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Brust könnte vor Derby nicht breiter sein

Inzing kann sich vorzeitig die Winterkrone sichern – Oberhofen/Pfaffenhofen tankte zuletzt ordentlich Selbstvertrauen

Viel mehr Werbung in eigener Sache hätten beide Teams vor dem 25. Derby - auf Meisterschaftsebene seit 1990 - nicht machen können. Während Tabellenführer Inzing ein spielstarkes Lechtal mit 3:0 in die Schranken wies, fertigte Oberhofen/Pfaffenhofen den Tabellendritten Rietz/Stams mit 7:0 ab.
29. Oktober 2025 | von Alex Dosch
Brust könnte vor Derby nicht breiter sein
Aaron Müller und seine Oberhofer nahmen Rietz/Stams beim 7:0 ordentlich unter Beschuss. Foto: Alex Dosch
SU INZING - FC FRITZ OBER-HOFEN/PFAFFENHOFEN, Sonntag, 2. November, 14.00. Trotz des höchsten Sieges seit über 14 Jahren, einem 9:0 in Seefeld am 29. Mai 2011, lässt FCOP-Coach Josef Sporer die Bäume nicht in den Himmel wachsen. „Die Jungs dürfen jetzt mal feiern. Aber wir müssen schon am Boden bleiben. Inzing ist der klare Favorit. Auch weil wir auswärts unsere Defizite haben.“ Wenn seine Truppe aber ebenso effizient agiert wie zuletzt gegen Rietz/Stams, dann ist alles drinnen.
Gegen den Tabellendritten sorgte Baran Keklik nach wenigen Sekunden aus abseitsverdächtiger Position für die frühe Führung. „Das schnelle Tor hat uns in die Karten gespielt. Denn die ersten 20 Minuten sind wir richtig ins Schwitzen geraten, war Rietz/Stams klar besser.“ Allerdings zeigten sich Bloeb & Co. im Spiel nach vorne kalt wie eine Hundeschnauze. „Wir haben Rietz/Stams in der ersten Halbzeit viermal klassisch ausgekontert“, warnte Sporer sein Team zur Pause, das Spiel trotz des komfortablen 4:0-Vorsprungs auf die leichte Schulter zu nehmen. Mit Erfolg! 
In Abschnitt zwei drehte Oberhofen/Pfaffenhofen so richtig auf, hatte gegen eine inferiore Gäste-Abwehr aber auch leichtes Spiel. Am Ende stand ein deutliches 7:0. Ein 7:0 mit Fragezeichen. Denn laut Spielbericht nutzte Sporer vier anstatt der erlaubten drei Wechselfenster. „Man sieht auf dem Video eindeutig, dass ich die fünf Spieler korrekt eingewechselt habe“, macht sich Ober-hofens Coach keine Sorgen, dass aus dem 7:0 noch ein 0:3 werden könnte.
Völlig von Sorgen befreit ist aktuell auch Inzing-Coach Michael Augustin. Der ist mit seinem Team seit sieben Runden unbesiegt, feierte zuletzt in Elbigenalp einen 3:0-Erfolg. Ein Sieg, der auf den ersten Blick deutlicher aussieht als er es letztlich war. „Lechtal war der bislang spielstärkste Gegner. In den ersten 20 Minuten haben sie uns ganz schön hergespielt. Allerdings nur bis zum Sechzehner. Zum Glück ist uns mit der ersten Chance das 1:0 gelungen.“ Und nach dem 2:0 direkt nach der Pause durch Routinier Clemens Walch war der Widerstand der Hausherren gebrochen. „Kompliment an meine Mannschaft. Das war eine sehr gute Teamleistung. Jeder hat für jeden gekämpft.“
Tugenden die es auch im Derby brauchen wird. „Oberhofen verfügt über viel Geschwindigkeit und ist von Jogi (Josef Sporer, Anmerk.) immer gut eingestellt. Das wird ganz schwer. Das hat man schon im Cup gesehen“, so Augustin. Vor  93 Tagen siegte Inzing nach torlosen 90 Minuten im Elfmeterschießen mit 5:4.

SPG PITZTAL - FC SEEFELDER PLATEAU, Sonntag, 2. November, 11.00. Richtig viel zu holen gab es für Seefeld im Pitztal bislang nicht. In sieben Spielen auf Arzler Boden reichte es nur zu sieben Punkten. Im März trennten sich beide Teams torlos.
Den ersten Dreier nach zuvor sechs sieglosen Partien in Folge holte das Team von Patrick Klotz beim 6:2 über Schlusslicht Mieminger Plateau. „Wir haben da angeknüpft wo wir letzte Woche aufgehört haben. Man merkt einfach, dass gewisse Störfaktoren nicht mehr da sind. Es ist viel mehr Ruhe in unserem Spiel, die Stimmung ist extrem positiv und die Burschen haben Takt gekämpft. Letztendlich geht der Sieg auch in dieser Höhe in Ordnung“, zeigte sich Seefelds Coach sichtlich erleichtert. „Kein Wunder nach den letzten sechs Runden mit nur drei Punkten.“

FC ZIRL – SPG LECHTAL, Sonntag, 2. November, 14.00. Im Duell Absteiger gegen Aufsteiger scheint jeder Ausgang möglich. Zum einen haben sich die Lechtaler in der neuen Liga gut akklimatisiert, zum anderen zeigte sich Zirl zuletzt stark verbessert. Aus den letzten drei Spielen holten Kapferer & Co. sieben Zähler. 
In Tarrenz gelang der zweite Sieg in Serie. Oldie Marvin Kranebitter stellte mit seinem ersten Treffer seit fast auf den Tag genau vier Jahren – am 26. Oktober 2021 traf der 37-Jährige beim Telfer 5:4 über die Tirol Juniors doppelt – den 2:1-Sieg sicher. „Ich freue mich irrsinnig für ihn. Selbst jetzt als Sechser weiß er noch immer wo das Tor steht. Zudem spielt er sehr mannschaftsdienlich und ist enorm wichtig für uns“, bewies Stefan Höller bei seinen Einwechslungen ein goldenes Händchen. Denn sowohl Kranebitter als auch der Torschütze zum 1:0, Noah Wambacher, kamen von der Bank. Alles in allem sprach Zirls Coach von einem „dreckigen“ Sieg. „Der Platz war sehr tief. Zudem war es arschkalt. Dementsprechend war das Spiel nicht schön anzusehen. Aber egal: Auch ein dreckiger Sieg ist schön.“

DIE SPIEL DER 11. RUNDE: Tarrenz – Zirl 1:2 (0:0). Tore: Schöpf (81.); Wambacher (47.), Kranebitter (85.). Lechtal – Inzing 0:3 (0:1). Tore: Plattner (20.), Walch (52.), Fischer (81.). Oberhofen/Pfaffenhofen – Rietz/Stams 7:0 (4:0). Tore: Keklik (1., 51.), Ri. Zoller (23.), Bloeb (34., 44.), Linter (57.), Göloglu (88.). Rot: Grill (67. Torraub/Rietz/Stams). Seefelder Plateau – Mieminger Plateau 6:2 (2:1). Tore: Forizs (11.), Dubravac 45.+1 Elfmeter, 86.), Kalafat (69.), Föger (77., 84.); Spielmann (5.), Zotz (72.). Gelb/Rot: Stoll (45.+1/Unsportlichkeit/Mieming). 

 
Brust könnte vor Derby nicht breiter sein
Dieser Schuss von Ricardo Zoller senkte sich zum 2:0 ins Netz. Foto: Alex Dosch

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