Ankunft in Seefeld 1943
Stefan Dietrich
21. Juli 2026
Vor zwei Wochen war an dieser Stelle vom Besuch von Hitlers Rüstungsminister Albert Speer bei Arbeitern aus der Panzerproduktion und Soldaten zu lesen, die 1943 in Seefeld Urlaub machten. Die Zeitungsmeldungen darüber sollten Normalität und Gelassenheit vermitteln, obwohl der Zweite Weltkrieg auf seinem Höhepunkt tobte. Die Seefelder Chronistin Christine Bloch hat uns dazu aus ihrer Sammlung ein weiteres Foto (oben) zur Verfügung gestellt. Es zeigt die Ankunft der Gäste am 1. Juni 1943. Sie wurden am Bahnhof von Schützen und Musikanten begrüßt. Einen idyllischen Eindruck vermittelt auch das Propagandafoto (unten). Es zeigt einen der urlaubenden Soldaten in der schwarzen Uniform der Panzerbesatzungen mit zwei jungen Frauen, im Hintergrund die Seefelder Kirche.
Das idyllische Bild macht betroffen, weil man sich die Frage stellen kann, ob der junge Mann die nächsten Wochen überlebte. Denn Anfang Juli begann an der Ostfront bei Kursk die größte Panzerschlacht der Geschichte. Der deutsche Großangriff wurde von den Sowjets unter hohen Verlusten zurückgeschlagen. Nach zweiwöchigem Kampf waren von den beteiligten rund 2500 deutschen Panzern nur noch 300 einsatzfähig. Etwa 60.000 Wehrmachtssoldaten kamen ums Leben oder wurden verwundet.
Das idyllische Bild macht betroffen, weil man sich die Frage stellen kann, ob der junge Mann die nächsten Wochen überlebte. Denn Anfang Juli begann an der Ostfront bei Kursk die größte Panzerschlacht der Geschichte. Der deutsche Großangriff wurde von den Sowjets unter hohen Verlusten zurückgeschlagen. Nach zweiwöchigem Kampf waren von den beteiligten rund 2500 deutschen Panzern nur noch 300 einsatzfähig. Etwa 60.000 Wehrmachtssoldaten kamen ums Leben oder wurden verwundet.






