Es ist erstaunlich, dass Telfs im 18. Jahrhundert eine ganze Reihe von anerkannten Künstlern hervorbrachte. Der berühmteste ist zweifellos der Maler Josef Schöpf (1745–1822). Nicht ganz so bekannt, aber als Persönlichkeit seiner Zeit nicht weniger interessant, ist Leopold Puellacher, der vor 250 Jahren, am 3. November 1776, in Telfs geboren wurde. Er lernte bei seinem Vater Anton Puellacher, der ebenfalls Maler war. In seinen frühen Jahren führten ihn künstlerische Aufträge bis nach Wien und Ungarn. Später ließ er sich wieder in Telfs nieder. Seine Werke findet man in Kirchen und Kapellen in Sölden, Oberleutasch, Kappl, Silz, Innerpfitsch und anderen Orten. Für das Gartenhäuschen im Telfer Franziskanerkloster malte er einen Zyklus über das Leben des heiligen Franziskus (Bild oben).
Künstlerisch und stilistisch sind Leopold Puellachers Bilder nicht ganz auf so hohem Niveau wie etwa die seines Zeitgenossen Josef Schöpf. Das glich er aber durch Originalität und Vielseitigkeit aus. So sind von ihm verschiedenste Arbeiten erhalten, die ihn als volkstümlichen Künstler ausweisen, etwa Bilder auf Prozessionsfahnen oder kleine Aquarelle über Andreas Hofer und die Ereignisse von 1809.
Da Leopold Puellacher einen Großteil seines Lebens in Telfs verbrachte, hat er auch in den lokalen Quellen Spuren hinterlassen. Aufzeichnungen der Pfarre ist zu entnehmen, dass er mit seiner großen Familie ein Haus im Unterdorf bewohnte, etwa dort, wo sich heute die McDonald’s-Filiale befindet. Er überlebte zwei Ehefrauen. Im Jahr 1828 heiratete er seine dritte Frau, eine fast 30 Jahre jüngere Imsterin. Aus allen drei Ehen des Malers gingen zwölf Kinder hervor, von denen mindestens zwei schon in jungen Jahren starben. Leopold Puellacher selbst starb am 2. November 1842, einen Tag vor seinem 66. Geburtstag. Sein jüngster Sohn war damals erst ein Jahr alt.
Künstlerisch und stilistisch sind Leopold Puellachers Bilder nicht ganz auf so hohem Niveau wie etwa die seines Zeitgenossen Josef Schöpf. Das glich er aber durch Originalität und Vielseitigkeit aus. So sind von ihm verschiedenste Arbeiten erhalten, die ihn als volkstümlichen Künstler ausweisen, etwa Bilder auf Prozessionsfahnen oder kleine Aquarelle über Andreas Hofer und die Ereignisse von 1809.
Da Leopold Puellacher einen Großteil seines Lebens in Telfs verbrachte, hat er auch in den lokalen Quellen Spuren hinterlassen. Aufzeichnungen der Pfarre ist zu entnehmen, dass er mit seiner großen Familie ein Haus im Unterdorf bewohnte, etwa dort, wo sich heute die McDonald’s-Filiale befindet. Er überlebte zwei Ehefrauen. Im Jahr 1828 heiratete er seine dritte Frau, eine fast 30 Jahre jüngere Imsterin. Aus allen drei Ehen des Malers gingen zwölf Kinder hervor, von denen mindestens zwei schon in jungen Jahren starben. Leopold Puellacher selbst starb am 2. November 1842, einen Tag vor seinem 66. Geburtstag. Sein jüngster Sohn war damals erst ein Jahr alt.





