Der Inn war nicht immer der Fluss, den wir heute kennen. Vor den Regulierungen im späten 19. und im 20. Jahrhundert floss er im wahrsten Sinn des Wortes „ausufernd“ durchs Tal. Überschwemmungen waren weit häufiger als heute, und ein großer Teil der Talsohle war sumpfig. Einen Eindruck davon gibt dieser Landkartenausschnitt aus der um 1820 entstandenen „Innstromkarte“. Dargestellt ist der Fluss im Bereich Polling–Hatting–Leiblfing. Der Inn bildete hier verschiedene kleine Seitenarme und gleich mehrere große Inseln. Man erkennt ausgedehnte Sumpf- und Aulandschaften.
Durch die Innregulierungen wurden diese Gebiete großteils der landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt. Ganz vergessen ist die Zeit der Moore und sauren Wiesen aber nicht. Sie hat sich, wie der Heimatforscher Josef Wellscheller zu berichten weiß, in einem Spitznamen erhalten: Die Pollinger heißen noch heute die „Kroutnmalcher“ (Kröten-Melker). Die Betroffenen nehmen's aber mit Humor. Nicht ohne Stolz trägt etwa auch eine Pollinger Fasnachtgruppe den Spottnamen. (Bild: tiris)
Durch die Innregulierungen wurden diese Gebiete großteils der landwirtschaftlichen Nutzung zugeführt. Ganz vergessen ist die Zeit der Moore und sauren Wiesen aber nicht. Sie hat sich, wie der Heimatforscher Josef Wellscheller zu berichten weiß, in einem Spitznamen erhalten: Die Pollinger heißen noch heute die „Kroutnmalcher“ (Kröten-Melker). Die Betroffenen nehmen's aber mit Humor. Nicht ohne Stolz trägt etwa auch eine Pollinger Fasnachtgruppe den Spottnamen. (Bild: tiris)