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Der Auftakt macht durchaus Lust auf mehr

Kematen und Völs trennen sich in einem unterhaltsamen Derby 1:1-remis – Telfs startet mit Heimsieg in die Rückrunde

Es gab wahrlich schon schlechtere Spiele in der Derby-Geschichte als jenes zum Frühjahrsauftakt. Und dies trotz der langen Winterpause. Vor allem in der zweiten Halbzeit geizten sowohl Kematen als auch Völs nicht mit Einsatz, Leidenschaft und Laufbereitschaft. Am Ende gab’s eine gerechte Punkteteilung.
24. März 2026 | von Alex Dosch
Der Auftakt macht durchaus Lust auf mehr
Kematen (Simon Gatscher, Mitte) und Völs (weiße Trikots) teilten die Punkte. Foto: alex dosch
VÖLSER SV – FC VOLDERS, Sonntag, 28. März, 13.30. Punkte sollen auch bei der Völser Heimpremiere gegen Volders her. Am besten in dreifacher Ausführung. Im Herbst kamen die Grün/Weißen über ein mageres 1:1 nicht hinaus. Allerdings holten Markt & Co. aus den jüngsten sieben Heimspielen gegen die Unterländer nicht weniger als 16 Punkte.
Ein Zähler wurde es zum Rückrundenstart in Kematen. „Ich bin nicht zufrieden, kann aber mit dem Ergebnis leben“, sprach Trainer Stefan Milenkovic nach dem 1:1 vom „erwartet schweren Spiel. Wir haben gewusst was auf uns zukommt. Zudem konnten wir zuvor nicht einmal auf Rasen trainieren. Dennoch haben wir gut begonnen. Wir hatten viel Ballbesitz und auch die Spielkontrolle. Kematen war eigentlich nie richtig gefährlich. Außer bei weiten Einwürfen und bei Standards.“
Aus einem solchen entstand auch die Führung der Gastgeber. Kematens Winter-Neuzugang Florian Schweighofer stand nach einem Eckball goldrichtig, traf zum 1:0. Doch die Völser Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Spielmacher Johannes Kinzner wurde im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht, Ömer Köken verwandelte den fälligen Strafstoß souverän. „Wir haben die letzten 20 Minuten dann nochmal ordentlich gedrückt. Aber am Ende geht das Unentschieden in Ordnung“, so der Völs-Coach.

WSG TIROL JUNIORS – SV BÄCKER RUETZ KEMATEN, Freitag, 27. März, 19.00. Für die „Blues“ kommt es in den nächsten zwei Wochen knüppeldick. Denn mit St. Johann und am Freitag mit den Tirol Juniors warten gleich zwei Titelkandidaten. Der letzte Kemater Erfolg auf Wattener Boden liegt bereits über acht Jahre zurück. Im Herbst (3:3) knöpften die „Blues“ der Ludwiger-Elf allerdings einen Punkt ab.
Einen Punkt gab es auch im Derby gegen Völs. Es hätten aber auch gut und gerne drei sein können, hätte der zuvor eingewechselte Sebastian Fracaro die Riesenchance knapp vor dem Ende genutzt. Nach einem hohen Ball tauchte Fracaro plötzlich alleinstehend vor Völs-Goalie Simon Trojer auf, hämmerte das Leder allerdings in den Kemater Nachthimmel. „Das muss ein Tor sein. Den muss er machen. Dann nehmen wir die drei Punkte mit“, konnte Kematens Elvir Karahasanovic mit der Punkteteilung dennoch gut leben. Vor allem wegen der dargebotenen Leistung. „Wir sind ganz anders aufgetreten als im Herbst, waren viel kompakter.“ Das 501. Spiel von Markus Plunser im Trikot der „Blues“ endete jedenfalls intensiver als es begann. „Die erste Halbzeit war ein gegenseitiges Abtasten und viel von Taktik geprägt. Aber in der zweiten Hälfte war es ein richtig heißes Derby, in dem wir mehr vom Spiel hatten“, so Karahasanovic.

SV WEBER BETON OBERPERFUSS – SV TELFS, Freitag, 27. März, 18.30. Gibt’s ein ähnliches Torspektakel wie im Hinspiel? Im August behielt der Aufsteiger mit 5:3 die Oberhand. Der Rückrundenstart gestaltete sich für beide Teams unterschiedlich. Während Telfs zuhause gegen Wörgl ein 2:0 holte, musste sich Oberperfuss Mittelständler Kundl vor eigenem Anhang mit 1:2 geschlagen geben. „Wir sind mit Kundl auf einen extrem destruktiven Gegner getroffen. Gefühlt waren wir 85 Minuten lang in der gegnerischen Hälfte“, so Trainer Helmut Lorenz. Warum hat es dennoch nicht zu mehr als dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Tobias Koller direkt nach Wiederanpfiff gereicht? „Weil wir alles in allem zu harmlos waren und wenig Kreatives produziert haben. Die zweite Halbzeit war zwar dann deutlich besser und wir sind auch zu mehr Torszenen gekommen. Aber mit unserer Art von Fußball sind wir halt auch für Konter anfällig. Und ein solcher führte letztendlich zum entscheidenden Tor“, hofft Lorenz am Freitag auf einen Gegner, „der hoffentlich mehr mitspielt als Kundl.“ Das Hinspiel gibt jedenfalls Anlass zur Hoffnung. „Da haben beide Mannschaften die Art von Fußball gespielt, wie ich ihn mir wünsche.“
Die Gäste aus Telfs kommen jedenfalls mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen im Gepäck nach Oberperfuss. Im ersten Spiel des Jahres wurde Wörgl mit 2:0 bezwungen. Entsprechend erleichtert zeigte sich Trainer Marcel Schreter. „Dieser Sieg ist ganz, ganz wichtig. Vor allem für die Moral.“ Der vierte Saisonsieg war vor allem ein Produkt taktischer Reife. „Respekt an die Jungs. Sie haben exakt das umgesetzt, was wir jetzt acht Wochen lang trainiert haben. Wir waren extrem diszipliniert und auch die Abläufe haben gestimmt. Wörgl hatte in 90 Minuten nicht eine echte Torchance.“ Was das Spielerische angeht, sieht Schreter noch Luft nach oben. „Das war jetzt nicht das Gelbe vom Ei. Aber nach der langen Pause ist die Umstellung auf Naturrasen einfach schwierig. Da geht es allen Teams gleich.“
Der Auftakt macht durchaus Lust auf mehr
Florian Schweighofer (links), hier von Daniel Kofler zu Fall gebracht, traf zur Kemater Führung. Foto: alex dosch

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