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Des einen Freud ist des anderen Leid

Kematen entscheidet Derby gegen Völs ob eines strittigen Elfmeters mit 1:0 für sich – Tobias Peintner trifft im Nachschuss

Ob Verzögerungen bei den Vorspielen – die U18 und die U16 der AKA Tirol besiegte die Alterskollegen des WAC – begann der Schlager zwischen Kematen und Völs mit einer viertelstündigen Verspätung. Doch selbst jene Zuschauer die erst eine halbe Stunde nach Anpfiff kamen, hatten bis dahin nicht wirklich viel versäumt. Richtig heiß wurde es erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte.

8. September 2026
Des einen Freud ist des anderen Leid
Kematen (Simon Gatscher, vorne) musste sich gegen Völs (Pascal Nagler) ganz schön strecken. Foto: sportszene.tirol
FC VOLDERS – SV BÄCKER RUETZ KEMATEN, Samstag, 12. September, 16.00. Heiß sind die „Blues“ wohl auch auf das Gastspiel in Volders. Denn richtig oft wusste man in Volders nicht zu überzeugen. In den letzten fünf Gastspielen reichte es nur zu zwei Zählern.
Drei Punkte wurden es im Derby gegen Völs. Nach vom Unterhaltungswert her überschaubaren ersten 45 Minuten, überschlugen sich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die Ereignisse. Erst vereitelte Goalie Simon Berger eine Völser Großchance. Und praktisch im Gegenzug entschied Schiedsrichter Kohler nach einer Attacke an Matteo Peternell auf Elfmeter. Zwar parierte Matteo Mitterer den von Maximilian Plattner getretenen Elfmeter – beim Nachschuss von Tobias Peintner war der Völs-Goalie aber machtlos. „Das waren zwei entscheidende Situationen. Wenn Völs das 1:0 macht, kann das Spiel in eine andere Richtung gehen. Da hat uns Simon super gerettet. Wie dann auch in der zweiten Halbzeit das eine oder andere Mal“, lobte Elvir Karahasanovic seinen Schlussmann, nicht ohne schmunzelnd hinzuzufügen: „Aber dafür haben wir ihn ja. Nein im Ernst: Simon ist auf der Linie der beste Goalie der Liga.“
Der letztlich entscheidende Strafstoß war für Kematens Coach nicht strittig. „Das war ein klarer Elfmeter. Auch wenn es von der Seite vielleicht anders ausgeschaut hat. Aber alles in allem muss man schon sagen, dass ein Unentschieden wohl gerechter gewesen wäre.“

SV WEBER BETON OBERPERFUSS – INNSBRUCKER AC, Freitag, 11. September, 19.00. Aus den vergangenen sieben Duellen holte Oberperfuss nur einen Zähler. Der letzte Sieg über den IAC liegt gar schon über zehn Jahre zurück.
Während die Innsbrucker gut aus den Startlöchern kamen, läuft es bei Mersa & Co. nicht rund. In sechs Spielen gelang erst ein Dreier. Zudem setzte es in fünf der sechs Partien stets drei Gegentore. So auch beim jüngsten 0:3 in Haiming. Entsprechend bedient war Helmut Lorenz nach dem Match. „Haiming war in allen Belangen besser. Da gab es einen Klassenunterschied, der kaum zu erklären ist. Gratulation an Haiming!“ Beim eigenen Team sieht der Oberperfuss-Coach dagegen einiges an Nachholbedarf. „Auf uns wartet eine Menge Arbeit. Wir müssen mehr Konstanz in unser Spiel bekommen und mehr Geschwindigkeit auf den Platz bringen.“

VÖLSER SV – SC KUNDL, Samstag, 12. September, 17.00. Völs verlor keines der letzten sieben Duelle. Allerdings thronen die Unterländer mit vier Siegen und nur einer Niederlage aktuell von der Tabellenspitze.
Die zweite Saisonpleite setzte es für Völs in Kematen. Noch dazu eine, die absolut vermeidbar gewesen wäre. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Außer jenen der mangelhaften Chancenverwertung. Wenn du im Eins-gegen-Eins mit dem Tormann bist, dann musst du einfach ein Tor machen. Und solche Szenen hatten wir nicht nur eine, sondern vier. Das ist eine Thematik, an der es noch zu arbeiten gilt“, sah Trainer Lion Wetzel seine Mannschaft vor allem in den 20 Minuten nach dem Seitenwechsel als die bessere. „Da haben wir eine super Power auf den Platz gebracht. Nur haben wir uns dafür leider nicht belohnt.“ Zum durchaus diskutablen Elfmeter der letztlich zum entscheidenden Tor führte, wollte sich Wetzel nicht groß äußern. „Ich maße mir hier kein Urteil an. Dafür bin ich zu weit weg gestanden. Angeblich hat es einen leichten Kontakt gegeben. Ob der dann für einen Elfmeter ausreicht, muss der Schiedsrichter beurteilen.“

FC STUBAI - SV TELFS, Samstag, 12. September, 18.00. Im Cup-Achtelfinale 2025 standen sich beide Teams letztmals gegenüber. Telfs siegte mit 3:0. Am vergangenen Spieltag konnten beide Teams in der Fremdereüssieren.
Stubai holte in Mils ein 2:2, Telfs trotzte Aufstiegsaspirant Absam eine Nullnummer ab. „Wenn man mir vor dem Spiel gesagt hätte, dass wir einen Punkt holen, dann hätte ich sofort unterschrieben. Jetzt nach dem Match tut das 0:0 weh, weil wir einen möglichen Dreier liegengelassen haben“, trauerte Trainer Marcel Schreter der Großchance von Sohn Fabian in der Schlussphase hinterher. Noch mehr schmerzte aber der vergebene Hochkaräter von Marco Rangger fünf Minuten vor dem Ende. Nach einem Eckball stieg Marcel Dosch am höchsten. Absam-Goalie Warmuth wehrte den Ball zwar ab, allerdings direkt vor die Füße von Rangger. Der jagte das Spielgerät aus nächster Nähe allerdings drüber. „Schade, das wäre es gewesen! Aber kein Vorwurf an ‚Macho‘. Das kann passieren“.
Vielmehr freute sich Schreter über eine abermals gute Vorstellung seiner „Säbelzahntiger“. „Vor allem spielerisch war das richtig gut. Wir haben Absam speziell in der zweiten Halbzeit regelrecht hinten reingedrängt und in 90 Minuten gerade mal eine Halbchance zugelassen.“   
Des einen Freud ist des anderen Leid
Ein Foul an Matteo Peternell (blaues Trikot) führte zum entscheidenden Elfmeter. Foto: sportszene.tirol

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