Vergangene Woche ging es in dieser Serie um Sprüche und Aussagen, die der Heimatforscher Josef Schweinester in den 1930er-Jahren unter dem Titel „Volksglaube, Aberglaube, Gebräuche“ in Telfs gesammelt hat. Hier noch weitere dieser Sager, diesmal zum Thema Landwirtschaft und Wetter. Zum Teil haben die Sprüche den Charakter von Bauernregeln, geben aber auch magisch-abergläubische Vorstellungen wieder. (Unser Bild zeigt eine Zeichnung von Schweinesters Zeitgenossen Andreas Einberger, die Telfer Bauern auf dem Viehmarkt darstellt.)
• Wenn auf dem Acker fertig gesetzt ist, soll man aus geweihten Palmzweigen mit einem Harzwirn (Flachszwirn) Kreuze zusammenbinden. An drei Ecken des Ackers soll je ein Kreuz in der Erde vergraben werden. An der vierten Ecke soll kein Kreuz eingegraben werden, damit die im Acker befindlichen Hexen, schlechten Wünsche und das Ungeziefer an einer Stelle hinauskönnen.
• Wenn die Telfer in die Fasnacht gian, dann wachst der Türken schian.
• Wenn es am Dreifaltigkeits-Sonntag (dem ersten Sonntag nach Pfingsten) regnet, so regnet es neun Sonntage hintereinander.
• Wenn es am Karfreitag einen starken Reifen hat, so schaden die nachfolgenden Reifen den Blüten und Jungwachstum nicht mehr.
• Hat der Geistliche am Sonntag am Altar ein grünes Messgewand an, so wird es bald schlechtes Wetter geben.
• Hagelkörner soll man nicht zu einem Haufen zusammenkehren, sonst steigen sie wieder zur Hagelwolke auf und fallen noch einmal zurück auf dein Feld, aber jedes Hagelkorn vermehrt sich dann zu einem Star Körner. („Star“ ist ein Getreidemaß.)
• Widder- oder Bockshörner, auch ein einzelnes Stierhorn an die Stalltür genagelt, verbannen alle bösen Geister und Krankheiten aus dem Viehstall.
• Die Leutascher, in früheren Zeiten die größten Holzlieferanten, behaupteten: Das Holz muss bei abnehmendem Mond und noch dazu im Zeichen der Fische geschlagen werden. Auch muss der Gipfel am Stamme bleiben, dann trocknet das Holz vollkommen aus, wird „ring“ (leicht) und verzieht sich nicht.
• Wer das Vereisen und Abrinnen der Winterfenster vermeiden will, der wasche die Winterfenster im Zeichen des Steinbocks, des Widders oder des Stieres und hänge sie sofort ein.
• Wenn auf dem Acker fertig gesetzt ist, soll man aus geweihten Palmzweigen mit einem Harzwirn (Flachszwirn) Kreuze zusammenbinden. An drei Ecken des Ackers soll je ein Kreuz in der Erde vergraben werden. An der vierten Ecke soll kein Kreuz eingegraben werden, damit die im Acker befindlichen Hexen, schlechten Wünsche und das Ungeziefer an einer Stelle hinauskönnen.
• Wenn die Telfer in die Fasnacht gian, dann wachst der Türken schian.
• Wenn es am Dreifaltigkeits-Sonntag (dem ersten Sonntag nach Pfingsten) regnet, so regnet es neun Sonntage hintereinander.
• Wenn es am Karfreitag einen starken Reifen hat, so schaden die nachfolgenden Reifen den Blüten und Jungwachstum nicht mehr.
• Hat der Geistliche am Sonntag am Altar ein grünes Messgewand an, so wird es bald schlechtes Wetter geben.
• Hagelkörner soll man nicht zu einem Haufen zusammenkehren, sonst steigen sie wieder zur Hagelwolke auf und fallen noch einmal zurück auf dein Feld, aber jedes Hagelkorn vermehrt sich dann zu einem Star Körner. („Star“ ist ein Getreidemaß.)
• Widder- oder Bockshörner, auch ein einzelnes Stierhorn an die Stalltür genagelt, verbannen alle bösen Geister und Krankheiten aus dem Viehstall.
• Die Leutascher, in früheren Zeiten die größten Holzlieferanten, behaupteten: Das Holz muss bei abnehmendem Mond und noch dazu im Zeichen der Fische geschlagen werden. Auch muss der Gipfel am Stamme bleiben, dann trocknet das Holz vollkommen aus, wird „ring“ (leicht) und verzieht sich nicht.
• Wer das Vereisen und Abrinnen der Winterfenster vermeiden will, der wasche die Winterfenster im Zeichen des Steinbocks, des Widders oder des Stieres und hänge sie sofort ein.





