss sein 75-Jahr-Jubiläum mit einem Musikalischen Abend im Mehrzwecksaal. „Der Männergesangsverein ist für mich ein schöner Botschafter für den Ort“, findet die Bürgermeisterin. Sehr am Herzen liegt ihr auch das Anich-Hueber-Museum. Über Peter Anich plant die Bühne Oberperfuss, von der Obojes-Rubatscher eine der drei Spielleiter ist, ein eigenes Stück.