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Dem Kaiser ein Ständchen gebracht

24. November 2025 | von Stefan Dietrich
Dem Kaiser ein Ständchen gebracht<br />
Vor zwei Wochen ging es in „So war es früher“ um den Besuch von Kaiser Franz Josef in Telfs im Jahr 1881 und sein Zusammentreffen mit einem gewitzten Forstbeamten, der es schaffte, dass der Monarch sein Gesuch um Pensionserhöhung höchstpersönlich entgegennahm. Über die Visite Franz Josefs gibt es im Ort aber auch noch andere Überlieferungen. So machte uns der Chronist des damals bereits bestehenden Männergesangsvereins darauf aufmerksam, dass der Chor dem hohen Gast während des „Dejeuners“ (Mittagessen) im Hotel Post ein Ständchen brachte.

In der „Post“ trug sich der Kaiser auch ins Gästebuch ein (Foto oben). Die Erklärung unterhalb der Unterschrift lautet: „Höchsteigne Handschrift Sr. Majestät, unseres allergnädigsten Kaisers und Herrn bei Allerhöchst-Seiner Durchreise am 12. August 1881.“

Was Franz Josef beim Mittagessen im Hotel Post serviert wurde, wissen wir nicht im Detail. Es gibt aber auch dazu eine Anekdote. Jahrzehnte später erinnerte sich ein Begleiter des Monarchen, dass der Kaiser, weil Freitag war, als guter Katholik kein Fleisch zu sich nehmen und sich mit Mehlspeisen begnügen wollte. Allerdings wurde ihm eine „Kaiser-Fastensuppe“ angepriesen, die er dann auch mit gutem Appetit aß. Was der hohe Gast nicht wusste: Die Telfer Gastgeber hatten es mit der „Fastensuppe“ besonders gut gemeint und bei der Zubereitung 15 Kilo Rindfleisch verwendet!

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