Rücksichtsloser Einbruch in die Kirche von Leiblfing
26. Mai 2026 | von
Stefan Dietrich
Mit ihrem schlanken, spitzen Turm und ihrer eindrucksvollen Lage auf einem Felsrücken ist die Kirche von Leiblfing ein Wahrzeichen der Region und Tirols. Diese Postkartenansicht hat – samt Regenbogen! – ein Fotograf um 1930 eingefangen.
Die schmucke Pfarrkirche der Gemeinde Pettnau erlebte aber nicht nur idyllische Zeiten. Am 6. Oktober 1922 meldet der „Tiroler Anzeiger“ einen besonders rücksichtslosen und frechen Einbruch in das Gotteshaus. Die Zeitung berichtet: „In der Nacht zum 3. Oktober wurde in der Leiblfinger Pfarrkirche durch das Kirchenfenster eingebrochen und das Tabernakel so ruiniert, dass ein Neubau geradezu notwendig ist. Es wurde daraus alles geraubt, Ciborium und Monstranz, das vom Sonntag noch zufällig darin war, während das ganze Jahr hindurch nur das Vasculum mit den Hostien darin war. Selbst das hat man noch weg, sodass die hl. Hostien nur auf einem Corporal im zerbrochenen Tabernakel liegen.“
Weiter erfährt man aus dem „Anzeiger“, dass in dieser Nacht auch in die nahegelegene Filialkirche in Oberpettnau eingebrochen wurde. Wohl derselbe Dieb entwendete dort aus der Sakristei Wäsche und einen Messkelch. Natürlich war die Empörung der Bevölkerung groß. Ob der oder die Täter jemals gefasst wurden, ist unklar. Jedenfalls berichten spätere Zeitungsausgaben nichts davon.
Wie zu lesen ist, hatte der damalige Berichterstatter keine Probleme, in seinem Artikel verschiedenste liturgische Begriffe zu verwenden, und nahm wohl an, dass auch sein Leserpublikum diese kannte. Für heutige Leserinnen und Leser, denen vielleicht nicht alle Ausdrücke geläufig sind: Ciborium = das Gefäß, aus dem die Hostien verteilt werden; Vasculum = das Aufbewahrungsgefäß der Hostien; Corporale = das Tuch, auf dem Ciborium und Kelch abgestellt werden.
Die schmucke Pfarrkirche der Gemeinde Pettnau erlebte aber nicht nur idyllische Zeiten. Am 6. Oktober 1922 meldet der „Tiroler Anzeiger“ einen besonders rücksichtslosen und frechen Einbruch in das Gotteshaus. Die Zeitung berichtet: „In der Nacht zum 3. Oktober wurde in der Leiblfinger Pfarrkirche durch das Kirchenfenster eingebrochen und das Tabernakel so ruiniert, dass ein Neubau geradezu notwendig ist. Es wurde daraus alles geraubt, Ciborium und Monstranz, das vom Sonntag noch zufällig darin war, während das ganze Jahr hindurch nur das Vasculum mit den Hostien darin war. Selbst das hat man noch weg, sodass die hl. Hostien nur auf einem Corporal im zerbrochenen Tabernakel liegen.“
Weiter erfährt man aus dem „Anzeiger“, dass in dieser Nacht auch in die nahegelegene Filialkirche in Oberpettnau eingebrochen wurde. Wohl derselbe Dieb entwendete dort aus der Sakristei Wäsche und einen Messkelch. Natürlich war die Empörung der Bevölkerung groß. Ob der oder die Täter jemals gefasst wurden, ist unklar. Jedenfalls berichten spätere Zeitungsausgaben nichts davon.
Wie zu lesen ist, hatte der damalige Berichterstatter keine Probleme, in seinem Artikel verschiedenste liturgische Begriffe zu verwenden, und nahm wohl an, dass auch sein Leserpublikum diese kannte. Für heutige Leserinnen und Leser, denen vielleicht nicht alle Ausdrücke geläufig sind: Ciborium = das Gefäß, aus dem die Hostien verteilt werden; Vasculum = das Aufbewahrungsgefäß der Hostien; Corporale = das Tuch, auf dem Ciborium und Kelch abgestellt werden.