Artikel teilen
Artikel teilen >

Aufsteiger zog „Säbelzahntigern“ den Zahn

Acht Tore, zwei Platzverweise und zehn gelbe Karten: Oberperfuss entscheidet turbulentes Match gegen Telfs mit 5:3 für sich

750 Zuschauer fanden am Sonntag den Weg aufs Emat. Und die wurden bestens unterhalten. Nicht nur wegen des offenen Schlagabtausches, sondern auch ob einer Menge hochkochender Emotionen. Am Ende setzte sich Oberperfuss mit 5:3 durch. Am Sonntag fühlt der Aufsteiger Titelkandidat Wattens auf den Zahn.
26. August 2025 | von Alex Dosch
Aufsteiger zog „Säbelzahntigern“ den Zahn
Telfs (Simon Post, links) und Oberperfuss (Marius Martha) lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Foto: alex dosch
WSG TIROL JUNIORS – SV WEBER BETON OBERPERFUSS, Sonntag, 31. August, 10.30. Dabei kommt es zum Duell zwischen den beiden Cousins Moritz Hupfauf (Juniors) und Noah Heis. „Ich hoffe, er macht kein Tor, damit ich unsere Torwette gewinne“, matcht sich Oberperfuss’s Spielmacher mit Hupfauf und Kematens David Bucher darum, wer am Ende der Saison am häufigsten trifft.
Beim unterhaltsamen 5:3 in Telfs schrieb Heis zweimal an und trug damit maßgeblich dazu bei, dass der Aufsteiger von der Tabellenspitze lacht. „Das war eine richtig coole Partie, ein offener Schlagabtausch. Telfs hat uns extrem hoch angepresst und es uns damit sehr schwer gemacht, unser Spiel durchzuziehen. Aber wir sind immer cool geblieben und haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht.“ Dass bei Telfs ob so manch Schiedsrichter-Entscheidung die Wogen hochgingen, konnte der blonde Wirbelwind nicht nachvollziehen. „Ja, es sind ein paar Fehlentscheidungen passiert. Aber auf beiden Seiten und aus meiner Sicht nichts Entscheidendes.“

SC MILS – SV TELFS, Samstag, 30. August, 17.00. In der Vorsaison siegte Telfs auf fremden Boden mit 3:1. Eine Heimpleite setzte es dagegen gegen Oberperfuss. „In der ersten Halbzeit hatten wir alles im Griff. Aber vorne fehlt uns einfach die Durchschlagskraft. Oberperfuss geht dagegen mit der ersten Chance in Führung“, wollte Marcel Schreter nach dem 3:5 weniger über das Spiel als über die Leistung von Schiedsrichter David Astl reden. „Das war ein Skandal! Jede entscheidende Szene hat er gegen uns gepfiffen.“ Und davon gab es aus Schreters Sicht einige. „Beim Foul an Jakob (Klieber, Anmerk.) muss er entweder Gelb und Elfmeter oder Rot und Freistoß geben. Das war ein klarer Torraub. Und bei der Tätlichkeit an Doschi (Marcel Dosch, Anmerk.) muss er auch die Rote zeigen. Dazu kamen noch viele andere Fehlentscheidungen.“
Rot sahen aber nur die „Säbelzahntiger“. Christopher Strigl flog mit der Ampelkarte vom Platz – „Co“ Dominik Monz wurde schon vorher der Betreuerbank verwiesen. „Sobald ein Beobachter da ist, schauen die Schiedsrichter auf alles. Ob man eine Linie übertritt, ob die Stutzen richtig sitzen, ob die Farbe der Unterziehhose zum Dress passt. Aber auf das Wesentliche schauen sie nicht“, war der Telfs-Coach geladen wie selten.

VÖLSER SV – INNSBRUCKER AC, Freitag, 29. August, 18.00. Völs hielt sich gegen den IAC meist schadlos. Von den letzten elf Duellen ging nur eines verloren. Allerdings startete die Matic-Elf mit zwei Siegen bravourös in die Saison. Doch auch der Völser Auftakt kann sich sehen lassen. Nach dem 1:1 gegen Titelkandidat St. Johann wurde auch Volders ein Punkt abgeknöpft.
Die Grün/Weißen legten beim 1:1 einen Traumstart hin. Nach einem schönen Pass in die Tiefe legte Christoph Markt den Ball quer – Routinier Benjamin Pranter brauchte nur noch einzuschieben. „Die erste Halbzeit war hervorragend. Wir hatten alles unter Kontrolle, haben Ball und Gegner laufen lassen“, konnte sich Trainer Stefan Milenkovic den Einbruch in Durchgang zwei nicht vollends erklären. „Unser Spiel ist auf Ballbesitz aufgebaut. In der zweiten Hälfte haben wir aber nur noch mit langen Bällen agiert. Das war sicher mit ein Grund, dass Volders immer mehr gedrückt hat.“ Und schließlich auch belohnt wurde. Ein Freistoß aus 35 Metern landete im Gehäuse von Goalie Simon Trojer. „Alles in allem geht das Remis in Ordnung. Auch wenn es weh tut“, so Milenkovic.

SV BÄCKER RUETZ KEMATEN – SK ST. JOHANN, Freitag, 29. August, 18.30. Nach den Tirol Juniors geht es gegen den nächsten Titelkandidaten. Vor Ehrfurcht erstarren werden Raitmair & Co. vor St. Johann allerdings nicht. Zum einen verlor man keines der letzten acht Duelle, zum anderen rang man den Juniors ein 3:3 ab.
Vor allem die Schlussphase hatte es in sich. Zweimal einem Rückstand hinterhergerannt, traf der knapp zuvor eingewechselte Jonas Gruber acht Minuten vor dem Ende zum vermeintlichen 2:2-Endstand. Doch danach wurde es erst so richtig wild. In der 93. Minute gingen die Gäste zum dritten Mal in Führung. Zwei Minuten später stellte Martin Plunser mit einem Treffer der Marke „Traumtor“ auf 3:3. Nach einem Eckball versenkte Plunser das Spielgerät aus 25 Metern Entfernung per Dropkick ins Kreuzeck. „Die Schlussphase war der absolute Wahnsinn“, sprach Trainer Elvir Karahasanovic von einem verdienten Punktgewinn. „Weil wir mit Ausnahme der ersten 25 Minuten unseren Matchplan konsequent umgesetzt haben und immer wieder Nadelstiche setzen konnten. Und gegen eine so starke Mannschaft musst du erst dreimal einen Rückstand aufholen.“   
Aufsteiger zog „Säbelzahntigern“ den Zahn
Noah Heis (rechts gegen Emanuel Wendl) schnürte einen Doppelpack. Foto: alex dosch

Feedback geben

Feedback abschicken >
Nach oben
Wir verwenden Cookies, Tracking- und (Re-) Targeting-Technologien. Damit wollen wir unsere Webseite nutzerfreundlicher gestalten und fortlaufend verbessern. Wenn Sie unsere Webseite weiter nutzen, stimmen Sie dadurch der Verwendung von Cookies zu – ausgenommen sind Cookies für Google-Marketing-Produkte.
Einverstanden
Weiter ohne Google-Marketing-Produkte.
Weitere Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.