Auf den Feiertag folgt der graue Liga-Alltag
Nach dem Fußballfest gegen den FC Wacker Innsbruck darf Telfs schon wieder zuhause ran – diesmal wartet ein Nachzügler
1. April 2025 | von
Alex Dosch
Der Zeitpunkt, als das Emat endgültig zum Tollhaus wurde: Matej Dretvic trifft in Minute 95 zum 2:2 und dreht jubelnd ab. Foto: Maria Rangger
SV TELFS – SC KUNDL, Sonntag, 6. April, 17.00. Allerdings erwies sich die zuletzt als echte Plage. In der Hinrunde setzte es nach dem 0:0 am Tivoli eine empfindliche 2:5-Klatsche. „Damals waren wir nach dem Wacker-Spiel auch auf Wolke sieben und sind dann am harten Boden der Realität gelandet. Eine solche Schmach wollen wir uns nicht noch mal geben“, weiß Trainer Marcel Schreter.
Der fand nach dem 2:2 gegen „seinen“ Wacker entgegen seiner Gewohnheiten kaum Worte. „Unglaublich, was da abging.“ Schon vor Anpfiff war die Stimmung am Siedepunkt. 2.000 Zuschauer sorgten für eine Atmosphäre, die nicht spurlos an seinen „Säbelzahntigern“ vorüberging. „Als ich in die Gesichter meiner Jungs blickte, habe ich schon einiges an Nervosität gesehen. Aber die war dann schnell verflogen. Die Burschen haben dermaßen gekämpft. Und das Wichtigste: Sie haben sich nicht versteckt“, sah Schreter in der mutigen Spielweise den Schlüssel zum Erfolg. „Die meisten Teams stellen sich gegen Wacker hinten rein. Und genau das ist der Fehler. Denn wenn die mal ins Spielen kommen, hast du keine Chance. Deshalb haben wir versucht, sie hoch anzupressen. Auch wenn das natürlich nicht über die 90 Minuten ging.“
Ein Indiz für die defensive Kompaktheit: Beide Treffer der Innsbrucker resultierten aus Standards. Ebenso wie jene der „Säbelzahntiger“. Erst traf Josip Steko vom Punkt zum 1:1, ehe „Joker“ Matej Dretvic in Minute 95 nach einem Eckball per Ferse für den umjubelten 2:2-Endstand sorgte. „Danach war das Emat ein Tollhaus und knapp vor dem Abriss“, so ein überglücklicher Telfs-Coach.
SV BÄCKER RUETZ KEMATEN – SV WÖRGL, Samstag, 5. April, 16.00. Von den letzten elf Duellen konnte Kematen sechs für sich entscheiden. Das 0:1 im Herbst war eine von bislang nur drei Niederlagen. „Man hat schon im Hinspiel gesehen, dass Wörgl über eine technisch gute Mannschaft verfügt. Aber wenn wir dieselbe Moral und denselben Spielwitz an den Tag legen wie in St. Johann, dann mach ich mir keine Sorgen“, kam Trainer Sammy Glatz bei der Analyse des 4:3 aus dem Schwärmen nicht heraus. Kein Wunder, war allein der Spielfilm eines jeden Hitchcock-Thrillers würdig.
Bis zur 84. Minute lagen die „Blues“ in einer von beiden Seiten offensiv geführten Begegnung mit 2:1 in Front, ehe der Tabellendritte die Partie mit zwei Treffern binnen zwei Minuten drehte. „Dass wir das Spiel dann nochmal drehen, zeigt, welche Moral in der Mannschaft steckt.“ Erst war es Elias Ulses, der mit seinem zweiten Treffer alles auf Anfang stellte, ehe der eingewechselte Alexander März in der Nachspielzeit mit seinem Tor zum 4:3 einem irren Finish die Krone aufsetzte und dafür sorgte, dass Kematen zum achten Mal in Folge gegen St. Johann ungeschlagen blieb. „Irgendwie scheint uns ihr 3-4-3 zu liegen. Wir waren von Beginn an gut auf den Gegner eingestellt. Jeder einzelne Spieler hat genau gewusst, was auf ihn zukommt und seine Aufgaben zu 100 Prozent erfüllt. Aber auch spielerisch war das richtig gut. Wir haben viele Chancen kreiert und waren vor allem über die Seiten stets gefährlich“, so ein zufriedener „Blues“-Coach.
