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„Blues“ wollen Derby-Bilanz aufpolieren

Zum 32. Mal seit 1990 treffen Kematen und Völs auf Meisterschaftsebene aufeinander – Grün/Weiß liegt im „Head to Head“ voran

Die Derby-Vergangenheit zwischen Kematen und Völs ist nicht so eine intensive, wie man es vielleicht vermuten möchte. In den 90iger Jahren trafen die beiden Lokalrivalen nicht einmal aufeinander. Erst mit der Gebietsliga-Saison 2003/04 nahm das Derby Fahrt auf.
22. April 2025 | von Alex Dosch
„Blues“ wollen Derby-Bilanz aufpolieren
Franz Gruber (links) bestritt bislang alle Derbys im grün/weißen Völs-Trikot. Am Samstag trifft Gruber mit Kematen (Elias Ulses, rechts) erstmals auf seinen Ex-Club. Foto: alex dosch
VÖLSER SV – SV BÄCKER RUETZ KEMATEN, Samstag, 26. April, 16.30. Seitdem kreuzten beide Teams 31 Mal die Klingen. Während Völs den Rasen 13 Mal als Sieger verließ, hatte Kematen elfmal die Nase vorne. „Wir haben in den letzten Derbys oftmals als bessere Mannschaft verloren. Deshalb ist es uns ein echtes Anliegen, dieses Mal einen Sieg einzufahren“, kennt Kematens Sammy Glatz den süßen Geschmack eines Derby-Triumphs. Im Herbst siegten seine „Blues“ mit 1:0. Matteo Peternell sorgte für den entscheidenden Treffer.
Jener Peternell, der beim 3:1 über Ebbs für den Schlusspunkt sorgte. Zuvor war es „Youngster“ Jonas Gruber, der die Hausherren mit 1:0 in Front  brachte. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der Gäste traf Alexander März praktisch mit dem Pausenpfiff zur neuerlichen Führung. „Das Tor von Matteo hat den Gegner endgültig gebrochen. Aber bis zu diesem Zeitpunkt war Ebbs stets gefährlich“, sprach Glatz von einer geschlossen guten Teamleistung und einem letztlich verdienten Sieg. „Weil wir stets versucht haben, Fußball zu spielen. Zudem hat die Mannschaft Moral bewiesen und ein ganz anderes Gesicht gezeigt als beim 0:7 in Fügen.“
Ein starkes Kollektiv wird es auch gegen Völs brauchen. Das Team von Gregor Engelbrecht kam nach einem verkorksten Rückrundenstart zuletzt immer besser in Fahrt, holte aus den letzten drei Spielen sieben Punkte. „Für uns ist das Derby immer eines der schönsten Spiele des Jahres. Wir freuen uns auf eine tolle Kulisse und wollen natürlich unsere positive Bilanz weiter ausbauen“, weiß der Völs-Coach, was seine Truppe am Samstag erwartet. „Kematen hat einen Lauf und ist sehr effektiv.“
Tugenden die auch auf sein Team zutreffen. Vor allem die Abwehr erwies sich zuletzt als Bollwerk. In den jüngsten drei Partien setzte es nur ein Gegentor. Und zwar jenes beim Kellerkracher in Mils (3:1). „Wir waren uns der Wichtigkeit dieses Sechs-Punkte-Spiels bewusst. Aber wir haben mehr Freude als Druck verspürt.“ Eine Herangehensweise, die sich im Nachhinein als völlig richtig erwies. Zwar gingen die Grün/Weißen knapp vor der Pause durch Routinier Johannes Kinzner in Führung – richtig zufrieden war Engelbrecht mit der Leistung in Halbzeit eins allerdings nicht. „Wir sind von Anfang an nicht richtig rein gekommen. Im Grunde war es ein Spiel auf Augenhöhe, in dem es nach 45 Minuten auch anders aussehen kann.“
Hilfreich zur Seite kam Völs ein Platzverweis auf Seiten der Gastgeber direkt nach dem Seitenwechsel. „Ab diesem Zeitpunkt haben wir das Spiel kontrolliert und uns extrem viele Torchancen erarbeitet. Aber leider kam in dieser Phase auch wieder unser größtes Manko zum Tragen: die mangelhafte Chancenverwertung. Mal sind wir im Eins-gegen-Eins am Tormann gescheitert, mal haben wir den Ball über’s leere Tor geschossen.“ Und so musste es wieder mal ein Routinier richten. Benjamin Pranter stellte mit zwei Treffern den zweiten Sieg in Serie sicher.

SK ST. JOHANN – SV TELFS, Sonntag, 27. April, 14.00. Die St. Johanner gaben in den letzten Duellen alles andere als Würstchen ab. Im Gegenteil: Sie lagen den „Säbelzahntigern“ richtig schwer im Magen. Drei Spiele, null Punkte und 13 Gegentore, so die ernüchternde Bilanz. Im Herbst setzte es eine 1:5-Klatsche. „St. Johann ist eine Art Angstgegner. Ich kann mich nicht erinnern, gegen St. Johann jemals was geholt zu haben“, weiß Trainer Marcel Schreter.
Nichts zu holen gab es für seine ersatzgeschwächte Mannschaft (fünf Stammkräfte fehlten) gegen den IAC. Am Ende stand ein deutliches 0:4. „Dabei haben wir gar nicht mal so schlecht gespielt. Aber der IAC hat sich als sehr effiziente Mannschaft erwiesen. Die haben aus den ersten drei Chancen drei Tore gemacht“, sprach Schreter den größten Unterschied an diesem Abend an: die Effektivität.
Während sich die Innsbrucker im Abschluss als eiskalt erwiesen, war der Telfer Sturm nicht mehr als ein laues Lüfterl. „In der Offensive hat gar nichts zusammengepasst. Wir sind aber auch nie in Pressing-Situationen gekommen. Was wohl auch damit zu tun hat, dass wir in dieser Formation noch nie zusammengespielt haben. Zudem ist der IAC sehr tief gestanden. Aber es gibt halt so Tage. Es kann nicht immer nur die Sonne scheinen.“
Zwei Dinge erhellten das Gemüt des Telfs-Trainers dann doch noch. Zum einen das Start-Elf-Debüt von Noah Egger und zum anderen der erste Regionalliga-Tirol-Einsatz von Simon Post. „Noah hat eine Bombenpartie gemacht. Und Simon hat sich nach seiner Einwechslung sehr gut in die Mannschaft eingefügt. Das macht richtig Spaß mit den Jungs.“
„Blues“ wollen Derby-Bilanz aufpolieren
Elias Praxmarer und seine Telfer konnten die Hürde IAC nicht überspringen. Foto: alex dosch

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