Artikel teilen
Artikel teilen >

Ein kapitaler Bock für die „Säbelzahntiger“

Zum Start der Rückrunde ist noch nicht klar, ob überhaupt und wenn ja, wie viele Teams eine Liga runter müssen

Wiedersehen macht bekanntlich Freude! Nicht so für Abidin Ölmez, Can Alak, Florian Binder und Tobias Rottensteiner. Die vier Ex-Telfer im Trikot der SPG Silz/Mötz mussten sich mit ihrem neuen Club 0:2 geschlagen geben. Vor allem dem ehemaligen Goalie Rottensteiner dürfte das Spiel in schlechter Erinnerung bleiben. Die „Säbelzahntiger“ können dagegen befreit die Reise nach Volders antreten.
18. März 2025 | von Alex Dosch
Ein kapitaler Bock für die „Säbelzahntiger“
Telfs mit Christof Mader (grünes Trikot) bezwang in einem intensiv geführten Derby Lokalrivalen Silz/Mötz mit 2:0. Foto: Alex Dosch
FC VOLDERS – SV TELFS, Samstag, 22. März, 15.30. Im Herbst siegte Telfs vor eigenem Anhang mit 2:0. Die jüngsten Gastspiele in Volders waren allerdings nur selten von Erfolg gekrönt. In fünf Versuchen reichte es nur zu einem Sieg. „Volders war für uns schon immer ein schwieriger Boden. Und nach der Klatsche gegen Wacker (0:7, Anmerk.) werden sie besonders motiviert sein. Dennoch wollen wir etwas mitnehmen und freuen uns dann auf ein geiles Heimspiel gegen Wacker Innsbruck. Aber vorerst gilt unsere ganze Konzentration dem Spiel in Volders“, so Trainer Marcel Schreter. Der streute seinem Team nach dem 2:0-Derbysieg über Silz/Mötz Rosen. „Es macht mich unglaublich stolz zu sehen, wie sich meine Jungs Woche für Woche weiterentwickeln. Und solche Siege sind dann der verdiente Lohn harter Arbeit.“
Mehr als 600 Zuschauer sahen eine intensiv geführte Begegnung, in der Telfs von Beginn an das Heft des Handelns in die Hand nahm. Silz/Mötz agierte dagegen aus einer stabilen Defensive heraus. Dementsprechend waren packende Strafraumszenen vorerst Mangelware. „Wir haben zu Beginn etwas gebraucht, weil Silz/Mötz überraschend defensiv stand. Da war es ganz schwer in die Halbräume zu spielen.“ So war es schließlich ein individueller Fehler der die „Säbelzahntiger“ auf die Siegerstraße brachte. Von Daniel Unterlechner unter Druck gesetzt, landete ein verunglückter Abschlag von Tobias Rottensteiner direkt vor den Füßen von Fabian Schreter. Der brauchte den Ball nur noch einzuschieben. „Dieses Tor war das Ergebnis unseres extrem giftigen Pressings. Wir haben Silz praktisch zu Fehlern gezwungen“, sah Schreter seine Elf auch in Halbzeit zwei als die klar bessere.
Der zweite Durchgang begann mit einem regelrechten Geniestreich. Nach einem Slalom durch die gegnerische Abwehr konnte Arda Taflan nur noch regelwidrig gestoppt werden. Den anschließenden Freistoß trat Taflan selbst, schob das Leder frech unter der Mauer durch. Mit dem 2:0 im Rücken verwalteten die Hausherren das Ergebnis. Von den Gästen kam wenig bis gar nichts. Nur einmal musste der ansonsten beschäftigungslose Jonas Weeber sein Können aufbieten.

SV BÄCKER RUETZ KEMATEN – INNSBRUCKER AC, Freitag, 21. März, 18.00. Kematen verlor keines der letzten fünf Duelle. Im Hinspiel holten Raitmair & Co. auswärts ein 1:1-Remis. Die letzte Heimpleite gegen die Athletiker liegt fast elf Jahre zurück, datiert vom 10. Mai 2012 (1:2). Entsprechend zuversichtlich gibt sich Trainer Sammy Glatz vor dem ersten Heimspiel des Jahres. „Wenn wir ähnlich auftreten wie zuletzt in Wattens, dann mach ich mir überhaupt keine Sorgen“, war der „Blues“-Coach mit dem Auftritt bei Titelanwärter Tirol Juniors durchwegs zufrieden.
Lediglich das Ergebnis (0:1) passte beim Rückrundenstart nicht. „Wir haben richtig gut mitgespielt, waren um nichts schlechter. Umso bitterer ist es, dass wir nichts Zählbares mitnehmen konnten. Aber auf die Leistung lässt sich aufbauen“, so Glatz. Nach etwas verhaltenem Beginn erarbeitete sich seine Mannschaft immer mehr Spielanteile, kam auch durchaus zu Chancen. So blieb etwa bei einem vermeintlich elfmeterreifen Foul an Fabian Leitner die Pfeife von Schiedsrichter Christoph Schiefer stumm. Umso ärgerlicher die Entstehung des letztlich entscheidenden Treffers zum 0:1 nach einem Corner. „Der Ball war ewig in der Luft. Das Tor dürfen wir so nie kriegen. Da haben wir es dem Gegner einfach zu leicht gemacht. Dass ein Spieler an der zweiten Stange ungehindert zum Kopfball kommt, darf einfach nicht passieren.“ In der Schlussphase warf Kematen noch einmal alles nach vorne – letztendlich vergebens.

VÖLSER SV – SV WÖRGL, Sonntag, 23. März, 15.00. Das Hinspiel war eine klare Sache zu Gunsten der Unterländer (0:3). Von den letzten vier Heimspielen gegen Wörgl konnte Völs aber gleich drei für sich entscheiden. „Ich bin überzeugt, dass wir diesmal ein anderes Gesicht zeigen werden als im Herbst. Wir sind gut drauf, und das Lazarett lichtet sich schön langsam“, ist bei Gregor Engelbrecht die Vorfreude groß. Kein Wunder, steht doch sein Debüt als VSV-Coach an.
Die eigentliche Premiere fiel sprichwörtlich ins Wasser. Nur befand sich selbiges in gefrorenem Zustand. Bereits am Dienstag wurden die Grün/Weißen darüber informiert, dass der Platz in St. Johann noch mit Schnee bedeckt sei und daher von der Gemeinde gesperrt wurde. Wann das Spiel nachgetragen wird, war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. „Vielleicht am spielfreien Pfingst-Wochenende. Hauptsache nicht unter der Woche“, will Engelbrecht seinen Kickern eine lange Auswärtsfahrt während der Woche tunlichst ersparen.   

Die Spiele der 14. Runde: Tirol Juniors – Kematen 1:0 (0:0). Tor: Bambara(56.). Telfs – Silz/Mötz 2:0 (1:0). Tore: Schreter (41.), Taflan (70.). St. Johann – Völs abgesagt.
Ein kapitaler Bock für die „Säbelzahntiger“
Arda Taflan, einer der Aktivposten, traf sehenswert zum 2:0. Foto: Alex Dosch

Feedback geben

Feedback abschicken >
Nach oben
Wir verwenden Cookies, Tracking- und (Re-) Targeting-Technologien. Damit wollen wir unsere Webseite nutzerfreundlicher gestalten und fortlaufend verbessern. Wenn Sie unsere Webseite weiter nutzen, stimmen Sie dadurch der Verwendung von Cookies zu – ausgenommen sind Cookies für Google-Marketing-Produkte.
Einverstanden
Weiter ohne Google-Marketing-Produkte.
Weitere Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.