VÖLSER SV – SK EBBS, Sonntag, 6. April, 10.30. In acht Auswärtsspielen holte Ebbs erst drei Remis. Es ist also gut möglich, dass Völs nach drei Niederlagen endlich wieder einmal gegen die Unterländer anschreibt. Im Herbst setzte es jedoch eine empfindliche 0:6-Klatsche. „Was die letzten Duelle angeht, haben wir etwas Aufholbedarf“, erwartet Gregor Engel-brecht einen „sehr unangenehmen, sehr spielstarken Gegner“. Gut möglich, dass der VSV-Coach ob der „englischen Woche“ – am Mittwoch nach Red. Schluss fand der Nachtrag in St. Johann statt – den Rotationsmotor anwirft. „Um die Belastung richtig zu steuern, werden wir sicherlich etwas rotieren.“
Gegen Fügen konnte Engelbrecht nach langer Zeit wieder einmal fast aus dem Vollen schöpfen. Dennoch langte es nicht zum ersten Sieg auf Fügener Boden seit über elf Jahren. „Wir sind überhaupt nicht gut ins Spiel gekommen. Vor allem in den ersten 15 Minuten hatten wir Schwierigkeiten. Und auch danach war Fügen besser.“
In Hälfte zwei agierten seine Grün/Weißen deutlich zielstrebiger. „Da haben wir ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Wir haben uns viele Möglichkeiten erarbeitet. Nur der allerletzte Pass kam zu selten an. Außerdem hat uns in gewissen Situationen auch das nötige Glück gefehlt.“ Dem nicht genug, gelang den Zillertalern ausgerechnet in der Völser Sturm- und Drangphase der entscheidende Treffer zum 2:1-Endstand. Maximilian Wurm jagte in bester Herbert-Prohaska-Manier das Leder per Spitz in den Winkel.
Die Spiele der 16. Runde: St. Johann – Kematen 3:4 (0:1). Tore: Pauli (50.), Krimbacher (84.), Bader (86.); Ulses (45.+2, 87.), Leitner (80. Elfmeter), März (91.). Fügen – Völs 2:1 (1:1). Tore: Dengg (16.), Wurm (64.); Markt (27.). Telfs – Wacker Innsbruck 2:2 (1:1). Tore: Steko (31. Elfmeter), Dretvic (95.); Lorenz (28.), Yilmaz (53. Elfmeter). Gelb/Rot: Koller (87. Unsportlichkeit/Telfs).
Der fand nach dem 2:2 gegen „seinen“ Wacker entgegen seiner Gewohnheiten kaum Worte. „Unglaublich, was da abging.“ Schon vor Anpfiff war die Stimmung am Siedepunkt. 2.000 Zuschauer sorgten für eine Atmosphäre, die nicht spurlos an seinen „Säbelzahntigern“ vorüberging. „Als ich in die Gesichter meiner Jungs blickte, habe ich schon einiges an Nervosität gesehen. Aber die war dann schnell verflogen. Die Burschen haben dermaßen gekämpft. Und das Wichtigste: Sie haben sich nicht versteckt“, sah Schreter in der mutigen Spielweise den Schlüssel zum Erfolg. „Die meisten Teams stellen sich gegen Wacker hinten rein. Und genau das ist der Fehler. Denn wenn die mal ins Spielen kommen, hast du keine Chance. Deshalb haben wir versucht, sie hoch anzupressen. Auch wenn das natürlich nicht über die 90 Minuten ging.“
Ein Indiz für die defensive Kompaktheit: Beide Treffer der Innsbrucker resultierten aus Standards. Ebenso wie jene der „Säbelzahntiger“. Erst traf Josip Steko vom Punkt zum 1:1, ehe „Joker“ Matej Dretvic in Minute 95 nach einem Eckball per Ferse für den umjubelten 2:2-Endstand sorgte. „Danach war das Emat ein Tollhaus und knapp vor dem Abriss“, so ein überglücklicher Telfs-Coach.
