Dieses Postkartenfoto des Gerhardhofs bei Wildermieming stammt aus dem Jahr 1963. Durch den Um- und Ausbau vor einigen Jahren haben sich das einstige Landgasthaus und seine Umgebung stark verändert. Ein Spaziergang von Telfs zum Gerhardhof ist aber wie schon seit Jahrzehnten eine liebgewonnene und erholsame Gewohnheit für viele Telferinnen und Telfer. Dass auf dem idyllischen Waldweg auch Gefahr lauern könnte, kommt heutigen Spaziergängern aber wohl kaum in den Sinn. Deshalb liest man mit einigem Erstaunen folgende Meldung im „Allgemeinen Tiroler Anzeiger“ vom 6. Oktober 1922: „Von zwei Wegelagerern angefallen wurde nach einem Bericht aus Wildermieming auf dem Heimwege von Telfs vor einigen Tagen im Zimmerbergwalde der zweitälteste Sohn der Gerhardbäuerin, Franz Volgger. Aber sie waren an den Unrechten gekommen: Blitzschnell packte er den ersten Angreifer an der Gurgel, gleichzeitig traf ein so wuchtiger Hieb mit dem Stocke den im Rücken stehenden zweiten Angreifer am Kopfe, daß er betäubt zu Boden fiel; ein paar kräftige Schläge mit dem Haslinger streckten auch den anderen nieder.“
Ein bemerkenswerter Bericht – besonders für alle, die gern davon reden, in welch kriminellen und gefährlichen Zeiten wir leben und wie sicher es doch in der „guten alten Zeit“ war. Wenn sich heute ein derartiger Raubüberfall ereignen würde, kann man sich die aufgeregte Reaktion der Behörden und Medien lebhaft vorstellen. Damals scheint so etwas aber nicht ganz ungewöhnlich gewesen zu sein. Jedenfalls war die Meldung dem „Tiroler Anzeiger“ nur ganze neun Zeilen wert …
Ein bemerkenswerter Bericht – besonders für alle, die gern davon reden, in welch kriminellen und gefährlichen Zeiten wir leben und wie sicher es doch in der „guten alten Zeit“ war. Wenn sich heute ein derartiger Raubüberfall ereignen würde, kann man sich die aufgeregte Reaktion der Behörden und Medien lebhaft vorstellen. Damals scheint so etwas aber nicht ganz ungewöhnlich gewesen zu sein. Jedenfalls war die Meldung dem „Tiroler Anzeiger“ nur ganze neun Zeilen wert …