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Die „Spätzünder“ bitten zum Spitzentanz

Das drittplatzierte Seefeld empfängt den ungeschlagenen Tabellenführer Rietz/Stams - Last-Minute-Remis in Oberhofen

„Wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommen von irgendwo noch Tore her.“ Die Kicker des FC Seefelder Plateau erweisen sich bislang als absolute „Spätzünder“. Sieben der 17 Saisontore gelangen in der Schlussviertelstunde. Gegen Oberhofen/Pfaffenhofen waren es zwei. Geht es nach Trainer Patrick Klotz, braucht es gegen Leader Rietz/Stams nicht ganz so spannend zu werden.
23. September 2025 | von Alex Dosch
Die „Spätzünder“ bitten zum Spitzentanz<br />
Serafin Kollegger (Mitte) ist gegen Rietz/Stams ob einer Rotsperre nicht mit von der Partie. Foto: alex dosch
FC SEEFELDER PLATEAU – SPG RIETZ/STAMS, Sonntag, 28. September, 17.00. In den letzten vier Duellen behielt jeweils das Gastteam die Oberhand. Im April unterlag der FCSP zuhause mit 1:3.
Während Rietz/Stams zuletzt gegen Rinn/Tulfes (6:1) nichts anbrennen ließ, ließ Seefeld nach der Pleite gegen Lechtal neuerlich Haare. In Oberhofen rettete Erdim Demircioglu einen Punkt. Kurz zuvor eingewechselt, traf der in der 96. Minute zum 3:3-Endstand. „Oberhofen präsentierte sich erwartet kampfstark. Damit sind wir gar nicht zurechtgekommen. Auch, weil der Platz eine bodenlose Frechheit war. Fußballspielen war da unmöglich und so versuchten es beide Mannschaften mit hohen, weiten Bällen. Zudem haben wir uns das Leben mit zwei unnötigen Toren selbst schwer gemacht“, sah Trainer Patrick Klotz im Platzverweis von Serafin Kollegger (51.) eine Art Wachrüttler. „Ab diesem Zeitpunkt haben wir in den Zweikämpfen dagegengehalten. Und hinten hinaus haben wir einfach alles riskiert und letztlich glücklich den Ausgleich erzielt. Wir können mit dem Punkt sicher besser leben als Oberhofen. Denn einen Zwei-Tore-Rückstand musst du in Unterzahl erst mal aufholen“, sprach Seefelds-Coach von einer kämpferischen Top-Leistung seines Teams.

SPG RINN/TULFES – SU INZING, Freitag, 26. September, 19.30. Zwei Siege, zwei Remis, zwei Niederlagen: Inzings Bilanz gegen Rinn/Tulfes ist ausgeglichen. Die aktuelle Formkurve könnte dagegen unterschiedlicher nicht sein. Während Rinn/Tulfes die vierte Saisonpleite kassierte und bei Spitzenreiter Rietz/Stams mit 1:6 unterging, feierte Inzing Saisonsieg Nummer vier.
Gegen das sieglose Schlusslicht Fließ gelang ein ungefährdetes 3:0. Auch wenn sich Plattner & Co. zu Beginn schwertaten. „Die ersten 25 Minuten haben wir nicht gut ins Spiel gefunden. Danach konnten wir die ersten zwei Chancen, welche schön herausgespielt wurden, in Tore ummünzen“, so Trainer Michael Augustin. In Hälfte zwei änderte sich wenig am Spielgeschehen. „Wir hatten viele Chancen, welche wir wieder einmal leichtfertig vergeben haben. Die Erlösung folgte dann knapp vor dem Ende mit dem 3:0.“ Trotz drei erzielter Treffer war Inzings Coach vor allem mit der Defensive zufrieden. „Wir haben nicht eine nennenswerte Chance zugelassen, haben sehr souverän agiert.“

FC PAZNAUN – FC FRITZ OBERHOFEN/PFAFFENHOFEN, Samstag, 27. September, 16.30. Mit sechs Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen ist die Bilanz gegen Paznaun positiv. Das bislang letzte Gastspiel ging allerdings mit 3:4 verloren.
Über zwei verlorene Punkte sprach Trainer Josef Sporer nach dem 3:3 gegen Seefeld. Kein Wunder, gab sein Team doch einen 3:1-Vorsprung aus der Hand. Dies noch dazu in Überzahl. „Wir wollten Wiedergutmachung für das Spiel in Rinn (0:2, Anmerk.) betreiben. Das ist uns über 75 Minuten sehr gut gelungen. Wir hatten alles unter Kontrolle, waren die klar bessere Mannschaft. Dann sind wir auch noch in Überzahl, machen das 3:1: Es hat uns eigentlich alles in die Karten gespielt“, fand Sporer eine Erklärung für den Einbruch in der Schlussphase. „Wir haben nur noch lange Bälle geschlagen, wollten das Ergebnis verwalten. Und dabei haben wir nicht clever agiert. Da fehlt uns halt auch die Erfahrung, ein Spiel mal runterzuspielen. Im Gegensatz zu Seefeld: Das ist eine ausgefuchste Truppe. Bitter ist halt, dass wir in der 96. Minute nach einem Eckball das 3:3 bekommen. Aber das ist ein Lernprozess – da müssen wir durch.“

FC FLIESS – FC ZIRL, Samstag, 27. September, 18.00. Im Cup gastierte Zirl bereits 2021 und 2023 in Fliess. Beide Spiele (5:1 und 4:2) wurden gewonnen.
Nichts wurde es mit einem Sieg gegen die SPG Pitztal, obwohl ein solcher durchaus im Bereich des möglichen war. „In der ersten Halbzeit hatten wir gefühlt 75 Prozent Ballbesitz. In der zweiten waren es noch mehr. Aber wir haben es nicht verstanden, den Ball ins Tor unterzubringen. Einmal sogar aus zwei Metern Entfernung. Das war nur eine von etlichen Großchancen“, haderte Trainer Stefan Höller nicht nur mit der mangelhaften Chancenverwertung, sondern auch mit manch Entscheidung des Unparteiischen. „Nach knapp 20 Minuten haben wir ein reguläres Tor erzielt. Der Ball war eindeutig hinter der Linie.“ Schiedsrichter Bernecker sah die Szene jedoch anders, entschied auf „kein Tor“. Und so kam Pitztal aus einem Elfmeter zum glücklichen Siegtreffer (30.). „Hätte es den Elfmeter nicht gegeben – beide Mannschaften würden jetzt noch spielen und versuchen ein Tor zu schießen“, so Zirls Coach.
Die „Spätzünder“ bitten zum Spitzentanz<br />
Oberhofens Ricardo Zoller erzielte gegen Seefeld die 1:0-Führung… Foto: alex dosch
Die „Spätzünder“ bitten zum Spitzentanz<br />
...Gabriel Eiter sorgte für das zwischenzeitliche 3:1. Foto: alex dosch

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