Hoher Besuch in Zirl
Stefan Dietrich
9. Juni 2026
Diese Gedenktafel am „Schwarzen Adler“ in Zirl erinnert an einen hohen Besuch in der Gemeinde. Wir erfahren, dass am 23. Juli 1848 Kaiser Ferdinand I. von Österreich mit seiner Familie im Gasthof einkehrte und bewirtet wurde. Was die Inschrift nicht verrät: Der Aufenthalt des Monarchen in Tirol hatte einen brisanten politischen Hintergrund. Im März war in Wien die Revolution ausgebrochen. Da es der Staatsmacht nicht gelang, die Unruhen einzudämmen, und die Lage immer bedrohlicher wurde, flüchteten der Kaiser und sein Hofstaat im Mai ins sichere Innsbruck. Von dort aus unternahm die Hofgesellschaft zur Ablenkung Ausflüge, darunter mehrmals nach Zirl.
Die Gedenktafel nennt neben Ferdinand auch dessen Neffen, Erzherzog Franz Karl Josef. Das ist niemand anderer als der spätere Kaiser Franz Josef. Im Dezember 1848 legte Ferdinand die Krone nieder und der 18-Jährige Franz Josef trat die Nachfolge seines überforderten Onkels an.
Über die Aufenthalte Kaiser Ferdinands in Zirl gibt es mehrere lokale Überlieferungen. Unter anderem besichtigte der Monarch die Ruine Fragenstein, Martinsbühel und die Baustelle der neuen Kirche. In die Chronik eingegangen ist auch sein Besuch am Krankenbett von Franz Partner. Der junge Zirler war im Winter beim Holztransport mit dem Schlitten verunglückt und hatte sich dabei so schwer verletzt, dass er, wie es heißt, „mit dem Gesichte zum Himmel blickte, während er mit dem Bauche am Boden lag“. Ferdinand drückte dem Schwerbehinderten sein Mitgefühl aus und beschenkte ihn und seine Familie.
Die Gedenktafel nennt neben Ferdinand auch dessen Neffen, Erzherzog Franz Karl Josef. Das ist niemand anderer als der spätere Kaiser Franz Josef. Im Dezember 1848 legte Ferdinand die Krone nieder und der 18-Jährige Franz Josef trat die Nachfolge seines überforderten Onkels an.
Über die Aufenthalte Kaiser Ferdinands in Zirl gibt es mehrere lokale Überlieferungen. Unter anderem besichtigte der Monarch die Ruine Fragenstein, Martinsbühel und die Baustelle der neuen Kirche. In die Chronik eingegangen ist auch sein Besuch am Krankenbett von Franz Partner. Der junge Zirler war im Winter beim Holztransport mit dem Schlitten verunglückt und hatte sich dabei so schwer verletzt, dass er, wie es heißt, „mit dem Gesichte zum Himmel blickte, während er mit dem Bauche am Boden lag“. Ferdinand drückte dem Schwerbehinderten sein Mitgefühl aus und beschenkte ihn und seine Familie.