SV BÄCKER RUETZ KEMATEN – SV WÖRGL, Samstag, 5. April, 16.00. Von den letzten elf Duellen konnte Kematen sechs für sich entscheiden. Das 0:1 im Herbst war eine von bislang nur drei Niederlagen. „Man hat schon im Hinspiel gesehen, dass Wörgl über eine technisch gute Mannschaft verfügt. Aber wenn wir dieselbe Moral und denselben Spielwitz an den Tag legen wie in St. Johann, dann mach ich mir keine Sorgen“, kam Trainer Sammy Glatz bei der Analyse des 4:3 aus dem Schwärmen nicht heraus. Kein Wunder, war allein der Spielfilm eines jeden Hitchcock-Thrillers würdig.
Bis zur 84. Minute lagen die „Blues“ in einer von beiden Seiten offensiv geführten Begegnung mit 2:1 in Front, ehe der Tabellendritte die Partie mit zwei Treffern binnen zwei Minuten drehte. „Dass wir das Spiel dann nochmal drehen, zeigt, welche Moral in der Mannschaft steckt.“ Erst war es Elias Ulses, der mit seinem zweiten Treffer alles auf Anfang stellte, ehe der eingewechselte Alexander März in der Nachspielzeit mit seinem Tor zum 4:3 einem irren Finish die Krone aufsetzte und dafür sorgte, dass Kematen zum achten Mal in Folge gegen St. Johann ungeschlagen blieb. „Irgendwie scheint uns ihr 3-4-3 zu liegen. Wir waren von Beginn an gut auf den Gegner eingestellt. Jeder einzelne Spieler hat genau gewusst, was auf ihn zukommt und seine Aufgaben zu 100 Prozent erfüllt. Aber auch spielerisch war das richtig gut. Wir haben viele Chancen kreiert und waren vor allem über die Seiten stets gefährlich“, so ein zufriedener „Blues“-Coach.
VÖLSER SV – SK EBBS, Sonntag, 6. April, 10.30. In acht Auswärtsspielen holte Ebbs erst drei Remis. Es ist also gut möglich, dass Völs nach drei Niederlagen endlich wieder einmal gegen die Unterländer anschreibt. Im Herbst setzte es jedoch eine empfindliche 0:6-Klatsche. „Was die letzten Duelle angeht, haben wir etwas Aufholbedarf“, erwartet Gregor Engel-brecht einen „sehr unangenehmen, sehr spielstarken Gegner“. Gut möglich, dass der VSV-Coach ob der „englischen Woche“ – am Mittwoch nach Red. Schluss fand der Nachtrag in St. Johann statt – den Rotationsmotor anwirft. „Um die Belastung richtig zu steuern, werden wir sicherlich etwas rotieren.“
Gegen Fügen konnte Engelbrecht nach langer Zeit wieder einmal fast aus dem Vollen schöpfen. Dennoch langte es nicht zum ersten Sieg auf Fügener Boden seit über elf Jahren. „Wir sind überhaupt nicht gut ins Spiel gekommen. Vor allem in den ersten 15 Minuten hatten wir Schwierigkeiten. Und auch danach war Fügen besser.“
In Hälfte zwei agierten seine Grün/Weißen deutlich zielstrebiger. „Da haben wir ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Wir haben uns viele Möglichkeiten erarbeitet. Nur der allerletzte Pass kam zu selten an. Außerdem hat uns in gewissen Situationen auch das nötige Glück gefehlt.“ Dem nicht genug, gelang den Zillertalern ausgerechnet in der Völser Sturm- und Drangphase der entscheidende Treffer zum 2:1-Endstand. Maximilian Wurm jagte in bester Herbert-Prohaska-Manier das Leder per Spitz in den Winkel.
Die Spiele der 16. Runde: St. Johann – Kematen 3:4 (0:1). Tore: Pauli (50.), Krimbacher (84.), Bader (86.); Ulses (45.+2, 87.), Leitner (80. Elfmeter), März (91.). Fügen – Völs 2:1 (1:1). Tore: Dengg (16.), Wurm (64.); Markt (27.). Telfs – Wacker Innsbruck 2:2 (1:1). Tore: Steko (31. Elfmeter), Dretvic (95.); Lorenz (28.), Yilmaz (53. Elfmeter). Gelb/Rot: Koller (87. Unsportlichkeit/Telfs).