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Der bislang letzte Sieg trug noch kurze Hosen

Seit August läuft Völs mittlerweile einem Dreier hinterher – das 1:1 gegen Volders war das neunte sieglose Spiel in Serie

Es war der 29. August! Die Sonne schien, das Publikum trugen kurze Hosen und Völs jubelte über den dritten Sieg im fünften Spiel. Ja, da war die grün/weiße Welt noch in Ordnung. 63 Tage später ist es merklich kälter geworden. Und den VSV-Fan fröstelt es nicht nur ob der Temperaturen. Denn in den letzten neun Spielen reichte es zu keinem einzigen Sieg, landeten nur drei magere Pünktchen am Habenkonto.

3. November 2026
Der bislang letzte Sieg trug noch kurze Hosen<br />
Völs (Matej Sehic, rechts) und Volders (Denis Veskovic) lieferten sich einen harten Fight. Foto: sportszene.tirol

SV WEBER BETON OBERPERFUSS – VÖLSER SV, Samstag, 7. November, 14.00. Ob die Chancen auf den langersehnten Dreier am Samstag besser stehen? In der Vorsaison entschieden beide Teams ihre Heimspiele für sich. Völs mit 3:1, Oberperfuss mit 4:0. Zudem haben beide Mannschaften aktuell einen regelrechten Querlauf. Während Völs seit neun Runden einem Sieg hinterherrennt, sind es bei Oberperfuss auch schon fünf Spiele. Und so kommt es am Samstag in Oberperfuss zum Kellerduell, bei dem die Hausherren die rote Laterne abgeben möchten. „Ich erwarte mir einen offenen Schlagabtausch vor vielen Zuschauern. Und wenn wir gewinnen wollen, müssen wir eine sehr gute Leistung bringen“, weiß Helmut Lorenz.
Eine solche attestierte der Oberperfer Coach seiner Mannschaft beim 0:0 in Ebbs. „Das war ein sehr ordentliches Spiel unsererseits, ein absolut gelungener Auftritt. Wir waren die klar bessere Mannschaft, haben richtig gute Torchancen vorgefunden. Nur haben wir dieses eine Tor, das wir normalerweise immer machen, diesmal nicht gemacht.“ Großartig lamentieren wollte Lorenz ob der vergebenen Möglichkeiten jedoch nicht. „Ich bin nicht wie andere Trainer, die über die Chancenverwertung jammern. Ich bin froh, dass wir zu Chancen kommen. Momentan läuft es halt etwas gegen uns. Da geht der Ball mal knapp vorbei oder wird auf der Linie abgewehrt. Und manchmal fehlt halt auch das nötige Quäntchen Glück.“
Das beanspruchte der kommende Gegner Völs zuletzt in Übermaß. Gegen Volders traf Daniel Eller in der vierten Minute der Nachspielzeit zum 1:1-Endstand. „Wenn du in der 94. Minute den Ausgleich erzielst, dann musst du mit dem Punkt zufrieden sein. Aber was die Spielanteile angeht, kann ich meiner Mannschaft nur ein Kompliment machen. Vor allem in der ersten Halbzeit waren wir sehr dominant, laufen zweimal auf den Torhüter zu, belohnen uns aber nicht“, sprach Trainer Lion Wetzel von einem typischen „Box-zu-Box-Spiel“, in dem Volders nach einer Unachtsamkeit in der Völser Hintermannschaft in Führung ging. „Aber die Jungs haben unglaubliche Moral bewiesen und sich am Ende mit dem späten Tor belohnt.“
Das kommende Gastspiel in Oberperfuss sieht Wetzel, der Tabellenkonstellation zum Trotz, nicht als Kellerduell. „Ich finde, dass beide Teams für ihre attraktive Spielweise zu oft bestraft wurden und zu Unrecht da unten stehen. Beide haben richtig Bock Fußball zu spielen. Dementsprechend spannend wird es.“

SV WÖRGL – SV TELFS, Freitag, 6. November, 19.15. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr, am 7. November 2025, unterlag Telfs auswärts mit 1:4. Den Ehrentreffer markierte Marius Mittich. Der 24-Jährige kam gegen Mils nach dreiwöchiger Verletzungspause zu einem Comeback. Bei seiner Einwechslung in Minute 87 war das Match allerdings bereits entschieden. Die beiden Torgaranten Fabian Schreter (21.) und Christof Mader (53.) – das Duo zeigt sich für 16 der 25 Telfer Tore verantwortlich – sorgten für den 2:0-Heimerfolg.
Nicht minder schlecht lief es für den kommenden Gegner Wörgl. Die Mannschaft von Dino Bevab bezwang auswärts Spitzenreiter Absam völlig überraschend mit 3:1.

SV BÄCKER RUETZ KEMATEN – SC KUNDL, Samstag, 7. November, 14.00. Seit acht Spielen sind die „Blues“ zu Hause gegen Kundl unbesiegt. Der letzte Erfolg der Unterländer auf Kemater Rasen liegt über neun Jahre zurück. Dennoch scheint im Schlager der Runde – die Unterländer haben noch Chancen auf den Herbstmeistertitel, Kematen ob der direkten Duelle nicht mehr – jeder Ausgang möglich.
Dass die Form passt, untermauerten zuletzt beide. Während Kundl Meisterschaftsfavoriten IAC mit einem deutlichen 5:1-Heimsieg vorerst aus dem Titelrennen nahm, gab sich Kematen gegen Stubai keine Blöße. Auch wenn an diesem Nachmittag nicht alles Gold war was glänzte. Nach Toren von Daniel Bojdol, Florian Schweighofer und Simon Gatscher stand am Ende ein nicht unverdienter 3:1-Erfolg. „Es war das erwartet schwere Spiel. Stubai ist weit besser als es der Tabellenplatz aussagen mag. Über viele Phasen des Spiels hatten sie mehr Spielanteile“, sah Trainer Elvir Karahasanovic den Aufsteiger in der ersten Halbzeit eine Spur gefährlicher. Sein Team war meist nur aus Standards gefährlich. So verwundert es auch nicht, dass die 1:0-Führung der „Blues“ aus einem Eckball entstand. „In der zweiten Hälfte waren wir dann besser. Aber man hat den Jungs angemerkt, dass ihnen die englische Woche in den Knochen steckt“, sprach Kematens Coach von einem Arbeitssieg.
Der bislang letzte Sieg trug noch kurze Hosen<br />
Daniel Eller gab den Überflieger, traf spät zum 1:1-Endstand. Foto: sportszene.tirol

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